Waschbecken und Waschtisch

Waschbecken: Ich wasche meine Hände in ...

Waschbecken oder Waschtische gehören zu den heimlichen Stars jedes Badezimmers. Nicht erst seit dem Kampf gegen die Schweinegrippe gehört das Händewaschen zu den empfohlenen Pflege- und Gesundheitsmaßnahmen. Es ist das Hygienemittel schlechthin gegen Keime und Infektionen aller Art. Bis zu zehn Mal am Tag wird das Waschbecken pro Bewohner in Beschlag genommen. Die Waschtische werden am häufigsten gebraucht, sind im Zusammenspiel mit Spiegel und Unterschränken auch der Ort, an dem die meisten Badutensilien gelagert werden. Seife, Parfum, Rasierzubehör, Kosmetik und Handtücher bestimmen das Bild rund um die Waschtische.

Vor der Auswahl eines Waschbeckens ist es unbedingt ratsam, dessen Funktion und Nutzung genau zu beleuchten. Gilt es im Gäste-WC ein platzsparendes Handwaschbecken zu installieren? Benötigen die Besucher der Nasszelle regelmäßig ausreichend Stauraum und Platz rund um den Waschplatz? Ist eventuell genügend Raum für ein Doppelwaschbecken vorhanden?

Nach diesen ersten Entscheidungen gilt es die Montagemöglichkeiten zu prüfen. Waschbecken sind am häufigsten als wandhängende Waschtische anzutreffen. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeiten den Waschplatz als Einbauwaschbecken, Aufsatzbecken oder Standwaschbecken in das Bad zu integrieren.

Aufsatzwaschbecken oder Waschschalen

Der neueste Trend im Waschbecken-Sortiment sind sogenannte Aufsatzwaschtische: diese Waschbecken werden auf vorhandene Bauteile im Badezimmer "frei aufgesetzt", meistens auf Schrank oder Regalsystemen. Die Armaturen können wahlweise sowohl auf dem Becken (wenn ein Hahnloch vorhanden ist), neben dem Becken oder an der Wand montiert sein.

Waschschalen und Schalenbecken orientieren sich vom Aussehen am Vorbild der Waschschüsseln. Sie werden direkt oder in Kombination mit einem Sockelring auf vorhandene Bauteile wie Trägerplatten oder Waschbeckenunterschränke befestigt.

Einbauwaschbecken und Möbelwaschtische

Einbauwaschbecken sind nicht nur der Retter in der (Platz-)Not. Sie sind auch eine ernstzunehmende Alternative zur herkömmlichen Badgestaltung. Kombiniert mit Keramik-, Kunststoff- , Holz- oder Marmorplatten oder mit den passenden Unterbauten, wie dem Waschbecken Unterschrank, bieten sie jede Menge Ablagefläche und Stauraum. Außerdem verdecken sie ebenso wie Standbecken die unschönen Wasser-Anschlüsse, Eckventile und die Ablaufgarnitur, den Siphon. Waschtische sind große (breite)Waschbecken, bei denen Becken und Ablagefläsche eine Einheit bilden. Werden solche Waschtische zusätzlich noch eingebaut spricht man von Möbelwaschtischen.

Übrigens: Handwaschbecken sind Waschbecken von geringer Breite und ohne hinteren breiten Rand und meistens ohne eingeformte Seifenschale. Häufig sind sie in Toiletten und Gäste-WCs zu finden, da es dort nur wenig Platz gibt und das reine Händewaschen im Vordergrund steht.

Waschbecken montieren

Die Standardmontage

Die Befestigung der Waschbecken erfolgt heute fast ausschließlich an vorgefertigten Waschbeckeneinbauständern, an denen alle Befestigungspunkte bereits vorgegeben sind. Alternativ verwendet man spezielle Befestigungssets, mit denen das Waschbecken an der Wand montiert werden kann. Bei der Montage vor Gipskartonplatten solle man eine starke Spanplatte, oder besser, ein stabil befestigtes Kantholz hinter der Gipskartonplatte mit einbauen.

Waschbecken ausmessen und positionieren

Bei der Wandmontage gilt als oberstes Gebot: genau messen. Zunächst werden die zwei Befestigungslöcher in der Montagewand benötigt. Dazu wird deren Abstand am Waschbecken ausgemessen und auf die Wand übertragen. Dabei sollte der Abfluss genau mittig liegen. Die Höhe der Bohrlöcher ergibt sich aus gewünschten Montagehöhe: sie liegt im Normalfall zwischen 80 und 85 cm ab Oberkante Bodenbelag bis Oberkante Waschbecken gemessen. Selbstverständlich kann die Einbauhöhe auch individuell an die Größe der Benutzer angepasst werden. Dann ist natürlich auch auf die entsprechend längeren Anschlussschläuche und Ablaufmaterialien zu achten.

Waschbecken befestigen und anschliessen

Die Befestigung des  Waschbeckens erfolgt mit speziellen Stockschrauben, Dübeln, Metall- und Kunststoffscheiben. Nach dem Einsetzen der Armatur werden die verchromten Anschlussrohre an die Eckventile angeschlossen und eventuell vorher gekürzt. Erheblich vereinfachen können den Anschluss sogenannte Flexschläuche.

Zum Schluss fehlt nur noch die Verbindung zum Abfluss. Am bekanntesten sind Röhrenverschlüsse in U- oder S-Form. Neben diesem Siphon gibt es aber auch Flaschensiphons, die oft in kleineren Räumen als platzsparende Alternative zu den Röhrensiphons verwendet werden.

Siphon

Schutz vor üblen Gerüchen

Der Siphon ist gemeinhin auch als Geruchsverschluss bekannt. Er besteht aus einem Rohrsystem, in den meisten Fällen ein S-förmiges Rohr, das an der Abwasserleitung angeschlossen wird. Damit keine störenden Gase aus diesen Leitungen hochsteigen, ist der untere Bereich stets mit Wasser gefüllt. Häufigste Anwendung des Siphons ist der Geruchsverschluss der Abwasserleitungen im Haushalt vor allem bei Waschbecken, Toiletten und Ausgüssen wie dem Spülbecken.

Siphonbauformen

Es gibt grundsätzlich vier Arten: den Röhren-, den Flaschen-, den Tauchwand- und den Glockengeruchsverschluss. Die einfachste Form ist der Röhrensiphon, der im Sanitärbereich sehr häufig zum Einsatz kommt. 

Der Flaschengeruchsverschluss, dessen Ende in einem Flaschen- oder Tassenförmigen Behälter ausläuft, wird wegen seiner geringen Bautiefe zur Wand hin oder aus optischen Gründen bei kleineren Handwaschbecken verbaut. Als weitere Bauform gibt es noch den Absaugesiphon, der beispielsweise beim Urinal verbaut wird.

Grundsätzlich muss jedes Abwassersystem in Deutschland über das Dach entlüftet werden: Diese Art der Lüftung leitet Kanalgase ab und soll Über- bzw. Unterdruck im Rohrsystem verhindern.

Siphon reinigen: Wenn das Wasser steht

Beim täglichen Gebrauch gelangen über den Abfluss viele Schmutzteile mit in das Rohrsystem. Die Folge: der Schmutz setzt sich an den Rohrwänden fest und letztendlich kann das Wasser nicht mehr ablaufen. Zum Reinigen gibt es zunächst unterschiedliche Methoden. Am bekanntesten ist die Saugglocke, die mit Unterdruck das Rohrsystem wieder durchlässig macht. Daneben werden Produkte angeboten, die mit Wasserdruck oder in Form von Metallspiralen dem festsitzenden Schmutz an den Kragen gehen.

Siphon ausbauen und auswechseln

Helfen all diese Möglichkeiten nicht mehr, muss der Siphon demontiert werden. Bevor man das U-Teil des Siphons abschraubt, sollte ein Eimer oder anderes Behältnis untergestellt werden. Anschließend kann man alle ausgebauten Bauteile des Siphons gründlich mit einer Flaschenbürste reinigen.

Die Dichtungen sollten geprüft und eventuell ausgetauscht werden. Das gilt auch für den gesamten Siphon, wenn die Ablagerungen zu fest sitzen und nicht mehr zu entfernen sind.

Design-Siphon: Bauteil mit neuem Outfit

Herkömmliche Siphons aus Kunststoff oder Chromteilen sehen nicht besonders schön aus. Deshalb werden sie oft in Unterschränken oder mit Siphon-Abdeckungen verkleidet. Mittlerweile gibt es jedoch auch formschöne Design Siphons, die in Verbindung mit entsprechenden Design Waschbecken einen tollen optischen Eindruck hinterlassen.

Design-Waschbecken in neuer Optik

Waschbecken dienen zum Händewaschen und zur kurzen Erfrischung und müssen deshalb nicht groß bemessen sein. Neben den zahlreichen Standardmodellen aus Sanitärkeramik gibt es mittlerweile vielfältige Designermodelle in Glas, Holz, Mineralguss oder Edelstahl, die mehr schmückende Akzente setzen und sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Sonderformen Design-Waschbecken

Sonderformen wie eckige oder schmale ovale Designs nutzen den begrenzt vorhandenen Platz optimal. Gerade in zusätzlich vorhandenen Gäste-WCs ist der begrenzt zur Verfügung stehende Raum ein entscheidenes Auswahlkriterium für die Form des Waschbeckens.

Im Trend liegen auch natürliche Formen. Es wird mit Rundungen, Vertiefungen und anderen Formen aus der Natur gespielt. Sie alle haben eins gemeinsam: das Wasser soll als natürliches Element in seinem ganz eigenen Lauf erlebbar gemacht werden.

Außergewöhnliche Materialien

Neben den unerschöpflichen Formvariationen gibt es auch eine entsprechend große Anzahl an Materialien, die für Waschbecken verwendet werden. Sanitärkeramik ist der bekannte Standard, der jedoch immer weiter in seinen Oberflächeneigenschaften weiter verfeinert wird: die glatte Struktur läßt weniger Seifenreste oder Wasserspuren wie Kalk am Waschbecken anhaften.

Diese Beschichtungen sind besonders widerstandsfähig, schmutzabweisend und schnell zu reinigen ist. Die Bezeichnungen für diese Oberflächenbehandlungen variieren je nach Hersteller.

Daneben gibt es Waschbecken aus Sicherheitsglas, Edelstahl, Naturstein, Holz und Beton. Diese Materialien sind meist veredelt, sodass sie in ihren Oberflächen der Keramik in keinster Weise nachstehen.

Aussehen und Funktion in Einklang

Die unterschiedlichen Designideen erlauben aber nicht nur optische Vorteile. Bei manchen Kreationen unterstreicht ein zusätzlicher Nutzen das Design. Beim Waschtisch "Kanera 1D" aus Stahl beispielsweise wird der Doppelwaschtisch im wahrsten Sinne des Wortes zum Mittelpunkt des Bades. Er ist der erste Waschtisch, der frei im Raum positionierbar ist und sich die Benutzer gegenüberstehen. Das bietet ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten jenseits der bekannten Wandinstallation. Deshalb wurde er mit dem Stahl-Innovationspreis 2009 in der Kategorie „Design" ausgezeichnet.

Design über und unter dem Waschtisch

Neben den Design-Waschtischen gibt es nunmehr auch Design-Armaturen und Design-Siphons, die den Waschplatz sowohl über wie unter dem Waschbecken zum ansprechenden Hingucker machen.

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