Boiler installieren: Warmwasserspeicher für Küche und Bad

Mit Warmwasserboiler Energie sparen

Sie ziehen in eine Wohnung mit einem Boiler und machen sich nun sorgen, dass die Kosten für warmes Wasser und Strom enorm ansteigen könnten? Sie denken, Boiler sind Technik von vorgestern?

Dann können wir Sie beruhigen und zeigen Ihnen, dass Boiler durchaus noch den Standards genügen, vorausgesetzt, man beachtet ein paar wichtige Verbraucherhinweise. So kann der Boiler zum nützlichen Warmwassererzeuger in Ihrer Wohnung werden.

Außerdem erklären wir, wie Sie einen elektrischen Boiler installieren, was ihn von einem Durchlauferhitzer unterscheidet und geben Tipps für den energiesparenden Betrieb.

Was ist ein Boiler?

Wenn man es ganz einfach ausdrückt, dann ist ein Boiler ein Gerät zum Erhitzen von Wasser, der mit einem unterschiedlichen Fassungsvermögen erhältlich ist, z. B. mit 50, 70, 120, 200 oder 1000 Liter. Daneben wird er auch als Heißwasserbereiter, -speicher und Warmwasserspeicher bezeichnet. 

Auch ein Kochendwassergerät fällt darunter, mit dem man bis zu 5 Liter Wasser erhitzen kann. In der Küche wird es meistens zum Aufbereiten von kleinen Mahlzeiten oder vor allem zum Abwasch genutzt. Heutzutage werden sie vorwiegend aus Edelstahl hergestellt, um sie vor Rost Verkalkung zu schützen.

Generell lassen sich Boiler in direkt und indirekt beheizte Geräte einteilen: Direkt beheizte Warmwasserspeicher sind dann vorteilhaft, wenn große Mengen Wasser erhitzt werden müssen. Innerhalb des Boilers befindet sich ein Brenner, mit dem das Wasser erwärmt wird. Allerdings sind diese Geräte seit dem Aufkommen von Niederbrennwertkesseln überholt und werden kaum noch verkauft bzw. hergestellt.

Indirekt beheizte Warmwasserboiler werden über die Heizungswärme erhitzt und die Temperatur wird mit einem Heizungsregler eingestellt. Durch die vom Heizkessel weglaufenden Rohre wird das Wasser direkt in das Gerät befördert, in dem es so lange durchläuft, bis es zu kalt geworden ist. Dadurch, dass die Heizkosten in den letzten Jahren gestiegen sind, ist auch diese Methode mittlerweile relativ teuer geworden.

Installation des Warmwasserspeichers

Boiler gibt es als Unter- und Übertischausführungen und sind sowohl mit als auch ohne Armatur erhältlich. Untertischgeräte benötigen eine Niederdruckarmatur.

Bei der Installation ist natürlich entscheidend, auf welche Art der Warmwasserboiler betrieben werden soll. So läuft er mit Strom, Erdgas, Flüssiggas oder Solarenergie. Je nach Energieart müssen die erforderlichen Anschlüsse in der Wohnung vorhanden sein, an die das Gerät angebracht werden kann. Deshalb sollten Sie den Boiler anhand der vorhandenen Anschlüsse auswählen.

Generell sollte man darauf achten, dass der Temperaturwählknopf bequem zu erreichen und eine Sichtkontrolle der Betriebsleuchte möglich ist. Zudem dürfen Warmwasserspeicher nur in frostfreien Räumen aufgestellt werden.

Bei der Installation wird zunächst eine Trägerschiene mit Hilfe einer Wasserwaage ausgerichtet und festgeschraubt, um anschließend den Speicherbehälter zu montieren. Falls vorhanden wird danach die Armatur angebracht. Zum Schluss werden die Wasseranschlüsse befestigt.

Soll der Boiler mit Strom betrieben werden, sollte man ihn grundsätzlich an einen eigenen Stromkreis anschließen. Diese Arbeit sollte aber immer ein Fachmann vornehmen, da sonst das Risiko einer Fehlfunktion und das eigene Verletzungsrisiko sehr hoch ist.

Der Durchlauferhitzer erwärmt das durchfließende Wasser

Unterschied: Boiler und Durchlauferhitzer

In vielen Haushalten befindet sich ein Durchlauferhitzer statt eines Boilers. Der Unterschied besteht in der Warmwasseraufbereitung:
Ein Warmwasserboiler erhitzt das Wasser und speichert es. Im Gegensatz zum Durchlauferhitzer, der das Wasser erwärmt, während es durch das Gerät fließt.

Daher lohnt sich die Anschaffung eines Boilers nur, wenn regelmäßig große Wassermengen benötigt werden, weil er ein höheres Fassungsvolumen als der Durchlauferhitzer hat. Allerdings sind sie im Betrieb teurer, weil sie das Wasser dauerhaft erhitzen, selbst wenn es nicht benötigt wird. Dagegen wärmt der Durchlauferhitzer das Wasser nur bei Bedarf auf.

Doch egal, ob Boiler oder Durchlauferhitzer: Strom ist die teuerste Betriebsmöglichkeit, weshalb man sich, sofern man die Anschlüsse zur Verfügung hat, für ein Gerät entscheiden sollte, das mit Öl, Gas oder Solarenergie betrieben werden kann.

Energiespartipps für Warmwasserboiler

Der Energieverbrauch und die Kosten für die Warmwasseraufbereitung hängen zum einen von der Verbrauchsmenge und zum anderen von der Energieart ab, mit der das Gerät betrieben wird.
Die Warmwasseraufbereitung mit Strom wird vor allem dann teuer, wenn der Boiler selten benutzt wird, da er sich trotzdem in Bereitschaft befindet. Auf diese Weise entstehen hohe Energieverluste, die es versucht auszugleichen, um das Wasser auf einer bestimmten Temperatur zu halten.

Allerdings sollten Sie bei einem geringen Wasserverbrauch nicht versuchen, durch eine niedrige Betriebstemperatur Energie zu sparen. Sonst entwickeln sich Bakterien im Warmwasserspeicher und verunreinigen das Wasser. Die Betriebstemperatur sollte daher immer über 60 Grad liegen.

Trotzdem kann man mit einem elektronisch beheizten Boiler Energie sparen: So muss der Warmwasserspeicher die Wassertemperatur nachts nicht aufrechterhalten. Gleiches gilt, wenn man tagsüber nicht im Haus ist. Die genauen Zeiten regelt eine Zeitschaltuhr, für die man die Anschaffungskosten schon nach wenigen Tagen reingeholt hat. Sie sorgt dafür, dass der Boiler nur zu den eingestellten Zeiten in Betrieb ist. Befinden Sie sich längere Zeit nicht in der Wohnung, z. B. im Urlaub, kann er vollständig abgeschaltet werden.

Dezentrale Warmwasserversorgung

In einem Wohnhaus mit mehreren Parteien ist eine dezentrale Warmwasserversorgung von Vorteil, da die Boiler dort angebracht werden, wo sie gebraucht werden und sich in der Größe anpassen lassen. Beispielsweise werden in der Küche und im Bad größere Boiler benötigt als auf einem Gäste-WC, bei dem höchstens für das Waschbecken warmes Wasser erhitzt wird.

Vor allem ermöglichen diese lokalen Warmwasserspeicher eine exakte Kostenabrechnung und die kurzen Leitungswege verringern den Wärmeverlust.

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Solarspeicher-Boiler als Alternative zum Warmwasserspeicher

Eine kostengünstigere Möglichkeit, einen Boiler zu betreiben, ist Solarenergie. Diese Variante lohnt sich vor allem deshalb, weil solche Solarspeicher höhere Speichervolumen als die „normalen“ Geräte haben.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Boilern sind sie in zwei Bereiche eingeteilt: Unten im Speicher steht das kalte Wasser, welches durch Spiralen erhitzt wird und durch seine geringere Dichte im Kessel nach oben steigt. Von dort aus wird es zur Verbrauchsstelle weitergeleitet. Durch die hohe Wärmedämmung geht selbst bei mehrtägiger Speicherung kaum Wärme verloren.

Solarspeicher-Boiler arbeiten mit zwei Wärmetauschern. Der Erste ist im unteren Bereich des Speichers angebracht und gibt bei geringen Temperaturschwankungen Wärme an den Speicher ab. Der Zweite ist im oberen Bereich montiert und dient zur Nachheizung, wenn die solare Wärme bei schlechtem Wetter oder im Winter nicht zur Bedarfsdeckung ausreicht. Dieser Tauscher ist meistens mit der Zentralheizung verbunden.

Das folgende Video zeigt Ihnen, wie die Warmwasserversorgung über einen Solarspeicher abläuft:

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Bildnachweis
1. "Wasserboiler" (Kochendwassergerät.JPG) von Tetris L, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
2. "Durchlauferhitzer von Vaillant" (Durchlauferhitzer Vaillant.JPG) von Heidas, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten

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