Schimmel an der Wand

Schimmelflecken an Wänden und Decke entfernen

Schimmelpilzflecken in Haus und Wohnung sehen nicht nur hässlich aus, sondern bergen für empfindliche Menschen auch gesundheitliche Risiken. Häufig befinden sie sich auch an Orten, an denen sie mit dem bloßen Auge gar nicht zu erkennen sind, z. B. hinter Tapeten oder Möbeln.
Schimmelpilze wachsen überall, wo es feucht ist. Deshalb siedeln sie sich besonders gerne in Badezimmern oder Küchen an, da der hier entstehende Wasserdampf sich an den Wänden absetzt und so die Schimmelbildung begünstigt. Ursache für vermehrten Schimmel an der Decke und an Wänden können jedoch auch Defekte an Bausubstanz oder Dächern sowie Wasserschäden oder unsachgemäßes Lüften sein.
Unabhängig von der Ursache ist es wichtig, den Schimmel sofort zu entfernen und vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Welche Sofortmaßnahmen Mieter und Hausbesitzer ergreifen können und wie sie eine erneute Schimmelbildung verhindern, erklären wir im Folgenden.

Schimmelflecken erkennen

Wer schwarze oder braune Flecken an Decke, Wänden, Silikon-Fugen oder  Einrichtungsgegenständen entdeckt, sollte schnell Gegenmaßnahmen ergreifen, damit sich der Schimmel nicht ausbreitet oder festsetzt. Kleinere Schimmelstellen, z. B. an Duschabtrennungen, lassen sich selbst entfernen.  Hierzu wird die befallene Stelle mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch gründlich gesäubert und anschließend mit einem im Handel erhältlichen Schimmelentferner behandelt, der die Sporen abtötet. Alternativ lässt sich auch hochprozentiger Alkohol verwenden. Staubmaske tragen! Das verwendetete Tuch oder die Bürste muss anschließend entsorgt werden.
Größere Schäden müssen durch eine sachkundige Firma fachgerecht saniert werden. Anschließend gilt es, die eigentliche Ursache für das vermehrte Schimmelpilzwachstum zu beseitigen, da es ansonsten zu einem neuen Befall kommt.

Dem Schimmelbefall vorbeugen

Um die Gefahr künftig zu verringern, sollten alle Wohnräume – insbesondere Bad und Küche – mehrmals täglich gelüftet werden. Jedoch reicht es nicht aus, die Fenster nur zu kippen, da der Luftzug das Kondenswasser nicht vollständig trocknet und kein Luftaustausch erfolgt. Besser ist das sog. Stoßlüften. Dabei werden alle Fenster für fünf Minuten weit geöffnet, sodass die Luft vollständig ausgetauscht wird und die Feuchtigkeit nach draußen gelangt. Selbst im Winter beugt diese Methode der Schimmelbildung vor. Zudem wirkt sie sich kaum auf die Heizkosten aus, da die Räume nicht auskühlen.
Bildet sich wiederholt Schimmel, empfiehlt sich die Anschaffung eines Hygrometers, auch Feuchtigkeitsmessgerät genannt, das die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen ermittelt. Diese sollte auf Dauer 65 bis 70 % nicht überschreiten. Damit die Luft auch hinter den Möbeln zirkulieren kann, sollte die Einrichtung einige Zentimeter von den Wänden aufgestellt werden.

Ein spezielles Messgerät misst die Feuchtigkeit in den Wänden

Den Feuchtgehalt der Wände kontrollieren

Zur rechtzeitigen Erkennung von Feuchtigkeit in Wänden und demnach zur Vorbeugung von Schimmelbefall in Wohnräumen, gib es spezielle Messgeräte, mit denen Bewohner die Raumfeuchtigkeit ermitteln. Solche Geräte sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Für Heimwerker sind praktische kleine Geräte empfehlenswert, die – je nach Modell – den Feuchtigkeitsgehalt sowohl in Holz als auch in Beton und Estrich messen. Zwar sind sie nur innerhalb eines bestimmten Feuchtigkeitsbereiches einsetzbar, z. B. 0 bis 60 %, doch genügt dieser für den privaten Gebrauch.
Für die Messung drücken Sie die Kontakte auf die Wand oder das Holz, wählen die entsprechende Einstellung für den Baustoff und starten den Vorgang. Nach wenigen Sekunden zeigt es bereits das Ergebnis an.

Schimmel durch feuchte Wände

Hat die Messung eine hohe Feuchtigkeit in der Wand ergeben, ist eine gründliche Schadensanalyse wichtig. Diese sollte durch einen Fachmann durchgeführt werden, der gleichzeitig feststellt, wie tief die Feuchtigkeit bereits in die Wand und den Boden gedrungen ist.
Denn Schimmel an feuchten Wänden lässt sich auf unterschiedliche Faktoren zurückführen: Zum Beispiel sind die Außenwände wegen einer mangelnden Außendämmung zu kalt. Stehen die Möbel dort zu dicht an der Wand, wird dieser Bereich unzureichend belüftet und es bilden sich Schimmelflecken.
In diesem Fall reicht es nicht aus, den Schimmel zu entfernen, denn die Wand bleibt weiterhin schlecht gedämmt, sodass sich neue Stellen bilden. Daher ist unter Umständen eine neue Außendämmung sowie eine Erneuerung des Putzes notwendig. Außerdem sollten die Möbel mindestens fünf Zentimeter Abstand zur Wand haben.
In anderen Fällen sammelt sich Kondenswasser an Übergängen zwischen Decke und Wand oder Boden und Wand, sodass sich Schimmel an der Decke oder in den Ecken bildet. Je nach Sachlage ist ebenfalls eine Sanierung und eine verbesserte Dämmung erforderlich, um ihn dauerhaft zu entfernen.
Allerdings sollten Bewohnern unbedingt einen Sachverständigen zu Rate ziehen, da durch eine nachträgliche Dämmung Folgeschäden entstehen können.

Küche und Bad mit Feuchtraumfarbe streichen

Wer wegen des Schimmelsbefalls die Wände streichen muss, sollte in Küche und Bad hochwertige Feuchtraumfarbe auf Basis einer Reinacrylatdispersion verwenden. Diese eignet sich speziell für Räume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Feuchtraumfarben enthalten Zusätze, durch die sie resistenter gegenüber Schimmel werden und so der erneuten Bildung vorbeugen. Ebenso eignen sich Lehmfarben und Kalkfarben durch ihre antibakterielle sowie fungizide Wirkung. Aber vorher müssen die Schimmelflecken unbedingt entfernt werden, da sie in der Wand schnell wieder durchschlagen.

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Marco , d. 23-10-14 17:21:

Danke für die Tipps. :)

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Bildnachweis
1. "Schimmel an der Wand": © Verband Privater Bauherren (VPB)
2. "Feuchtigkeitsmessgerät für Wände": © Verband Privater Bauherren (VPB)

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