Nanoversiegelung: So schützen die Nano-Partikel

Selbstreinigungseffekt dank Nanotechnologie

Als Lotus-Effekt wird die geringe Benetzbarkeit einer Oberfläche bezeichnet, wie sie in den 70er Jahren zuerst bei der Lotuspflanze beobachtet werden konnte. Regentropfen perlen an den Blättern der Lotusblume ab und nehmen dabei alle Schmutzpartikel, die auf der Oberfläche vorhanden sind, mit. Dieser Effekt, welcher auf die extrem hydrophobe (wasserabweisende) Oberflächenstruktur der Lotuspflanze zurückzuführen ist, wird als Lotus-Effekt bezeichnet.

In den 90er Jahren wurde die bis dahin nur in der Natur zu beobachtende Fähigkeit der Selbstreinigung in biometisch-technische Produkte übertragen. Diese sind mit dem Markennamen Lotus-Effekt gekennzeichnet.

Produkte der Nanotechnologie sind inzwischen auf unterschiedlichsten Oberflächen anwendbar und erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegenüber Schmutz und anderer schädlicher Umwelteinflüsse dauerhaft, indem sie die Oberfläche durch eine dünne Schicht aus Nanopolymeren schützen.

Der Einsatz von Reinigungsmitteln ist nicht länger notwendig, da Verschmutzungen nun einfach mit klarem Wasser entfernt werden können. Der Reinigungsaufwand wird somit minimiert und die Pflege optimiert!

Nano-Partikel haben, verglichen mit ihrem Volumen, eine sehr große Oberfläche. Ihre speziellen Stoffeigenschaften werden bis heute bei der Entwicklung nanotechnologischer Neuheiten genutzt.

Betrachtet man Oberflächen, die mit einer Nanobeschichtung versehen wurden, unter dem Mikroskop, so erkennt man sehr deutlich, wie sich ein Netz aus Nano-Polymeren über die Oberfläche zieht, welches sich eng mit der Oberfläche verbunden hat.

Wirkung von Nanomaterialien auf Gesundheit und Umwelt

Durch das Projekt NanoCare ist es gelungen, weiteres Wissen über die
Auswirkungen von Nanomaterialien auf Gesundheit und Umwelt zu
erschließen. An diesem Projekt waren 15 Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligt, welche drei Jahre lang die Auswirkungen industriell hergestellter Nanomaterialien auf die Gesundheit erforschten.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
geförderte Projekt trage maßgeblich dazu bei, eine weitere Grundlage für
die sichere und verantwortungsvolle Entwicklung der Nanotechnologie zu
schaffen, so Dr. Peter Nagler, Leiter des Innovationsmanagements des
Geschäftsfelds Chemie von Evonik.

Anlässlich der Abschlussveranstaltung von NanoCare in Berlin, bezeichnete Dr. Nagler das Projekt NanoCare aus Evonik-Sicht als vollen Erfolg.

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Bildnachweis
1. "Lotusblaetter Regen" (LotusPlant by ArchiKat) von ArchiKat, Lizenz: CC BY 3.0, zugeschnitten