Hausbau mit Eigenleistung: Tipps zur Kosteneinsparung durch Eigenleistung

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Für viele Familien ist das Eigenheim ein Lebenstraum. Doch der Hausbau ist immer mit einer großen Investition verbunden, die nicht jeder gleichermaßen stemmen kann oder möchte. Schließlich dauert das Abzahlen einer Immobilie oft mehrere Jahrzehnte. Da liegt es nahe, Kosten zu sparen, indem man  selbst „Hand anlegt“. Im Volksmund werden solche Selbstarbeiten auch „Muskelhypothek“ genannt. Das Konzept funktioniert, je nach Fähigkeitsgrad, in etlichen Bereichen des Hausbaus: ob nun bei grundlegenden Arbeiten wie Mauern hochziehen, dem Einbau sanitärer Anlagen oder bei gestalterischen Aufgaben, etwa dem Tapezieren oder Teppichverlegen.

Generell gilt: Je mehr Hände anpacken, umso schneller können die Arbeiten realisiert werden. Doch Vorsicht: Nicht alle Eigenleistungen sparen wirklich Kosten. Es gibt viele Teilprojekte beim Hausbau, die Fachkenntnisse und handwerkliche Kompetenz erfordern. Alle selbst verursachten Mängel führen zu neuen Kosten und bedeuten oft auch eine Bauverzögerung. Das Kostenrisiko besteht vor allem bei den Gewährleistungsansprüchen. Kann bei Mängeln nicht akkurat zwischen den Fremdleistungen des Bauunternehmens und den Eigenleistungen unterschieden werden, riskieren Sie eine Zahlungsverweigerung durch die Versicherungen. Der Hausbau in Eigenregie sollte deshalb gut geplant werden. Aufgaben, bei denen Unsicherheiten bei Ihnen oder Ihren Helfern herrschen, geben Sie besser in professionelle Hände.

Was geht selbst und was sollte der Profi machen?

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So lobenswert eine hohe Motivation für die Eigenleistung ist: Meiden Sie es, sich einem zu hohen Risiko auszusetzen und behalten Sie immer die eigenen Grenzen im Auge. Denn es gibt Leistungen beim Hausbau, die ausschließlich Profis übernehmen sollten. Dazu zählen unter anderem alle Elektro-Arbeiten. Dasselbe gilt für die Sanitär- und Heizungsarbeiten. Lassen Sie bei derlei Hauptgewerken wirklich nur Helfer heran, die über fundierte Kenntnisse in diesem Gebieten verfügen. Wenn bei anspruchsvollen Aufgaben, die Kenntnisse über Bau- und Installationsvorschriften erfordern, etwas schief geht, dann kann Sie das teuer zu stehen kommen. Das betrifft nicht nur Kosten für Nachbesserungsarbeiten durch den Fachmann, sondern gegebenenfalls auch Abstrafungen durch die Bauaufsichtsbehörde. Ausreichende Kompetenz erfordern auch Arbeiten am Rohbau: Nicht jeder kann Mauern hochziehen oder Fenster einbauen. Ziehen Sie deshalb einen qualifizierten Rohbauer zurate. Allerdings: Wenn Sie über einen Helfer verfügen, der das Mauern beherrscht, dann können Sie hier erhebliche Kosten einsparen. Wie der Verband Europäischer Selbstbau-Partner (VES) festgestellt hat, lassen sich bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus so etwa 22.000 Euro einsparen!

Gute Ergebnisse mit Eigenleistung können etwa in der Gartengestaltung und im Innenausbau erzielt werden. Dazu zählen neben Maler- und Tapezierarbeiten unter anderem auch die Außen- und Innenisolierung und Dämmung, das Verlegen von Auslegwaren oder Laminat sowie die Gestaltung der Außenanlage. Grundsätzlich eignen sich besonders jene Gewerke, die einen einfachen Schwierigkeitsgrad besitzen und für die kein Wissensstand bezüglich baulicher Regelwerke vonnöten ist. Schließlich können Einsparungen bei den Lohnkosten das Gesamtbudget erheblich schonen. Das Anlegen eines Gartens erfordert etwa je nach Größe bis zu 45 Stunden Arbeit. Natürlich ist der Gartenbau eine aufwendige Prozedur, doch für Liebhaber der Gartenarbeit ist es auch eine reizvolle Herausforderung.

Eine clevere Organisation spart bares Geld!

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Das Übernehmen von Eigenleistungen am Hausbau erfordert eine Menge Zeit. Dieser Punkt wird von vielen Bauherren aber oft unterschätzt. Fakt ist, dass ungelernte Arbeitskräfte für einzelne Aufgaben weit länger brauchen als Handwerker. Nach Aussagen des Verbands Privater Bauherren (VPB) schaffen Laien in derselben Zeit wie gelernte Fachkräfte maximal zwei Drittel des Projektes. Wer das weiß, kann ganz realistisch planen. Als Richtwert empfiehlt der Bauherren-Schutzbund (BSB) deshalb, die Eigenleistung nur für etwa fünf bis zehn Prozent der Baugesamtkosten anzusetzen. Sprechen Sie sich deshalb unbedingt im Vorfeld mit Ihrem kooperierenden Bauunternehmer ab. Fragen Sie ihn, welche Eigenleistungen Sie und Ihr persönliches Team übernehmen können und was Sie dazu benötigen. Erstellen Sie weiterhin einen Plan mit den Materialien, die für das Projekt gebraucht werden. Um hierbei zusätzliche Kosten zu sparen, lohnt sich ein Preisvergleich von verschiedenen Anbietern und Baumärkten. 

Klären Sie unbedingt im Voraus – gemeinsam mit Ihren Bauhelfern – wie viel Zeit Sie wöchentlich auf der Baustelle verbringen können. Wie viel Urlaub ist jeder bereit, für das Bauprojekt zu opfern? Wie viele Stunden können Sie neben der regulären Arbeitszeit für den Bau aufwenden? Suchen Sie das Gespräch mit Ihren helfenden Freunden und Verwandten. Klären Sie, wer welche Aufgaben übernehmen kann und in welcher Reihenfolge diese erfolgen müssen. Es ist wichtig, eine wenigstens grobe Schrittfolge vorliegen zu haben, sonst kann es schnell zu Verwirrungen und doppelten Einsätzen der Helfer kommen.  Das gilt besonders, wenn Sie mehr als zehn Bauhelfer vor Ort haben. Sie verschwenden Motivation und Zeit Ihrer Freunde, wenn nicht jeder weiß, an welchen Tagen er wirklich da sein muss, um zügig die zugeteilten Arbeiten durchzuführen. Unklarheiten verzögern wiederum die Bauzeit. Legen Sie also einen Plan an (in Abstimmung mit dem Bauunternehmen), in dem festgelegt wird, wer was macht, wann die Aufgaben erfolgen und wie viel Zeit dafür benötigt wird. Da den meisten Bauhelfern die Routine fehlen wird, sollte die Dauer großzügig geplant werden. Der Plan muss in die Baufolge des Bauunternehmens integriert werden, sonst kollidieren Fremd- und Eigenleistungen womöglich bei der Durchführung.

Sichern Sie sich im Voraus rechtlich und finanziell ab!

Bevor Sie jedoch mit den Eigenleistungen tatsächlich beginnen, müssen Sie sich in einigen Punkten rechtlich und finanziell absichern. Die Arbeitsgemeinschaft Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV) gibt hierzu einige nützliche Tipps. Zum einen brauchen Sie einen qualifizierten Bauleiter, Handwerksmeister oder Architekten, der die Bauaufsicht über die Eigenleistungen übernimmt. Dieser trägt die Verantwortung auf der Baustelle und übernimmt in den meisten Bundesländern die Aufgabe, der Bauaussichtsbehörde ganz offiziell sowohl den Baubeginn und die Rohbaufertigstellung als auch finale Fertigstellung zu melden. Laien können diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht übernehmen, sodass Bauherren in den meisten Fällen nicht infrage kommen. Auch sollte die Beaufsichtigung nicht als Aufgabe nebenbei erledigt werden. Es ist für alle Beteiligten wichtig, dass der Aufseher seine Verantwortung ernst nimmt und alles sorgfältig prüft. Stress und Zeitdruck sind schlechte Berater beim Hausbau – insbesondere, wenn Eigenleistungen geplant sind.

Auch deshalb sollten Sie die Eigenleistungen, die Sie bereits in der Planung mit den Bauunternehmen in die Baufolge integriert haben, noch einmal in einem Vertrag exakt festhalten. Dabei sollte genau aufgeschlüsselt werden, welche Leistungen in Eigenregie geplant sind und welche durch Fremdunternehmen erbracht werden. Dieser Schritt ist wichtig, um – etwa bei eventuellen Baumängeln – die Zuständigkeit zweifelsfrei klären zu können. Hier stehen Ihnen Baurechtler beratend zur Seite. Für Schäden, die durch eigenständig geleistete Gewerke entstehen, haftet der Bauherr selbst. Um die Bauhelfer abzusichern, müssen Sie entweder eine private Versicherung abschließen oder eine gesetzliche Unfallversicherung erreichen. Letztere erwirken Sie, indem Sie die Eigenleistungen bei der Bau-Berufsgenossenschaft melden. Lassen Sie sich von Experten für Baurecht und Versicherungsfachleuten beraten, um eine möglichst wasserdichte Absicherung für alle Eventualitäten zu erreichen.

Es geht los: Tipps für Innenausbau

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Nachdem alle administrativen und organisatorischen Anliegen geklärt sind, können Sie endlich loslegen. Dabei bieten sich Ihnen sowohl bei der Ausführung als auch bei der Materialwahl viele Möglichkeiten, um bares Geld zu sparen. Das beginnt bei der Errichtung von nicht tragenden Wänden und endet bei der Wahl der Fenster und Türen. Beim Materialkauf gilt es  stets, eine günstige Alternative zu teuren Produkten zu finden. Dadurch wird das Baubudget geschont und es können Investitionen an anderer Stelle getätigt werden. Doch nicht immer ist die billige Variante auch die bessere. Bei funktionalen Materialien, wie Dämmstoffen oder Tapetenkleister, ist die Qualität entscheidend. Nicht umsonst besagt ein Sprichwort „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Finden Sie beim Einkauf einen guten Mittelweg, dann verbauen Sie Qualität zu günstigeren Preisen. Geld sparen Sie auch bei dekorativen Materialen wie Tapete, Bodenbelag oder Wandfliesen. Im Internet finden sich zahlreiche Online-Shops, die günstigere Preise bieten als der Fachhandel um die Ecke.

1. Wände, Wärme- und Schalldämmung

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Beim Hausbau wird zwischen tragenden und nichttragenden Wänden unterschieden. Wenn Sie in diesem Bereich selbst aktiv werden wollen, dann konzentrieren Sie sich auf die nichttragenden Wände. Das ist weniger riskant. Auch beim Thema Isolierung und Wärmedämmung können Sie mit Eigenleistungen sparen. Zwischenwände stellen Sie relativ unkompliziert aus Porenbeton-Steinen her oder mithilfe eines Ständerwerks aus Gipskartonplatten und Holz- oder Metallprofilen. Achtung: Porenbeton ist zwar ein leichtes Material, aber die Schallschutz-Eigenschaften sind nicht sehr ausgeprägt. Besprechen Sie Ihr Vorhaben mit einem Statiker, um die Deckenbelastung im Rahmen zu halten. In punkto Wärmedämmung schreibt Ihnen die Energieeinsparverordnung vor, wie diese genau auszusehen hat. Als Material werden bei der Wärmedämmung im Innenbereich üblicherweise spezielle Dämmplatten verwendet.

Planen Sie hingegen eine Wärmedämmung über den Außenbereich, dann können Sie wählen zwischen Glas- oder Steinwolle und Dämmplatten aus Faserzement oder Kalziumsilikat. Welche Dämmung für Ihr Bauvorhaben die richtige ist, erfahren Sie von einem Berater für Wärmedämmung. Oder Sie wenden sich erst an Ihren Bauunternehmer. Der hat möglicherweise nützliche Kontakte, die Ihnen weiterhelfen. Bei beiden Dämmarten kommt es auf die Bauweise an. Ein Holzhaus wird anders gedämmt als ein massives Steinhaus.

2. Fenster und Türen

Fenster bringen Licht und Luft in einen Raum. Deshalb sollten für jeden Raum eine angemessene Anzahl Fenster eingeplant werden. Eine nützliche Richtlinie besagt, dass für eine ausreichende Belichtung die kalkulierten Fensterflächen wenigstens zehn Prozent der Bodenfläche ausmachen müssen. Sowohl Türen als auch Fenster dienen zudem der Wärmedämmung. Hier gilt: Je höher die Qualität, umso besser sind die dämmenden Eigenschaften. Der Markt bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Fenster- und Türarten, sodass der gestalterischen Freiheit kaum Grenzen gesetzt sind. Das gilt auch bei der Optik: Einigen Sie sich bei der Wahl der abschließenden Elemente wie Fenster und Türen auf Stil und Material. Wünschen Sie sich Holz- oder Kunststofffenster? Türen aus Glas oder in einem attraktiven Materialmix? Welche Farbe sollen Fenster und Türen haben? Und vor allem welche Qualitätsstufe? Der Einbau von Fenstern und Türen unterscheidet sich im Schwierigkeitsgrad. Der Einbau von Türen liegt für einen begabten Heimwerker im Bereich des Möglichen. Im Internet finden Sie detaillierte Anleitungen für den Einbau bei Neubauten.

Bei Fenstern sieht die Sachlage schon anders aus, denn an dem korrekten Einbau hängt auch die Wärmedämmung. Wenn Sie hier fehlerhaft arbeiten, dann riskieren Sie kostspielige Nachbesserungen durch einen Handwerker. Der Schwierigkeitsgrad hängt allerdings von der Fensterform ab. Den Einbau von konventionellen Fenstern ist für geschickte Heimwerker problemlos machbar. Beschäftigen Sie sich im Vorfeld mit Montageanleitungen und wägen Sie ab, ob Sie sich diese Leistung zutrauen.

3. Bodenbeläge

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Massivholzdielen, Laminat, Keramik- und Marmorplatten, Kork, Parkett, PVC, Linoleum oder Auslegware: Die Auswahl an Bodenbelägen ist gigantisch. So vielfältig sie in Material und Beschaffenheit sind, so unterschiedlich sind die Preisklassen der Beläge. Viele Bauherren investieren in einen hochwertigen Bodenbelag und sparen dann beim Verlegen, indem sie selbst Hand anlegen. Das können Sie auch! Allerdings ist hier exaktes Arbeiten notwendig und jedes Material fordert eine eigene Behandlung. Wenn Sie selbst keine Erfahrungen im Verlegen von Böden haben oder niemanden kennen, dem Sie diese Aufgabe anvertrauen wollen, dann sollten Sie sich auf einen Experten verlassen. Besonders bei preisintensiven Bodenbelägen ärgern Sie sich am Ende, wenn das Experiment misslingt. Gehen Sie das Vorhaben dennoch auf eigene Faust an, dann achten Sie darauf, den Untergrund entsprechend vorzubereiten. Er muss ebenmäßig und fest sein – kleine Unebenheiten führen zu einem unsauberen Ergebnis. Auch bei der technischen Ausführung sind Patzer ärgerlich, etwa wenn Stoßkanten nicht exakt liegen oder der Zuschnitt nicht genau passt. Doch wenn Sie sich für diese Eigenleistung entscheiden, dann sparen Sie etwa 40 Euro Lohnkosten pro Quadratmeter. Wenn das kein Anreiz ist!

Tipps für den Gartenbau

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Nicht nur beim Innenausbau finden Sie jede Menge Möglichkeiten, Kosten beim Hausbau einzusparen. Auch das eigenständige Anlegen eines Gartens bietet ein enormes Sparpotenzial. Schon die Planung einer ansprechenden Gartenanlage kostet bei einem Landschaftsgärtner schnell mehrere Hundert Euro. Anschließend kommt noch der Bau einer Terrasse hinzu, das Anlegen eines Teichs, der Bau eines Geräteschuppens, das Anpflanzen von Sträuchern, Bäumen und Blumen – und so weiter. Je nach Gartengröße und Aufwand können Sie hier mit der eigenen Muskelkraft zwischen 2.000 bis 4.000 Euro sparen.


Nutzen Sie für die Gartenplanung in Eigenregie verschiedene Instrumente. Holen Sie sich in Fachzeitschriften für Heim und Garten Anregungen für die Gestaltung Ihrer eigenen grünen Oase. Berechnen Sie die Einteilung mithilfe einer speziellen PC-Software für Gärten. Diese ermöglichen die Planung für unterschiedliche Naturräume und geben Platz für Individualität. Moderne Programme nutzen sogar 3D für eine plastische Darstellung. Wer es lieber klassisch mag, der nimmt einen Block Papier und einen Stift zur Hand und skizziert den Garten selbst. Verwenden Sie für die Genauigkeit den Grundstücksplan als Vorlage und pausen Sie Ihre Ideen auf ein leeres Blatt Papier. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie den richtigen Maßstab einhalten, sonst stimmt Ihr Entwurf am Ende nicht.

Erstellen Sie sich nach Abschluss der Planung unbedingt eine Materialliste inklusive der Preise für Terrasse, Gartenwege, Pflanzen, Kies usw. Indem Sie alle Posten samt der anfallenden Menge auslisten, erhalten Sie einen Überblick über das benötigte Budget und können bei Bedarf noch Anpassungen vornehmen. Ein Garten, der überwiegend aus Rasen besteht, ist natürlich entsprechend günstiger in der Gestaltung als ein verspieltes Biotop mit zahllosen Details. Erst wenn alles durchkalkuliert und organisiert ist, starten Sie mit der Gartengestaltung. Mit ein paar helfenden Händen können Sie sich Ihr persönliches Pflanzenparadies in kürzester Zeit selbst herrichten. Sollte das Budget nicht für die sofortige Fertigstellung reichen, dann vollenden Sie den Garten einfach nach und nach in Teilschritten.

Fazit: Mit Eigenleistungen sparen Sie Tausende Euros

Das Projekt Eigenleistung beim Hausbau ist komplex und nicht zu unterschätzen. Es gibt viele Punkte, die im Voraus besprochen, geplant und organisiert werden müssen. Die rechtliche und finanzielle Absicherung ist ein wichtiges Anliegen, das Sie als Bauherr unbedingt ernst nehmen müssen, da sonst unangenehme Konsequenzen drohen. Holen Sie sich bei größeren Projekten einen Berater ins Boot. Auch wenn dieser kostenpflichtig ist, so hilft er Ihnen letztlich mit seinem Know-how, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Nachbesserungen zu vermeiden. Halten Sie auch Ihre Bauhelfer, die in den entsprechenden Teilprojekten mitwirken, immer auf dem Laufenden und holen Sie sich – sofern genügend Erfahrung vorhanden ist – auch Rat bei Ihren Helfern. Mit den richtigen Ansprechpartnern und Bauhelfern sind Eigenleistungen in vielen Gewerken möglich. Hauptgewerke, die Auflagen und Vorschriften verlangen, sollten im Sinne der körperlichen als auch finanziellen Sicherheit hingegen an das Bauunternehmen abgegeben werden.

Daneben müssen Sie bei jedem Bauabschnitt, den Sie in Eigenleistung ausführen wollen, mit einem hohen Zeitaufwand rechnen. Vermutlich haben Sie in Ihrem Alltag nur wenig mit dem Bauhandwerk zu tun, sodass die Vorgänge nicht routiniert sind. Das erfordert Zeit in der Umsetzung. Des Weiteren ist eine umfassende Planung immer von Vorteil. Das umfasst auch das Delegieren von Aufgaben. Welcher Ihrer Helfer eignet sich für welche Tätigkeiten? Wer besitzt beim Innenausbau besondere Fähigkeiten oder wer im Gartenbau? Eine Checkliste hilft Ihnen dabei, alle möglichen Eigenleistungen zu überblicken und zu verteilen. Wenn Ihre privaten Helfer mit den passenden Projekten betraut werden, dann können diese effizient arbeiten. 

Wenn Sie all diese Ratschläge beherzigen, dann sehen Sie einem stressreduzierten Hausbau mit Eigenleistung entgegen. Das ist in vielen Punkten eine Herausforderung, doch mit Fleiß, Mut und vielen helfenden Händen rückt der Traum vom Eigenheim so in unmittelbare Nähe. Wir wünschen frohes Schaffen und viel Erfolg beim Hausbau!

Thomas Mücke, ehemaliger Wirtschaftspolizist, machte sich im Finanzbereich in beratender Funktion selbstständig und ist heute Geschäftsführer des von ihm gegründeten Kreditvergleich-Portals

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