Mit DIY und Heimwerken Geld sparen

Heimwerken spart Geld

Wer Billig kauft, kauft zwei mal?

Zwei Überschriften, die widersprüchlicher kaum sein können. Spart der Heimwerker wirklich Geld oder fühlt er sich nur wohler, weil er stolz auf seine Arbeit ist und rechtfertigt den Kauf einer neuen Tischkreissäge mit dem geplanten Bau eines neuen Tisches? Wenn die neue Säge nicht billig ist, wie soll er dann sparen?

Hier muss eine deutliche Grenze zwischen zwischen dem Heimwerker-Talent, der kleine Reparaturen selbst ausführt und dem Hobby-Heimwerker, der ganz darin aufgeht alles selbst zu werkeln, gezogen werden. Heimwerken kann Kosten sparen, als Hobby jedoch auch sehr viel Geld verschlingen. Denn beim zweiteren setzt sich letztendlich die Leidenschaft durch, die gerne außer Acht lässt, was so manches geliebte Werkzeug in der Werkstatt oder das verwendete Holz kostet.

Wir wollen beide Gesichtspunkte genauer betrachten und einige Tipps geben, wie auch das Hobby "Heimwerken" nicht den finanziellen Ruin vorprogrammiert.

Das Interesse an DIY und Heimwerken steigt – die Statistik zeigt etwas anderes!

Es ist schon kurios, die DIY-Portale, Holzwerker-Seiten und Blogs sprießen wie Pilze aus dem Boden und man hat das Gefühl, die ganze Welt dreht sich nur noch das Basteln, Do it yourself und Heimwerken. Die Statistik ist jedoch ein wenig gegenläufig. Zeigten 2013 im Schnitt noch 13,44 Millionen Deutsche reges Interesse am Heimwerken, nahm die Zahl bis 2016 gleichmäßig ab und sank auf 12,2 Millionen. Mäßig und kaum interessierte hblieben hingegen mit rund 25 und 32 Millionen konstant. Wie ist das möglich?

"Schuld" haben das Internet und die sogenannten Influencer. Influencer sind Menschen, die ihr Wissen teilen, von eigenen Dingen berichten und nebenbei Empfehlungen für Produkte aussprechen. Der Trend, dass solche Empfehlungen sich besser verkaufen lassen als direkte Werbung in TV, Radio oder Netz wurde von der Wirtschaft längst erkannt und fleißig genutzt. Blogger werden mit Werkzeuge überschüttet, die sie testen, Vorstellen und damit "kostenlos" die Werbung übernehmen. Zusätzlich können sie auf diesem Weg sogar bares Geld verdienen und das nicht zu knapp. Die logische Folge sind natürlich viele neue Blogger, die ebenso einen Teil vom großen Kuchen haben möchten.

Natürlich darf man nicht alle Blogger und Heimwerker-Seiten über einen Kamm scheren. Viele berichten einfach nur gerne von ihren Projekten und möchten ihre Erfolge mit der Welt teilen. Hin und wieder nehmen sie auch ein Werkzeug in ihren Test oder binden es in ein Projekt ein. Dagegen ist sicher nichts zu sagen und niemand stört sich daran. Der Blogger hat schließlich viel Arbeit und gibt sich Mühe, seine Leser zu unterhalten. Mit immer besser ausgebautem Internet und den günstigen technischen Möglichkeiten, ist heute jeder dazu in der Lage.

Dass uns das heimwerken im Netz fast erschlägt, zeigt demnach kein steigendes Interesse, sondern lediglich die verbesserten Möglichkeiten sein Wissen zu teilen und, dass das Internet in jeder Form zur Werbung genutzt wird.

Kleine Reparaturen selber machen spart Geld

Der Wasserhahn tropft, der Abfluss ist verstopft oder in der Waschmaschine ist der Keilriemen gerissen. Gewiefte Heimwerker wissen sich zu behelfen und beheben solche Probleme ohne, einen Kundendienst oder Handwerker beauftragen zu müssen.

Heimwerker reparieren auch einen Wäschetrockner
Heimwerker reparieren auch einen Wäschetrockner

Der Baumarkt hilft bei Problemen des typischen Alltags mit Baumaterialien, Dichtungen und Ersatzteile für die veraltete Abwasserleitung. Selbst neue Leitungen lassen sich aus Kunststoff oder Kupfer leicht mit Materialien aus dem Baumarkt verlegen.

Kritischer wird es bei Reparaturen an speziellen Geräten, wie Waschmaschine oder Geschirrspüler. Hier hilft häufig das Internet weiter. Viele Shops bieten Ersatzteile nach Herstellernummer an und selbst große Hersteller, wie Bosch geben hier Hilfe mit detaillierten Explosionszeichnungen und genau gekennzeichneten Ersatzteilen, die sogar recht günstig bestellt werden können. Dem routinierten Heimwerker wird es sogar leicht gemacht, die Reparatur günstig zu gestalten und somit Geld zu sparen. Was sollte also einem Heimwerker, der keine zwei linken Hände hat, davon abhalten kleine Reparaturen in Angriff zu nehmen?

In diesen Bereichen findet der Heimwerker deutliche Vorteile gegenüber dem Reparaturdienst oder einem beauftragten Heimwerker. Es muss hierbei natürlich abgewogen werden, wann sich Reparaturen noch lohnen oder es doch effektiver ist, ein neues Gerät zu kaufen. Vor allem ist es aber wichtig, seine eigenen Grenzen zu kennen. Während die Wasserverteilung in einem Geschirrspüler noch recht einfach gestaltet ist und sich Verstopfungen auch von eher ungeübten Personen beseitigen lassen, erfordert ein Lagerwechsel an der Waschmaschine ein gewisses Fachwissen in der Mechanik.

Wasser, Mechanik, der Austausch einer Dichtung, der Wechsel des Wasserhahns.... Das sind Reparaturen, an die man sich durchaus wagen kann. Neben den eigenen Grenzen des Fachwissens, steht aber vor allem eines im Vordergrund – die Sicherheit. Die kann bereits gefährdet sein, wenn Geräte gleichzeitig Wasser nutzen und mit elektrischer Spannung arbeiten.

Bei 230 V sollte jeder Heimwerker seine Grenzen kennen

Ich kann das, ich mache das, ich riskiere mein Leben und das Leben anderer!

Häufig sind in Foren Fragen, wie "Ich möchte eine Lampe anschließen, wo kommt welches Kabel hin?" zu lesen. Bei solchen Fragen ist Vorsicht geboten. Es gibt gesetzliche Bestimmungen, wer welche Arbeiten an elektrischen Geräten und Installationen ausführen darf.

Ein Elektriker wäre besser gewesen.
Ein Elektriker wäre besser gewesen.

Sicher ist aber auch jedem bekannt, dass sich selten an die Vorschriften gehalten wird. Auch wir möchten hier keine Moralapostel sein. Wer über die entsprechende Erfahrung und die benötigten Kenntnisse verfügt, kann in seinen eigenen vier Wänden Projekte angehen, die seinem Wissensstand entsprechen. Er muss sich natürlich bewusst sein, dass er in Eigenverantwortung handelt und gegebenenfalls seinen Versicherungsschutz verliert und zur Rechenschaft für seine Arbeiten gezogen wird.

Stößt man jedoch bereits beim Anschließen einer Lampe oder eines Lichtschalters an seine Grenzen, wie so mancher Fragensteller im Forum, bleibt nur eine Entscheidung: Finger weg und den Fachmann holen. Das Risiko ist einfach zu hoch, um sich als ungeübter an neue Aufgaben zu wagen. 

Es besteht natürlich die Möglichkeit, mit einem gelernten Elektriker kleine Aufgaben gemeinsam anzugehen und so etwas zu lernen. Die eigene Arbeit sollte sich jedoch darauf beschränken, die Vorarbeiten zu leisten und es anschließend in Fachhände zu geben.

Eigenleistungen beim Eigenheimbau senken die Kosten

Heimwerker arbeiten mit Holz, reparieren defekte Dinge, kommen in vielen Fällen aber auch aus einem handwerklichen Beruf, der es ihnen erlaubt viel am eigenen Heim zu werkeln und zu bauen. Das fängt beim Verlegen von Wasserleitungen an und muss bei Decken des Dachs noch lange nicht aufhören.

Die Muskelhypothek spart dem Heimwerker bares Geld
Die Muskelhypothek spart dem Heimwerker bares Geld

Wer ein Eigenheim plant, baut oder dabei ist, eine ältere Immobilie zu sanieren, der weiß, welche Kosten damit verbunden sind und was Handwerker kosten. Niemand möchte deren Fachkompetenz in Frage stellen, vieles kann jedoch auch in Eigenregie und einer nicht minderen Qualität umgesetzt werden. Ein einfaches Beispiel ist bereits der Einbau von Türzargen. Im Auftrag kann das mächtig viel Geld verschlingen. Bei der Verwendung von einfachen Türzargen und unter Beachtung einiger Hinweise, die leicht im Netz zu finden sind, ist jedoch fast jeder selbst in der Lage, solche Arbeiten zu übernehmen. Nachteilig ist hier fast immer nur die benötigte Zeit. Der gelernte Profi besitzt zumeist besseres Werkzeug und ist mit der Umsetzung geübter Handgriffe deutlich schneller. Wem die benötigte Arbeitszeit kein Hindernis ist, der kann die benötigten Baustoffe selber im Baumarkt erwerben und in Eigenleistung vieles günstiger umsetzen.

Deutlich spürbar wird die Eigenleistung beim Eigenheimbau in Form einer Muskelhypothek. Wer handwerklich begabt ist, findet hier viele Vorteile, denn die Muskelhypothek wird von vielen Banken als Eigenkapital angesehen.

Eigenleistung – Wenn der Bauherr Hand anlegt
Eigenleistung – Wenn der Bauherr Hand anlegt

"Als Eigenkapital" bedeutet in diesem Fall, dass Eigenleistungen in Handwerkerleistungen umgerechnet und dem Hausbauer als finanzielles Eigenkapital angerechnet werden. Wer demnach sein Dach selbst für 5000 € Materialkosten deckt und damit ein fertiges Dach schafft, welches 20000 € bei einer Dachdeckerfirma kosten würde, bringt virtuelle 15000 € Eigenkapital mit. Auf diesem Weg lässt sich sogar ein Haus komplett ohne Eigenkapital bauen. So ist im Redaktionskreis ein Eigenheim entstanden, welches einen vom Architekten festgelegten Wert von rund 240 000 € hat, durch Eigenleistungen Materiell aber nur mit 135 000 € zu Buche schlägt. Das Eigenkapital des Bauherren belief sich somit allein durch die eigene handwerkliche Umsetzung auf über 100000 €.

Solche Einsparungen sind natürlich nur möglich, wenn der Bauherr handwerklich begabt ist, sehr viel zeit investiert und letztendlich die gesamte Familie und Freunde dahinter stehen. Auch wenn viele Heimwerker gerne alleine in ihrer Werkstatt stehen, ein Hausbau ist so nicht zu realisieren. Gemeinsam mit Freunden, die eventuell sogar Fachleute in ihrem Spezialgebiet sind, macht die Arbeit Spaß, geht schneller von der Hand und spart gehörig Geld. Zu beachten sind jedoch versicherungstechnische Punkte, zu denen man sich genauestens informieren muss.

DIY und Heimwerken können als Hobby teuer werden

Nachdem anfänglich zwischen dem Heimwerker, der kleine Reparaturen selbst ausführt und dem Hobby-Heimwerker unterschieden wurde, möchten wir nun auf die zweite Gruppe eingehen. Den Hobby-Heimwerkern, Holzwerkern und DIY-Künstlern. Hierauf bezieht sich auch die zweite Überschrift, die für die Ablehnung zu Billigwerkzeugen steht. 

Smartphone-Beamer
Smartphone-Beamer
Projekte, die kosten und kein Geld sparen
Projekte, die kosten und kein Geld sparen

Heimwerker und DIY-Fans, die ihre Fähigkeiten zu ihrem Hobby gemacht haben, arbeiten oder basteln auf einer völlig anderen Ebene. Natürlich fällt es ihnen ebenso leicht kleine Haushaltsreparaturen selbst auszuführen und somit das Geld für den Handwerker zu sparen, sie geben sich aber ebenso ihrem Hobby hin, welches häufig mehr finanzielle Mittel benötigt, als durch die Umsetzung eigener Projekte eingespart wird. Hierbei entstehen Projekte, die gekauft um einiges günstiger wären oder im Grunde wenig Sinn haben, weil eigentlich gar nicht benötigt werden und nur dem eigenen Ego dienen. "Ich wollte das mal probieren und umsetzen." Wer braucht wirklich, wie rechts im Bild einen Handy-Beamer, der zwar funktioniert sich aber sicher nicht zum Filme-Abend eignet.

Wird DIY und Heimwerken zum Hobby, steht nicht mehr der Spargedanke im Vordergrund. Vielmehr geht darum, etwas eigenes zu schaffen, eigene Ideen umzusetzen und natürlich Projekte zu erschaffen, die es so nicht zu kaufen gibt. Letzteres führt auch dazu, dass man sich den Spareffekt gerne "schönredet". Kostet ein einfacher offener Schrank bei IKEA oder in einem anderen Möbelhaus rund 30 €, so ist es kaum möglich, diesen günstiger zu bauen, da bereits das Möbelholz mehr kostet. Soll der Schrank jedoch später exakt in eine Nische von 128 cm passen, so wird es diesen nicht zu kaufen geben. Selbst gebaut kann dagegen auf das gewünschte Maß eingegangen. Der selbst gebaute Schrank wäre vermutlich zwar teurer, als ein nicht ganz passendes Modell mit einer Breite von 120 cm, aber günstiger, als sich einen passenden Schrank mit einer Breite von 128 cm anfertigen zu lassen. Wer ehrlich ist, gesteht sich ein, dass die gewonnen 8 cm kaum der Grund sind, den Schrank selber zu bauen. Man(n) möchte es einfach so. Man ist stolz, dass der eigene Schrank später auf den Zentimeter genau in die Nische passt. Und es macht natürlich Spaß, in der Werkstatt zu werkeln und dabei zu erleben, wie ein Projekt entsteht. Die Aspekte "günstig" oder "sparen" rücken an die zweite Stelle.

Hinzu kommen mit steigenden Ansprüchen und immer größer werden Projekten auch die benötigten Werkzeuge. Die einfache Stichsäge reicht nun nicht mehr aus. Sie braucht mehr Leistung und muss perfekt gerade sägen. Zwar werden die Projekte besser und die Einsparung gegenüber einer beauftragten Maßanfertigung steigt, letztendlich wird jedoch mehr in das richtige Material, das Zubehör und benötigte Werkzeug investiert, das für Heimwerkeranwendungen häufig überdimensioniert ist.

Dennoch lässt sich natürlich auch beim Hobby sparen, indem man bedacht nach günstigen Werkzeugen Ausschau hält und die Materialkosten senkt. Unser nachfolgenden Tipps sollen hierbei helfen.

Tipps, wie sich beim Heimwerken sparen lässt

Ein Hobby verursacht fast immer Kosten, die gerne in Kauf genommen werden. Schließlich bedeutet Hobby Entspannung und ist ein willkommener Ausgleich zum Alltagstrott. DIY, Basteln und Heimwerken bilden da keine Ausnahme. Auch wenn hierbei etwas geschaffen wird, was den Einkauf von Möbel, Dekoration oder Hilfsmitteln erspart, entstehen am Ende mehr Kosten als Einsparungen. Es muss jedoch nicht mit Geld um sich geworfen werden und wer mit Bedacht heimwerkt, kann die Ausgaben für ein sehr schönes Hobby doch relativ gering halten. 

Hier einige Tipps, wie sich die Ausgaben minimiert werden können und sich Geld sparen lässt.

1. Die Werkstatt mit Bedacht ausstatten

Fakt ist, die perfekte Grundausstattung einer Werkstatt gibt es nicht! Begehe daher nicht den Fehler und richte Dich nach Vorgaben aus dem Netz oder Empfehlungen in Foren. Sicherlich gibt es Werkzeuge, wie die Stichsäge, die in fast jeder Werkstatt Anwendung finden. Ob Du Sie aber wirklich benötigst, hängt ganz von Deinen Arbeiten ab. Beginne Dein Hobby langsam, lerne Dich kennen, probiere Dich aus und Du wirst sehen, was Du wirklich brauchst. Hierbei kann es auch hilfreich sein, Dich in anderen Werkstätten umzusehen. Hier darfst Du sicher auch mal aktiv werden und merkst schnell, ob Dir eine Arbeit Spaß macht oder nicht.

2. Baumarkt-Hausmarken und Discounterwerkzeuge können sinnvoll sein

Sprüche, wie "Wer billig kauft, kauft zwei mal." oder "Wir sind zu arm, um billig zu kaufen." kennt sicher jeder. Stimmen müssen sie aber nicht immer, was verschiedene Gründe haben kann:

Discounter-Werkzeug spielt in der oberen Liga mit.
Discounter-Werkzeug spielt in der oberen Liga mit.
  • Du willst Dich an einem Werkzeug probieren? Dann greife ruhig zu einem günstigen Modell. Wie oft werden teure Werkzeuge gekauft, um auf Qualität zu achten und anschließend einzustauben, weil sie doch nicht wirklich eingesetzt werden. Hätte man beim ersten Kauf auf ein günstiges Modell gesetzt, wäre der Verlust geringer ausgefallen. Ein gutes Beispiel ist die Oberfräse. Viele Heimwerker können sich ein Leben ohne nicht mehr vorstellen und besitzen sogar mehrere für verschiedene Anwendungen. Andere, vom Hype angestochen, kaufen sich ein teures Modell und dann liegt ihnen die Arbeit damit doch nicht. Es ist keine Schande zu sagen "Ich komme damit nicht zurecht." Es wäre aber eine Schande 200 € für ein gutes Gerät auszugeben und es dann nicht zu nutzen. Günstige gibt es bereits für 40 € und auch diese funktionieren. Ausschlaggebend ist hierbei häufig die Qualität, Leistung oder Lebensdauer. Das bedeutet aber nicht, dass sie ihre Arbeit nicht machen. Wird Gefallen an der Oberfräse gefunden, kann das günstige Werkzeug immer noch als Zweitgerät bleiben oder später in einem Frästisch verbaut werden.
  • Discounterwerkzeuge sind sehr unterschiedlich. Es gibt tatsächlich Schrott und so manch gute Marke. Informiere Dich im Netz, was andere sagen. Wir haben beispielsweise eine Akku-Handkreissäge von Parkside getestet und mussten feststellen, dass sie für ein Drittel des Preises in der Klasse von Markenherstellern mitspielt.
  • Werkzeuge von Baumarkt-Hausmarken schneiden recht gut ab. Das liegt natürlich daran, dass jeder Baumarkt keine Lust auf ständige Kritiken hat. Sie möchten sich auf eine Marke festlegen und ihre Ruhe haben. Sicher sind solche Hausmarken kaum mit Bosch, Festool oder Makita zu vergleichen, aber für ein Bruchteil des Preises von Markenwerkzeugen, liefern sie erstaunlich gut Ergebnisse. Hinzu kommt, die häufig vergebene Garantie von 5 Jahren. Rechnet man den Preis und die Garantie zusammen, kann man sich alle 5 Jahre einen neuen Bohrhammer kaufen und hat über 25 Jahre Garantie während ein einzelnes Markengerät vom fünffachen Preis 25 Jahre durchhalten müsste und meist nur mit drei Jahren Garantie glänzen kann. Für gelegentliche Einsätze, bei denen das Gerät nicht zu häufig an seine Leistungsgrenze stößt, sind Baumarkt- Hausmarken eine echte Alternative.

3. Der Baumarkt hilft schnell, jedoch selten günstig

Der Baumarkt ist schnell erreichbar aber nicht immer günstig
Der Baumarkt ist schnell erreichbar aber nicht immer günstig

Männer lieben den Baumarkt. Er bietet Werkzeuge zum Anfassen, eine riesige Auswahl an Baumaterialien und vor allem weckt er Ideen für die nächsten Projekte. Schnell entsteht der "Heimwerkerrausch" und der Einkaufswagen wird mit dem benötigtem Material gefüllt. Jetzt heißt es einen kühlen Kopf zu behalten. Fange ich das Projekt sofort an? Muss ich nicht erst doch noch etwas planen? Kann ich eventuell ein paar Tage auf die benötigten Materialien warten?

Hand aufs Herz, die meisten Baumarkteinkäufe sind spontan, unüberlegt und enden in hohen Ausgaben. Günstig wird es selten. Sinnvoller ist es Projekte gut zu planen und Preise zu vergleichen. Vorteilhaft, dass viele Baumärkte ihr Angebot heute online stellen und den Preisvergleich erleichtern. Beispielhaft sind hierbei vor allem Schrauben, Scharniere und andere Befestigungsmaterialien. Bezahlt man im Baumarkt für zwei Topfscharniere mit Dämpfer und Klickmontage bereits 17 €, sind baugleiche Topfscharniere bei Amazon im 10er Pack für 12 € erhältlich. Ebenso deutlich ist es bei Schrauben. 150 Spax Universalschrauben schlagen im Baumarkt mit etwa 13 € zu Buche. Ebenfalls bei Amazon ist dieselbe Schraubengröße mit besserem Antrieb für 19 € bei 500 Stück von Spax erhältlich. Eine wichtige Regel lautet daher Werkzeuge und Materialien mit Bedacht zu kaufen und bereits bei der Projektplanung die preise zu vergleichen.

4. Kaufe Verbrauchsartikel auf Vorrat aber mit Bedacht

Während Werkzeuge nur nach Bedarf gekauft werden sollten, rentiert sich bei Verbrauchsmaterialien Der Einkauf größerer Mengen. Bereits Tipp 3 zeigt, dass Schrauben online in größeren Mengen deutlich günstiger sind. Je größer die Packung, desto mehr lässt sich sogar sparen und mit der Zeit schießt man sich auch auf ähnlich zu verarbeitende Materialien ein, sodass häufig dieselben Schrauben benötigt werden. Es spricht demnach nichts dagegen, Schrauben in 1000er Einheiten zu kaufen. Hat man hier einen guten Anbieter gefunden, macht es sogar Sinn gleich mehrere Größen zu bestellen. Das spart Versandkosten.

5. Auch online lässt sich handeln

Es fällt nicht jedem gleich, aber jeder sollte im Hinterkopf haben "Fragen kostet nichst und der Shopbetreiber kennt mich nicht." 

Steht ein größeres Projekt an, bei dem viele Einzelteile aus einem Sortiment benötigt werden, lässt sich mitunter ein besserer Preis durch Komplettangebote aushandeln. Ein Beispiel könnte der Einbau von Rollladenmotoren sein, zu dem verschiedene Größen benötigt werden. Die Vorgehensweise ist ganz einfach und kann ordentlich Geld sparen.

  • Such Dir online einen Shop der die benötigten Artikel anbietet. Ebay eignet sich hier ganz gut, da der Shopbetreiber direkt angeschrieben werden kann.
  • Stelle eine Liste zusammen, was Du brauchst und rechne dir den Online-Gesamtpreis für Dich aus.
  • Schreibe dem Schopbetreiber, liste ihm auf, was Du benötigst und frage, ob sich über ein Komplettpreis reden lässt.

Das war es schon und Du musst nur noch auf eine Antwort warten. Der Shopbetreiber ist auch froh, wenn er mehrere Artikel mit einem Mal verkaufen kann und er sich Schreibarbeit oder Verpackungsaufwand sparen kann.

6. Gezielte Schnäppchen durch Selbstabholung

Das erste Zauberwort lautet "Selbstabholer". Wer größeres Werkzeug verkaufen möchte, ist häufig darauf angewiesen, dass dieses abgeholt werden muss. Das verringert den Kreis der potentiellen Käufer erheblich und gerade Auktionen bei Ebay fallen in vielen Fällen sehr günstig aus. Daher einfach auf Ebay die Werzeugkategorie (hilft natürlich nicht nur bei Werkzeuge) öffnen und die Umkreissuche auf 25 km oder weniger einstellen. Anschließend noch durchscrollen und nach "Selbstabholung" Ausschau halten.

Ebay Kleinanzeigen vereinfacht es natürlich, das Angebot ist jedoch nicht so groß.

7. Günstige Werkzeuge durch B-Ware

Muss jedes Werkzeug neu sein oder stört eine beschädigte Verpackung? Wenn nicht, kann nach B-Ware und Gebrauchtes Ausschau gehalten werden. Amazon bietet hierfür die Amazon Warehouse Deals an, in denen alle Gebrauchten und guten Artikel ebenso gelistet werden, wie in anderen Kategorien. Der Vorteil ist natürlich, dass diese geprüft und gut nach Gebrauch oder Schäden beschrieben werden.

Gleiches funktioniert bei Ebay, wenn auch nicht so gut sortiert. Sucht hier einen Verkäufer, der B-Ware (keine gebrauchte) anbietet. Meist stecken hier Firmen dahinter die vertraglich alle Rücksendungen von Versandhäusern und Onlineshops für kleines Geld aufkaufen und diese dann selbst als B-Ware anbieten.

8. Die Tiefpreisgarantie in Baumärkten effektiv nutzen

Günstiges Werkzeug mit der Tiefpreisgarantie
Günstiges Werkzeug mit der Tiefpreisgarantie

Die Tiefpreisgarantie von Baumärkten ist eine feine Sache, aber leider fällt der Vergleich häufig schwer. Daher aboniert Newsletter von Baumärkten im Umkreis und vergleicht Sonderangebote mit den Preisen in Eurem Baumarkt. Konzentriert Euch aber hauptsächlich nach Baumärkten die nicht direkt im Ort oder Nachbarort ansässig sind. Viele Baumärkte begrenzen ihre Tiefpreisgarantie auf eine vorgegeben Entfernung, diese solltet Ihr ausnutzen, denn auch für die Baumarktmitarbeiter ist es schwer, alle Angebote im Auge zu behalten, um die eigenen Preise anzupassen.

Aber selbst, wenn Ihr ein gutes Angebot gefunden habt, solltet Ihr im Baumarkt nicht einfach das Prospekt auf den Tisch legen und erwarten, dass Ihr nun das Werkzeug zum Angebotspreis abzüglich der Tiefpreisgarantie bekommt. Denn schnell kann der Mitarbeiter sagen, dass das gute Stück bei ihnen gerade ebenso viel kostet – es wurde halt nur nicht ausgeschrieben.

Daher als erstes zu einem Mitarbeiter gehen, sagen wonach ihr sucht und nach dem Preis fragen. Erst, wenn der bestätigt wurde, mit dem Angebot des anderen Baumarktes nach der Tiefpreisgarantie fragen. Andernfalls kann es passieren, dass Ihr zwar nur den günstigeren Preis zahlen müsst, aber die Einsparung durch die Tiefpreisgarantie verliert.

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