Feuerwerk ganzjährig - zur Hochzeit, zum Geburtstag oder für ein Volksfest

Feuerwerk: nicht nur schön zu Silvester, sondern eine Aufwertung anderer festlicher Anläße

Auch nach Silvester dürfen die Raketen knallen

Nur zwischen jedem 28. und 31. Dezember stehen Raketen und Böller in den Geschäften zum Verkauf. Schade, finden viele. Denn ein Feuerwerk verleiht jeder Feier besonderen Glanz ob Mutters 60. Geburtstag im Juni oder der Hochzeit des besten Freundes im August.


"Raketen und Böller dürfen eigentlich nur an Silvester und Neujahr gezündet werden aber mit einer Genehmigung ist dies auch bei anderen Anlässen erlaubt", sagt Anja Hamann, Sicherheitsexpertin beim Infocenter der R+V Versicherung. "Ohne Erlaubnis drohen hingegen Geldbußen von mehreren Tausend Euro", warnt sie. Wer sich zum Jahresende mit Feuerwerkskörpern eindecken möchte, kann dies problemlos tun: Die Lagerung von Feuerwerkskörpern für den Eigengebrauch ist erlaubt.

Die meisten Städte und Gemeinden fordern einen schriftlichen Antrag, um das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Klasse II die handelsüblichen Silvesterknaller und Raketen zu genehmigen. Dieser sollte mindestens vier Wochen vor dem geplanten Termin beim zuständigen Ordnungs- oder Umweltamt eingehen. Neben dem Namen des Antragstellers, dem Anlass und dem Zeitpunkt des Festes werden darin Informationen zur Art des Feuerwerks und zum Abbrennplatz inklusive Umgebungsskizze verlangt. Im Zweifelsfall kann das Amt den Antrag an die Feuerwehr weiterleiten, die den Ort inspiziert auf Kosten des Antragstellers.

Die Chance für eine Erlaubnis steigt, wenn die Stelle abseits von Gebäuden und Bäumen liegt. Aussichtslos ist ein Antrag dagegen in der Nachbarschaft von Krankenhäusern, Alters- oder Kinderheimen. Aber nicht nur der Ort des Feuerwerks, sondern auch die Art der Sprengkörper selbst ist wichtig: "Je höher die Raketen fliegen, desto größer sollte der Abstand zu Häusern und Pflanzen sein", weiß Hamann. Ebenfalls wichtig: Eine vorhandene Haftpflichtversicherung springt nur ein, wenn eine Genehmigung vorliegt.


Um Unfälle zu vermeiden: trocken lagern

Um Unfälle schon im Vorfeld zu vermeiden, Knall- und Leuchtkörper unbedingt richtig lagern. Das R+V-Infocenter rät, die Reste der Neujahrsnacht original verpackt aufzubewahren. Außerdem muss gewährleistet sein, dass sie außerhalb der Reichweite von Kindern liegen. Besonders wichtig ist eine trockene Lagerung: "Wenn Schwarzpulver Feuchtigkeit zieht, brennt es nicht mehr so ab wie vorgesehen", warnt Hamann. Mögliche Folge: Die Raketen fallen viel zu früh zu Boden und brennen daher noch. Mehr Informationen erteilt die R+V Versicherung.

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