Rauchmelder retten Leben

Etwa 600 Menschen sterben pro Jahr durch Wohnungsbrände. Dabei sind die Flammen nicht die eigentliche Gefahr: Die meisten Opfer werden durch giftige Rauchgase hervorgerufen, die teils bereits nach kurzer Inhalationszeit zum Tod führen können.

Rauchmelder sind daher nicht auf die Erkennung der Flammen, sondern auf die Erkennung der Rauchgase ausgerichtet. Bereits geringe Konzentrationen lösen einen Alarm aus und verhüten Schlimmeres.

Doch wie werden Rauchmelder richtig installiert, wer muss Rauchmelder installieren und wie vermeidet man häufige Fehlalarme? All dies klärt dieser Artikel kompakt und verständlich auf. 

Batterie- oder netzbetriebene Rauchmelder?

Bei der Entscheidung zwischen netz- oder batteriebetriebenen Rauchmeldern spielen vor allem Kosten- und Installationsaufwand eine große Rolle. Sicher sind bei regelmäßiger Wartung beide Konzepte – auch netzbetriebene Rauchmelder sind nicht wartungsfrei und müssen getestet und gereinigt werden.

Für die Installation eines Rauchmelders in bereits bestehenden Wohnräumen durch Mieter, Vermieter oder Eigentümer sind Rauchmelder mit Batteriebetrieb die ökonomischste Wahl. Allerdings sollte hier auf ein Qualitätsfabrikat und vor allem auf die Verwendung einer Qualitätsbatterie geachtet werden: Die Unterschiede zwischen Discount- und Markenbatterien zeigen sich vor allem in der Dauer der Wartungsperiode des Rauchmelders. 

Rauchmelder richtig installieren

Ein wesentlicher Bestandteil des effektiven Schutzes durch Rauchmelder ist deren korrekte Installation. Rauchmelder sollten stets in der Mitte des Raumes an der Zimmerdecke installiert werden, so dass die Rauchgase den Melder schnell erreichen. 

In den folgenden Zimmern von Neubauten und Neubauwohnungen müssen – laut Gesetzeslage – zwingend Rauchmelder installiert werden:

  • Schlafzimmer
  • Kinderzimmer
  • Flure zu Rettungswegen und Arbeitsräumen

Optional, aber sinnvoll ist eine Installation in diesen Räumen:

  • Wohnzimmer
  • Lager- und Abstellräume
  • Kellerräume

Problematisch und oft mit Fehlalarmen verbunden ist die Installation in Küche und Badezimmer. Während im Badezimmer die Installation eines Rauchmelders aus brandschutztechnischer Sicht vernachlässigbar ist (FI-Schutzschaltung, wenige elektrische Leitungen, in der Regel Fliesen an Wand und Boden) ist der Einsatz von Rauchmeldern in der Küche umstritten.

Rauchmelder in der Küche?

Rauchmelder arbeiten nach dem fotoelektrischen Prinzip. Wie im Bild erläutert, dringt der Rauch oder Dampf in das Gerät ein, stört den Lichtfluss zwischen der Fotozelle und dem Reflektor und löst bei einem bestimmten Sollwert den Alarm aus. 

Somit "riecht" der Rauchmelder das Rauchgas nicht, sondern er registriert lediglich eine Veränderung des Lichtbrechungsverhältnisses in seinem Gehäuseinnern. Sobald die Fotozelle von umherirrenden Lichtstrahlen getroffen wird, piept es – egal, ob es sich um harmlosen Wasserdampf oder um tödlichen Brandrauch handelt. In der Küche treten beispielweise beim Öffnen der Ofentür oder der Spülmaschine oft große Mengen Dampf aus, die ohne weiteres einen Rauchmelder auslösen können. Auch moderne Entwicklungen der Rauchmeldertechnik können den Unterschied zwischen Dampf und Rauch nicht sicher erkennen.

In der Küche sollten Rauchmelder daher, wenn überhaupt, nur fern der Spülmaschine, der Spüle, des Herds oder anderen dampferzeugenden Geräten (z.B. einer Friteuse) angebracht werden. Die nötige Entfernung ist allerdings stark von den örtlichen Gegegebenheiten und den individuellen Kochgewohnheiten abhängig. Wer einen Rauchmelder in der Küche installiert hat und gern dünstet, dampfgart oder scharf anbrät, wird die Installion wohl recht bald wieder rückgängig machen. Von der gesetzlichen Installationsvorschrift sind Rauchmelder in der Küche in jedem Fall ausgenommen.

Regelmäßiger Test der Rauchmelder

Rauchmelder sollten, unabhängig von ihrer Spannungsversorgung, regelmäßig auf ihre Funktion überprüft werden. Dazu halten die meisten Rauchmelder einen Testknopf bereit, der nach kurzem oder längerem Druck einen Testton oder ein Blinklicht erzeugt. Wie genau die Funktion getestet wird, sollte der Bedienungsanleitung des Rauchmelders entnommen werden. Der Test der Rauchmelder sollte monatlich erfolgen.

Bei dieser Gelegenheit empfiehlt es sich auch, den Rauchmelder von Staub und Spinnweben zu befreien, so dass die Rauchgase im Brandfall sicher in das Gerät eindringen können. Selbstverständlich sollte ein Rauchmelder niemals überstrichen oder abgeklebt werden. Rauchmelder, die über keine Testeinrichtung mittels eines Knopfes oder ähnlicher Bedienungseinrichtungen getestet werden können, sind auch mit einem Prüfgas testbar. Dieses löst binnen weniger Sekunden den Alarm aus – sollte dieser ausbleiben, ist der Rauchmelder aus Sicherheitsgründen zu ersetzen.

Rauchmelder ohne Bohren anbringen

Nicht jeder Vermieter sieht es gern, wenn die Decke angebohrt wird – manchmal sind auch die baulichen Gegebenheiten für eine solche Montage unzureichend. Für eine lärm- und staubfreie, saubere und schnelle Anbringung des Rauchmelders an der Decke gibt es eine interessante Lösung: Das magnetische Montagesystem Magnetolink hält Rauchmelder und Gewichte bis zu 15 kg an der Decke, erhältlich ist es bei Amazon. Durch die hohe Tragkraft ist das System natürlich auch für andere Deckenmontagen geeignet.

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