Maßnahmen gegen Elektrosmog

Wohnen ohne Elektrosmog und elektromagnetische Strahlung

Elektrosmog

Immer wieder warnen einzelne Wissenschaftler, aber auch renommierte Institute eindringlich vor den Gefahren elektromagnetischer Strahlung. Fernseher, PC und Handy gehören zur Standardausstattung deutscher Haushalte. Doch nicht nur unsere Wohnungen sind voll von Elektrogeräten: Mobilfunkantennen, Stromleitungen und Sendemasten prägen das Stadtbild.

Ob die von diesen Quellen ausgehenden elektromagnetischen Felder die Gesundheit gefährden, ist umstritten. Der Berufsverband Deutscher Baubiologen sieht im Elektrosmog einen "Stressfaktor, der Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie Kopf- und Gliederschmerzen auslösen" kann.

Zudem besteht der Verdacht, dass Krebserkrankungen gefördert werden. Verlässliche Studien, die derartige Gesundheitsgefährdungen belegen, gibt es allerdings ebenso wenig wie solche, die eine gesundheitliche Unbedenklichkeit der elektromagnetischen Felder beweisen.

Strahlenquellen und Strahlensender von außen

Das Institut für Baubiologie + Ökologie betont, dass die Auswirkungen des Elektrosmogs sehr individuell seien. So gebe es "Elektrosensible", die sehr empfindlich reagierten, während andere keine Auswirkungen feststellen könnten. Wer sich von Elektrosmog beeinträchtigt fühlt oder gesundheitliche Risiken befürchtet, hat eine Reihe von Möglichkeiten, sich wirksam zu schützen.

Während die zunehmende Strahlenbelastung in unserem Leben unbestritten ist, wird über ihren Einfluss auf die Gesundheit sehr kontrovers diskutiert. Kritiker der zu hohen Strahlenbelastung warnen vor Risiken wie:Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, aber auch Depressionen, Leukämie, Alzheimer, Tumoren und Herzkrankheiten.

Viele Menschen sind verunsichert und wünschen sich zumindest für ihr Zuhause möglichst wenig Strahlung. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen, um Ihren Wohnbereich von innen und außen zu schützen.

Gegen die Strahlenbelastung von außen helfen bauliche Maßnahmen, die elektromagnetische Wellen erst gar nicht durch die Wände lassen. In der Regel halten Wände, Dach, Fenster und Boden Elektrosmog nicht ab. Dafür braucht es spezielle Vorrichtungen in Form von Bauplatten oder Abschirmgeweben, die in Wände und Dach eingebaut werden. 

Steht ein Dachausbau oder eine umfassende Modernisierung der Haushülle an, kommt die Verwendung von mit Spezialfolien kaschierten Dämm-Matten infrage, die man bei der Anbringung erden kann. Diese können auch die Belastungen von Mobilfunkmasten erheblich dämpfen.

Strahlensender von außerhalb:

  • Hochspannungsleitungen
  • Fernseh- und Rundfunksender
  • Mobilfunkanlagen
  • Radaranlagen
  • Trafostationen etc.

Schwachpunkt Fenster

Eine hohe Abschirmung lässt sich bei Fenstern mit moderner Wärmedämmverglasung aufgrund deren Edelmetallbedampfung erreichen.

Die größten Schwachpunkte bei der Abschirmung vor Elektrosmog sind Fenster allerdings, wenn sie um Lüften geöffnet werden (z. B. über Nacht). Die Firma Neher hat dafür ein engmaschiges, metallisches Fliegengitter entwickelt, das neben dem Schutz vor Insekten auch hochfrequente elektromagnetische Strahlung abschirmt.

Die feinen, kaum sichtbaren Elektrosmog-Schutzgitter wirken wie ein unsichtbares Schutzschild gegen hochfrequente elektromagnetische Felder. Sie lassen viel Licht und Luft herein, schirmen aber durch die feinmaschige Edelstahl-Ummantelung des Gewebekerns den Elektrosmog zu über 99 % ab.

Sollen auch die Fensterrahmen abschirmen, so sind Holz- Aluminium- Verbundrahmen empfehlenswert. Fenster mit Kunststoffrahmen bilden selbst bei geschlossenen Fenstern eine "Schwachstelle", da diese Rahmen nur eine begrenzte Schutzwirkung gegen Hochfrequenz- Strahlung bieten.

Während modernes Wärmeschutzglas oder spezielle Sonnenschutzfolien eine gute Abschirmung erzielen, gelangen Mobilfunkstrahlen fast ungehindert durch die Kunststoffrahmen. Ein neu entwickeltes Fensterprofil, "GEALAN-REFLECT", enthält eine dämpfungswirksame Ebene, die insbesondere hochfrequente Strahlung mindert.

Für Dachfenster gibt es spezielle Fenster mit abschirmenden Elektrosmog- Schutz: Die Isolierverglasung des Niedrigenergie- Dachfensters ist mit Edelmetallen beschichtet, die über 99 Prozent der elektromagnetischen Wellen reflektieren.

Fassaden mit Abschirmung

Richtig eingebaut reduziert das Fassadendämmsystem mit dem STo- Abschirmgewebe "AES" die Strahlenlast im Gebäude um mehr als 99 Prozent.

Das Abschirmgewebe wird in eine Spachtelmasse oder den Unterputz eines Wärmedämm- Verbundsystems eingelegt. Durch Überlappung der einzelnen Bahnen wird die Leitfähigkeit des Systems über die gesamte Fläche sichergestellt. Für den Erdungsanschluss ist ein Elektrofachbetrieb zuständig.

  1. Sto-Abschirmgewebe AES
  2. Erdungskabel
  3. Erdungsanschluss (muss Elektrofachbetrieb übernehmen)
  4. Dämmung
  5. Abschirmschicht - hier wird das Abschirmgewebe eingebettet
  6. Schlussbeschichtung (z. B. Oberputz)

Alternative Baumaterialien

Zu fast allen üblichen Ausbaumaterialien gibt es bereits Alternativen mit dämpfender und abschirmender Wirkung. Ein paar Beispiele:

  • Gipsplatten mit Carbonfasern
  • Lehmputz mit Carbonfasern
  • Aluminium- Rollladen
  • Polyamidvliese mit Kupferbeschichtung
  • Glasseiden- Abschirmgewebe
  • Feinmaschiges Kupfergewebe
  • Wärmedämmsysteme mit integrierter Abschirmfolie

Begrünte Dächer und Lehmbauten bieten einen effektiven Schutz gegen elektromagnetische Wellen, wie sie etwa von Mobilfunksendeanlagen ausgehen.

Einen Rund-um-Schutz installiert das Hausbauunternehmen Baufritz in seinen Voll-Werte- Häusern mit einer spezielle Schutzebene zur Abschirmung von hochfrequenten elektromagnetischen Strahlen und niederfrequenten elektrischen Wechselfeldern, die von außen auf das Haus stoßen.

Diese "Xund E"- Schutzebene aus Naturgipsplatten mit einer speziellen Kohlenstoffbestäubung wirkt wie eine innere Schutzhülle im Haus. Die Schutzplatte reduziert die Belastungen durch technische Strahlen und Felder um bis zu 99 Prozent.

Strahlenbelastung innerhalb des Hauses

Die größere Belastung durch Elektrosmog und Strahlungen ist meist hausgemacht. Um wenig Strahlung innerhalb des Hauses zu erreichen, ist es das einfachste, möglichst viel Geräte grundsätzlich auszuschalten. Da sich um einzelne Stromkabel niederfrequente Felder bilden, muss auch der Stecker gezogen oder mit abgeschirmten Elektroleitungen gearbeitet werden.

Baubiologen warnen außer vor dem allgegenwärtigen Handy vor allem vor schnurlosen DECT-Telefonen. Aber auch Geräte wie Trafos von Halogenleuchten oder Heizdecken erzeugen starke Felder. Einfachste und wichtigste Schutzmaßnahme: Abstand halten. Mit doppelter Entfernung sinkt die Feldstärke auf ein Viertel. Das bedeutet beispielsweise auch: Das Handy als Wecker hat auf dem Nachttisch nichts zu suchen.

In Schlaf- und Kinderzimmern sollten die Elektroinstallationen grundsätzlich auf das Notwendigste beschränkt werden. Hilfreich sind auch abschaltbare Steckdosen sowie Netzfreischalter im Sicherungskasten, die das Stromnetz automatisch abschalten, wenn kein Strom verbraucht wird. Ein Fall für den gesundheitsbewussten Innenarchitekten ist die spezielle beschichtete Abschirmtapete: Hier ist allerdings Erdung Pflicht.

Strahlensender innerhalb des Hauses:

  • Handys und schnurlose Telefone
  • Beleuchtung, Fernseher, Monitore
  • Mikrowelle, Elektroherd
  • Steckdosen, Stromkabel
  • Kabelanschluss
  • etc.

Im Zuge größerer Renovierungsmaßnahmen kann man alternative Baustoffe verwenden und eventuell auch die Elektroinstallation mit abgeschirmten Steckern, Steckdosen und Verteilern erneuern.

Elektrische Wechselfelder bestehen, solange Leitungen oder Geräte am Netz sind, auch dann, wenn kein Strom verbraucht wird. Gegen beides hilft der Netzfreischalter: er senkt die Spannung auf ein Minimum (Bereitschaftsspannung) und fährt sie erst wieder hoch, wenn ein Gerät am betreffenden Stromkreis eingeschaltet wird. Sind etwa Geräte mit Trafo angeschlossen, der rund um die Uhr ein Magnetfeld erzeugen würde, wird dem vom Netzfreischalter vorgebeugt.

Für den Trockenbau gibt es Gipsplatten mit elektrisch leitfähigen Plattenrückseiten, welche in der äußeren Lage des Rückenseitenkartons Karbonfasern enthalten. Die Schutzplatten sind über die Metallunterkonstruktion elektrisch miteinander verbunden.

Eine solche Gipsplatte ist "Knauf LaVita" und führt als Wandbeplankung innerhalb eines Gebäudes zur Reduzierung der Wellen von Fernsehern, Monitoren und Sendeanlagen schnurloser Telefone zum Schutz von z. B. Kinder- oder Schlafzimmer oder bei Gebäudeabschlusswänden von Reihenhäusern.

"Knauf LaVita"-Schutzplatten als Außenwandbeplankung bewirken eine sehr starke Reduzierung der Wellen von außen wie Mobilfunk, Radar, Richt- und Peilfunk, CB-Funk, Satelliten und Fernsehsender.

Angesichts des zunehmenden Elektrosmogs hilft weder Panikmache noch Ignoranz. Dem Einzelnen bleibt nur, im Zweifelsfall eine Messung von Fachleuten durchführen zu lassen.

Man findet sie über die Verbraucherzentralen der Länder oder über Internet-Seiten wie www.ohne-elektrosmogwohnen.de.

Letztere ist eine Informationsplattform mit vielen Fakten und übersichtlich aufbereitetem Wissen über das Themengebiet "Elektrosmog", mit Hinweisen zu Sachverständigen und möglichen Schutzmaßnahmen.

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