Treppensicherung mit Geländer

Wenn es um Absturzsicherungen an Balkonen und Treppen oder einfach nur um kreative Gestaltungselemente, wie beispielsweise Raumteiler geht, bieten Geländerstäbe die passende Lösung. Hierbei kommen nicht nur Liebhaber rustikaler Formen auf ihre Kosten, sondern auch Freunde moderner Designs.

Erklärungen - Geländer

  • Anfangsstäbe sind mit einer Materialstärke von 20 mm stabiler als reine Füllstäbe. Die Standardlänge von 1.200 mm ist um 300 mm länger als die der Füllstäbe. Daher wird mit diesen Stäben auch das Geländer am Gebäude verankert. Hierzu müssen an der Stabunterseite noch Dübelplatten angeschweißt werden.
  • Füllstäbe Verhindern, dass beispielsweise Kinder durch das Geländer hindurchfallen können. Daher muss auch eine Knieleiste eingezogen werden, wenn keine Füllstäbe gewünscht sind. Füllstäbe haben außerdem Zier-Charakter. Eine breite Auswahl - mit und ohne Ornamenten - bietet kreative Spielräume.
  • Obergurte schließen die Anfangs- und Füllstäbe im oberen Bereich ab und dienen im Normalfall auch als Handlauf. Gewöhnlich wird für Handläufe 40 x8 mm starkes Material eingesetzt.
  •  Untergurte schließen die Anfangs- und Füllstäbe im unteren Bereich ab. Gewöhnlich wird hier 25x8mm starkes Material eingesetzt.
  • Ornamente, Schnörkel und Zierelemente bieten Raum für kreative Variationen. Bunde helfen bei der Verbindung von Schnörkeln und Füllstäben.

 

Geländer sind normalerweise Sonderanfertigungen und daher mit hohen Fertigungs- und Lohnkosten verbunden. Was liegt da für den versierten Heimwerker näher, als hier selbst tätig zu werden. Die meisten Einzelbestandteile, wie z.B. Geländerstäbe, sind in Normlängen erhältlich und brauchen daher nur noch verschweißt zu werden.

Benötigte Geräte


  • Elektroschweißgerät mit zugehörigen Schutzeinrichtungen wie Schweißerschirm und Arbeitshandschuhe.

  • Drahtbürste, Hammer zum Abschlagen von Schweißspritzern,

    Zollstock, Winkel, übliche Werkzeuge zum Andübeln des Geländers am

    Gebäude, evtl. Winkelschleifer.

  • Zum Bau einer Schablone: Holzlatten, Nägel, Schraubzwinge

1. Montageschritt - Planung

Geländermontage

Skizzieren Sie Ihr Wunschgeländer auf und legen Sie hier die Fertigungsmaße fest. Beachten Sie hierbei die entsprechenden Bauvorschriften. Der seitliche Abstand zwischen den Geländerstäben darf 120 mm nicht überschreiten; wenn Sie Stäbe mit Ornamenten verwenden, dürfen die Abstände entsprechend vergrößert werden. Gemäß Bauvorschriften muss eine Geländerhöhe von 1m erreicht werden. Befindet sich das Geländer 12 m über dem Erdboden, ist eine Geländerhöhe von 1,10 m vorgeschrieben. Sofern Sie keine Füllstäbe verwenden möchten, ist zusätzlich eine Knieleiste vorgeschrieben. Die örtlichen Bauschriften können hiervon abweichen!
Am Geländeranfang und -Ende verwenden Sie Anfangsstäbe, die mit einer Materialstärke von 20 mm eine höhere Stabilität aufweisen. Außerdem sind Anfangsstäbe 300 mm länger als Füllstäbe und dienen auch der Verankerung des Geländers am Gebäude. Bei längeren Geländern wird zusätzlich im mittleren Bereich ein Anfangsstab gesetzt. Berücksichtigen Sie bei der Planung auch Zierelemente, Kunststoffhandläufe und Befestigungsmaterial zum Aufdübeln des fertigen Geländers. Eine Stückliste vereinfacht die Planung.

2. Montageschritt- Schablone bauen

Legen Sie im Bereich des Ober- und Untergurtes (Zeichnung) zwei Holzlatten parallel zueinander. Auf den Latten werden der Obergurt (Handlauf), Untergurt und die Geländerstäbe exakt ausgerichtet und mit Nägeln und Schraubzwingen festgeklemmt. Die Geländerstäbe müssen mit Holzstücken entsprechend unterfüttert werden, damit sie mittig an den Gurten anliegen (siehe Abb.) Die präzise Position der Stäbe kontrollieren Sie mit einem Winkel nach. Der Abstand zwischen den Stäben sollte aus optischen Gründen möglichst gleich sein.

3. Montageschritt- Schweißen

Nachdem auf der Schablone Ober-, Untergurt und Geländerstäbe fixiert sind, heften Sie die Verbindungspunkte zunächst mit einem (Elektro-)Schweißgerät. Anschließend wenden Sie die Konstruktion auf die andere Seite und schweißen das Geländer durch. Für präzises, winkliges Arbeiten, sollten Sie zunächst die (stärkeren) Anfangsstäbe schweißen.
Elektroden der Stärke 2 bis 2,5 reichen gewöhnlich aus. Bei höheren Stärken sollte die Leistungsfähigkeit des Schweißgerätes berücksichtigt werden. Nachdem die Füllstäbe angeschweißt sind, erfolgt die Verbindung mit anderen Elementen wie Handlaufkrümmungen, Zierelementen, Dübelplatten etc.

Nachbearbeitung

Treppengeländer

Bevor das fertig geschweißte Geländer angestrichen oder lackiert werden kann, ist eine Vorbehandlung nötig. Hierzu entzundern und entschlacken Sie den Stahl mit Hilfe einer Drahtbürste und schlagen Schweißspritzer mit einem Hammer ab. Für den Außenbereich empfiehlt sich eine Feuerverzinkung als langjähriger Korrosionsschutz. Hierzu wenden Sie sich an eine ortsansässige Feuerverzinkerei. Damit Hohlkörper beim Verzinken nicht aufplatzen, müssen Rohre o.ä. mittels 9mm Bohrer mit Zinkablauflöchern versehen werden. Weitere Auskünfte hierzu erhalten Sie bei der Verzinkerei. Damit die Lackierung auf der frischen Verzinkung hält, ist zuvor ein Primer aufzutragen.
Zum Schluss kann noch ein Kunststoff-Handlauf aufgezogen werden. Hierzu erwärmen Sie den Überzug mit einem Heißluftgerät oder Fön.
Beim Bau von Treppengeländern wird sinngemäß wie oben vorgegangen. Zusätzlich müssen Sie die Schablone um ein weiteres Brett ergänzen. Dieses wird zuvor auf die Treppenstufe aufgelegt. Unter Verwendung einer Wasserwaage können Sie hier die senkrechte Position der Stäbe anreißen.

Dieses Thema wurde für Sie von heimwerker.de in Zusammenarbeit mit GAH ALBERTS ausgearbeitet.

Kontakt Gust. Alberts GmbH & Co. KG Gewerbegebiet Grünenthal 58849 Herscheid Tel.: 02357 / 907-0 Fax: 02357 / 907-189 Email: info@alberts.de Internet: www.gah.de

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