Erste eigene Wohnung

Sie beginnen eine neue Ausbildung oder Ihr Studium und müssen dazu die Stadt wechseln? Oder Sie wollen Selbständigkeit gewinnen und sich von Ihren Eltern abnabeln? Dann bietet die erste eigene Wohnung eine optimale Gelegenheit dazu. Vor allem ist ein Umzug in die erste eigene Wohnung aber auch ein großes Abenteuer, in das man sich nicht ganz unvorbereitet stürzen sollte. Deshalb geben wir Ihnen hilfreiche Tipps und Hinweise, die Ihnen dabei helfen werden, den Umzug in die erste eigene Wohnung so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Erste eigene Wohnung renovieren

Zwischen dem Vertragsabschluss und dem eigentlichen Umzug steht ein wichtiger Schritt: die erste eigene Wohnung will renoviert werden. Man wird selten den Fall vorfinden, dass man lediglich ein wenig Streichen muss, bevor man in die Wohnung ziehen kann. Und weil es sich um die erste eigene Wohnung handelt, kann man davon ausgehen, dass man solche Arbeiten wie Tapezieren oder auch Boden verlegen zum ersten Mal tätigt. Damit Sie dabei nicht vollkommen ahnungslos loslegen müssen, geben wir Ihnen viele hilfreiche Hinweise, wie Sie solche Arbeiten am besten bewerkstelligen können.

Tapezieren

Vor dem Tapezieren muss man zumeist alte Tapeten entfernen, bevor man die neue Tapete anbringen kann. Deshalb sollte man erst klären, wie man alte Tapete sauber und leicht entfernen kann. Anschließend muss man sich mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welcher ist der richtige Kleister?
  • Wie viele Tapetenrollen benötige ich eigentlich?
  • Und welches Tapezierwerkzeug benötige ich?

Problemstellen gibt es in Wohnungen auch zu Genüge. Deshalb sollte man wissen, wie das Tapezieren an Steckdosen und Schaltern, Tapezieren an Fenster und Tür sowie das Tapezieren an Dachschrägen und Rundbögen vonstatten geht. Dadurch wird perfektes Tapezieren ganz einfach.

Bodenbelag verlegen

Nachdem die Wand neu gestaltet wurde, kann man den Bodenbelag erneuern. Eine preisgünstige, dennoch schöne und haltbare Variante ist Laminat. Laminat verlegen ist zudem sehr einfach. Wer es ein wenig wärmer unter den Füßen haben möchte, der kann auch Teppich verlegen. Benötigt man wiederum einen Belag, der einfach zu reinigen ist, der ist mit PVC-Boden verlegen gut bedient. Egal welchen Bodenbelag man letztlich wählt, eines darf nie fehlen, damit die Erneuerung des Bodens abgeschlossen ist: Fußleisten verlegen und anbringen.

Bad renovieren

Rechnen Sie damit, dass Sie in einigen Wohnungen Badezimmer vorfinden, die bereits einige Jahre hinter sich haben und deren Fliesen nicht unbedingt dem modernen Einrichtungsstil im Bad genügen. Manche können damit leben, andere wiederum wollen die Fliesen ersetzen. Eine Technik, die man unter Umständen auch sehr gut in der Küche gebrauchen kann. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, alle alten Fliesen zu entfernen. Sie können auch Fliese auf Fliese verlegen. Unterscheiden müssen Sie die Fliesenverlegung am Boden, und das Fliesen legen an der Wand. Zudem müssen Sie bedenken, dass Sie im Bad Fliesen im Nassbereich verlegen. Und nutzen Sie immer ein Fugenkreuz und Fliesenkreuz.

Kleinere Arbeiten

Wer bei Renovierung lediglich an Boden verlegen und Tapezieren denkt, der vergisst die vielen kleinen Arbeiten, die ebenso verrichtet werden wollen. Es kann z.B. passieren, dass ein Abflussrohr verstopft ist, und man das Abflussrohr reinigen muss. Oder man übernimmt den Bodenbelag vom Vormieter, findet dabei aber kleinere Macken. Dann sollte man wissen wie die Reparatur von Teppich und PVC oder auch die Laminat Reparatur richtig geht. Man sollte ebenso wissen, wie man Schimmel in Küchenfugen und Schimmel im Kühlschrank beseitigen kann. Vielleicht muss man auch noch Türen einbauen. Zudem wird man öfter Dinge aufhängen müssen oder wollen. Dazu sollte man wissen, wie man Dübel in Wand und Decke befestigen kann.

Tipps und Tricks für die erste eigene Wohnung

Wer sich das erste Mal in das Abenteuer „erste eigene Wohnung“ stürzt, muss einiges beachten, was ihn zuvor wahrscheinlich kaum interessiert hat. Im Folgenden geben wir einen kleinen Überblick darüber, welche Kosten entstehen, wie man bei der Wohnungssuche vorgehen sollte, wie der Vertragsabschluss sowie der Umzug verläuft, und wie man noch ein wenig Geld durch Spartipps einsparen kann.

Finanzierung

  • Miete = Kaltmiete (KM) + Nebenkosten (NK) Zu den Nebenkosten gehören u.a.: Heizung, Wasser, Müll
  • Strom wird über die Stadtwerke abgerechnet/ Nutzen Sie unseren Tarifrechner weiter unten im Artikel, um den günstigsten Anbieter für Sie zu finden
  • Telefon: Die Telekom bietet Vergünstigungen im Rahmen des Sozialtarifs an. Um den Anschluss muss man sich selbst kümmern.
  • GEZ-Gebühren: Unter bestimmten Umständen kann man davon befreit werden. Nachdem man sich beim Einwohnermeldeamt gemeldet hat, meldet sich die GEZ kurz darauf von selbst.
  • Versicherungen: Darunter fallen Kranken-, Haftpflicht- und Hausratsversicherung. Solange man in einem Ausbildungsverhältnis steht (Schule, Ausbildung, Studium) ist man in der Regel über die Eltern versichert. Dennoch bei entsprechenden Versicherungen informieren, weil die Regelungen unterschiedlich sind!
  • Lebenshaltungskosten: Nicht unterschätzen! Der Kühlschrank wird nicht mehr durch die Eltern gefüllt. Neben Lebensmitteln wollen auch Toilettenpapier, Glühbirnen uvm. bezahlt werden.
  • Man kann Wohngeld beantragen, sofern man kein BAFÖG oder keine Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhält. Die genauen Regelungen erhält man beim Sozialamt vor Ort.

Wohnungssuche

  • Liste erstellen, welche Kriterien die Wohnung erfüllen muss (Balkon, 3 Zimmer, Garten, Keller, eingebaute Küche etc.)
  • Die perfekte Wohnung zu finden ist schwer; vorher überlegen, welche Kompromisse man eingehen würde, gleichzeitig aber auch, was definitiv nicht fehlen darf
  • Üblicher Ablauf: auf öffentlichen Pinnwänden, im Internet oder in Zeitungen nach Angeboten schauen – Anrufen, sich vorstellen und Termin zur Besichtigung vereinbaren – Wohnung besichtigen und Eindruck verschaffen

Vertragsabschluss

  • Vertrag VOR der Unterschrift genau durchlesen
  • Bei Unklarheiten den Vermieter fragen; ansonsten darum bitten, den Vertrag mit nach Hause nehmen zu dürfen und dort nochmals überprüfen (lassen)
  • In den Mietvertrag gehören auf jeden Fall
    • Beschreibung der Mietsache und –zeit
    • Regelung über das Kündigungsrecht
    • Mietzahlung
    • Instandhaltung der Wohnung
  • Bei Vertragsabschluss erhält man in der Regel eine Hausordnung
  • Kaution: wird zumeist bar an den Vermieter gezahlt, der ein Kautionskonto einrichtet – darf drei Kaltmieten NICHT übersteigen – wird bei Auszug verzinst zurückgezahlt

Wohnungsübergabe

  • Mängel: VORHER ansprechen, damit sie behoben werden – zumeist Vermietersache
  • Ausgenommen: „vom Mieter Instand zu halten und Instand zu setzen“ z.B. Fenster, Türen und Verschlüsse
  • Alles auf seine Funktionstüchtigkeit überprüfen (Abfluss, warmes und kaltes Wasser etc.)
  • Strom-, Wasser- und Heizungszähler werden abgelesen
  • Es wird ein Protokoll bei der Übergabe geführt, das von allen unterschrieben wird - macht dies der Vermieter nicht selbst, kümmern Sie sich selbst darum und bestehen Sie auf dessen Unterschrift  ; es ist Ihr gutes Recht; nicht protokollierte Mängel können sonst Ihnen angelastet werden!
  • Danach kann die endgültige Übergabe vollzogen werden - Sie erhalten den Schlüssel und die Wohnung gehört Ihnen

Umzug in die erste eigene Wohnung

  • Gute Organisation ist das wichtigste
  • Viele Leute organisieren, dann wird es einfacher
  • Leute dabei haben, die auch schwere Dinge tragen können
  • Auto mieten oder von Freunden helfen lassen, die wichtige Fahrten erledigen (Baumarkt, Möbel, Waschmaschine abholen etc.)
  • Wichtige Werkzeuge besorgen oder leihen – besonders wichtig: Bohrmaschine, Hammer, Zange, Nägel, Dübel usw. 
  • Lieferwagen für sperrige Teile besorgen

 

 

Anmeldungen erledigen

  • Ummelden: Spätestens zwei Wochen, nachdem Sie umgezogen sind, müssen Sie sich beim Einwohnermeldeamt melden und dort den neuen Wohnsitz angeben. Ansonsten fallen Bußgelder an. Zur Anmeldung benötigt man einen Meldeschein (liegt auf dem Amt vor) sowie den Personalausweis.
  • Telefon: Suchen Sie sich einen Anbieter, der Ihnen gefällt und erledigen Sie rechtzeitig die Anmeldung, um beim Einzug oder kurz danach Telefon und Internet zur Verfügung zu haben.
  • Fernsehen: Kostenlose Varianten sind ein Satellitenanschluss (wichtig: Schauen Sie in den Vertrag oder fragen Sie den Vermieter, ob eine Satellitenschüssel am Haus angebracht werden darf) oder ein DVBT-Anschluss, für den Sie lediglich eine Antenne (auch in diesem Fall nachfragen, sofern die Antenne außen angebracht wird) z.B. auf dem Dach, eine Antennenbuchse sowie einen Receiver benötigen.
  • Strom: Suchen Sie sich einen passenden Stromanbieter und melden Sie sich dort an, damit Sie mit Strom versorgt werden - damit Sie nicht zu viel bezahlen, nutzen Sie unseren Tarifrechner am Ende des Artikels

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Spartipps für die erste eigene Wohnung

  • Haushaltsbuch führen, um die genauen Ein- und Ausgaben zu kennen
  • Dadurch merkt man, wofür man zuviel ausgibt und woran man sparen kann
  • Scheine gibt man seltener aus als Kleingeld – das Kleingeld in einer Spardose sparen und sich von dem gesammelten Geld etwas gönnen

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