Holzdecke streichen

Weiße Decke im Kontrast zu dunkler Wand

Eine Holzdecke im Naturton wirkt immer ein wenig dunkel. In großen, hohen Räumen ist das kein Problem, in einem kleinen Zimmer oder bei niedrigen Deckenhöhen wirkt eine Holzverkleidung jedoch häufig schwer und drückend.

Sie müssen die Paneele oder Profilbretter jedoch nicht gleich entfernen, wenn Ihnen die Gestaltung nicht gefällt. Mit einem Anstrich ist das Problem viel eleganter und mit weniger Aufwand gelöst. Ob Sie nun Ihre Holzdecke weiß streichen oder mit einem bunten Farbton versehen möchten – hier lesen Sie, wie das geht, von den Vorbereitungen, über die Grundierung bis zum fertigen Anstrich.

Werkzeug und Material

  • Malerpinsel und Farbrolle
  • Schmaler Spachtel
  • Malervlies und Folie zum Abdecken
  • Kreppband
  • Exzenter- oder Schwingschleifer
  • Schleifpapier, Körnung 100 und 180
  • Schutzbrille und Staubmaske
  • Fugendichtstoff
  • Holzspachtelmasse
  • Vorstreichfarbe
  • Lack

Vorbereitungen fürs Deckenstreichen

Bevor Sie die Holzdecke streichen können, sollten Sie Wände, Möbel und Fußboden abdecken, um sie vor Farbspritzern zu schützen. Für Wände und Möbel eignet sich eine Malerfolie, die mit Kreppband am Deckenübergang fixiert wird. Auf dem Boden empfiehlt sich ein Malervlies. Das Abdeckvlies ist kräftiger als eine Folie, rutschsicherer und kann mehrfach verwendet werden. Es sollte mindestens immer unter dem Abschnitt der Decke liegen, wo Sie gerade streichen, Sie können aber auch gleich den ganzen Raum damit auslegen.

Schleifen Sie nun das Holz mit 100er Schleifpapier und einem Exzenterschleifer an. Ein Schwingschleifer eignet sich ebenfalls, damit kommen Sie aber etwas langsamer voran. Einen vorhandenen Klarlack müssen Sie nicht komplett abschleifen, es geht lediglich darum, die Oberfläche der Decke anzurauen und Unregelmäßigkeiten zu ebnen. Arbeiten Sie entlang des Paneelverlaufs an der Decke und schleifen mit der Maserung.

Vor dem entstehenden Staub und losen Holzpartikeln schützt man sich mit einer Schutzbrille und einer Staubmaske. Nach dem Schleifen wird der noch anhaftende Staub mit einem feuchten Tuch von der Decke abgenommen.

Fugen abdichten und Schäden ausbessern

Holz glatt spachteln
Druckstellen, Macken, Risse und Ähnliches werden glatt gespachtelt. Dadurch kann bei Lücken der dunkle Holzton nicht zutage treten und später das Erscheinungsbild stören, Vertiefungen können nicht durch Schattenwurf auffallen.

Offene Fugen und Ritzen, aber auch Risse sind dunkel und fallen vor allem dann deutlich ins Auge, wenn Sie die Decke weiß streichen oder einen anderen hellen Lackton verwenden.

In gewissem Maß können Sie sich davor schützen, wenn Sie die Fugen mit einem dauerelastischen, überstreichbaren Acryl-Dichtstoff ausspritzen. Den Dichtstoff – mit möglichst zum späteren Lack passender Farbe – tragen Sie mit Hilfe eines Drückers aus der Kartusche auf.

Kleine Fehlstellen oder Beschädigungen lassen sich mit Holzkitt oder einem Holz-Reparaturspachtel füllen. Er muss nach Herstellerangaben aushärten, dann können Sie ihn überschleifen, um auch in diesen Bereichen eine glatte, ebene Fläche herzustellen.

Holzdecke streichen: Grundierung, Zwischen- und Endanstrich

Grundierung auf Holz spritzen
Eine – ggf. absperrende – Grundierung können Sie streichen oder, sofern Sie das nötige Werkzeug zur Verfügung haben, auch spritzen.

Beim Streichen von Holz – und das gilt natürlich auch für die Decke – sind mehrere dünnen Lackschichten immer besser als eine dicke. So fällt nicht nur die Verarbeitung leichter, auch das Ergebnis wird gleichmäßiger und die Gefahr von Tropfnasen geringer.

Zunächst kann man dabei einen Voranstrich bzw. Vorlack auftragen. Er spart den etwas teureren Endlack und verbessert die Haftung zwischen Holz und Lack. Auch chemische Probleme, wie das Durchschlagen von Lackinhaltsstoffen oder angelagerten Stoffen wie Nikotin, lassen sich so vermeiden. Achten Sie darauf, dass Vorlack und Endlack chemisch zusammenpassen, also zum Beispiel beide eine Acrylbasis aufweisen. Am sichersten ist es, Produkte aus dem Sortiment des gleichen Herstellers zu verwenden.

Holzdecke mit dem Pinsel streichen
Mit dem Pinsel wird die Farbe zunächst in Längsrichtung aufgetragen. Die Vertiefungen zwischen den Profilbrettern benötigen eine besonders sorgfältige Behandlung. Besteht die Deckenverkleidung aus sehr breiten Paneelen, kommt man mit der Rolle schneller voran.

Beim Streichen der Decke gehen Sie im Kreuzgang vor. Das heißt: Tragen Sie die Farbe erst in Längsrichtung auf und verschlichten sie dann quer dazu. Bei Profilholzverkleidungen, Paneeldecken und Kassetten streicht man zuerst die Fugen mit dem schmalen Pinsel, dann die Flächen mit der Rolle. Streichen Sie immer ein Deckenelement komplett, um sichtbare Ansätze zu vermeiden.

Ist der Voranstrich fertig, muss er nach Herstelleranweisung trocknen. Dann folgt ein Zwischenschliff mit 180er Papier. Dabei wird die Oberfläche lediglich leicht geglättet, es soll nur wenig Material abgetragen werden.

Entstauben Sie die Decke mit einem feuchten Tuch, lassen die Feuchtigkeit abtrocknen und streichen dann mit dem Endlack. Je nach dem Ton des Holzes können zwei Schichten nötig sein. Ist das der Fall, ist auch hier wieder ein leichter Zwischenschliff und das anschließende Entstauben angebracht – die Decke sieht dadurch später besser aus, die Lackierung wirkt glatter und gleichmäßiger.

Holzdecke vor dem Anstrich
Operation gelungen: Wo vorher die naturfarbene Deckenverkleidung auf den Raum „drückte“, ...
Holzdecke weiß gestrichen
... sorgt nun der weiße Anstrich für mehr Luftigkeit und ein freundlicheres Ambiente.

Dunkle Blitzer an hellen Decken

Eine Verkleidung aus Profilen oder Paneelen ist durch Quellen und Schwinden des Holzes immer ein wenig in Bewegung. Auch wenn Sie die Decke zunächst vollkommen deckend streichen, kann das Holz bei trockener Luft ein wenig schwinden, und schon blitzt der ursprüngliche dunkle Ton hervor. Das kann vor allem im Winter ein Problem werden.

Völlig sicher sein können Sie davor nur, wenn Sie die Verkleidung abnehmen, die Elemente einzeln streichen und dann wieder anbringen. Der Aufwand dabei ist allerdings hoch, und das Problem tritt meist nicht so dramatisch zu Tage, dass sich dieses Vorgehen lohnen würde.

Blitzer durch Holzbewegung
Wenn Paneele aus Holz bei trockener Luft schwinden, kann sich die Nut ein wenig aus der Feder des Nachbarpaneels zurückziehen. Hier wird dann der ursprüngliche Holzton sichtbar.
Intakte Paneelfuge
Durch Nachlackieren mit einem feinen Pinsel wird der dunkle „Blitzer“ unsichtbar. Da die Decke meist ein gutes Stück vom Betrachter entfernt ist, fällt diese kleine Retusche in der Regel nicht auf.

Falls dunkle Blitzer an der Decke auftreten, kann man sie mit einem feinen Pinsel nachstreichen. Die Optik wird davon kaum beeinträchtigt, da man der Decke nur selten so nahe kommt, dass man diese Stellen bewusst wahrnimmt. Beim Nachstreichen reicht meist auch ein einmaliger Lackauftrag – die meiste Zeit des Jahres sind diese Stellen ohnehin nicht sichtbar.

Alternativ kann man die Decke auch gleich im Winter streichen, wenn die Raumluft trocken ist. Suchen Sie sich dabei aber nicht gerade einen klirrend kalten Tag aus, da man auch zu dieser Jahreszeit während des Lackierens gut lüften sollte.

Von diesen Blitzern werden Sie übrigens am wenigsten behelligt, wenn Sie – auch im Interesse des Raumklimas – immer für eine relative Luftfeuchtigkeit im Wohlfühlbereich von etwa 40 bis 60 Prozent sorgen.

Material fürs Deckenstreichen bei Westfalia kaufen

Pinsel Sortiment 15-teilig

Set, bestehend aus: 5 Flachpinseln (25 mm, 2x50 mm, 2x75 mm) 3 Heizkörperpinseln (35 mm, 50 mm, 70 mm) 2 Lasurpinseln (2x60 mm) 1 Flächenstreicher (30x100 mm) 3 Rundpinsel (Gr. 2, 4, 6) 1 Fenster Spezial Pinsel (40 mm) 

Preis: 16,99 EUR

eKomi Bewertung: 4 Sterne


Pinsel Set 10-teilig mit Spezialborsten

Dank der Spezialborsten benötigen Sie nur noch dieses eine Set, um fast alles Verarbeiten zu können. Ob Farbe (Dispersionen), Lacke, Lasuren, Holzschutzmittel etc. 10 Flachpinsel je 2x in den Breiten: 13, 25, 38, 50 und 63 mm Material:  ...

Preis: 9,99 EUR

eKomi Bewertung: 4 Sterne


Pinsel Set 7-teilig, ideal z.B. als Heizkörperpinsel

2 x 25 mm 2 x 35 mm 2 x 50 mm 1 x 70 mm Hier haben Sie Immer den richtigen Pinsel zur Hand. Beste schwarze Chinaborste, gewinkelte Bleche und lange Holzstiele.

Preis: 9,99 EUR

eKomi Bewertung: 4 Sterne


Übertrage Bewertung...

Noch nicht bewertet. Jetzt bewerten! Zur Bewertung auf die Sterne klicken.

Kommentar hinzufügen (oder Link vorschlagen)

Haben Sie eine Anmerkung zu diesem Artikel oder möchten Sie uns eine passende Anleitung zur Verlinkung vorschlagen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!





Sicherheitsabfrage*




* Pflichtfeld  | Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.


Bildnachweis
1. "Weiße Decke im Kontrast zu dunkler Wand": © Hans Altmeyer - altmeyertext.de
2. "Holz glatt spachteln": Paul Jaeger GmbH & Co. KG Pressemeldung
3. "Grundierung auf Holz spritzen": Brillux Presssemeldung
4. "Holzdecke mit dem Pinsel streichen": Paul Jaeger GmbH & Co. KG Pressemeldung
5. "Holzdecke vor dem Anstrich": Paul Jaeger GmbH & Co. KG Pressemeldung
6. "Holzdecke weiß gestrichen": Paul Jaeger GmbH & Co. KG Pressemeldung
7. "Blitzer durch Holzbewegung": © Hans Altmeyer - altmeyertext.de
8. "Intakte Paneelfuge": © Hans Altmeyer - altmeyertext.de

Am meisten gelesen