Schrauben – Übersicht der Schraubenarten

Schrauben – Übersicht der Schraubenarten

Eine genagelte Schraube hält besser als ein geschraubter Nagel! Auch wenn in diesem etwas unsinnigen Spruch sogar ein Fünkchen Wahrheit steckt, ist es doch besser die richtige Schraube und vor allem das richtige Schraubwerkzeug zu verwenden.

Auf dieser Seite möchten wir daher eine Übersicht an Schraubenarten bieten, zeigen verschiedene Tabellen zu Schraubenarten, stellen unterschiedliche Arten von Schraubenköpfen vor und erklären wofür sie eingesetzt werden können.

Schraubverbindungen sind eine tolle Möglichkeit, um lösbare Verbindungen zu schaffen. Zwar sind viele sogenannte Universalschrauben erhältlich, jedoch nur mit der Wahl der richtigen Schrauben, bieten diese auch den perfekten Halt und können sogar gestalterisch genutzt werden.

Grundwissen: Harter Schraubfall - weicher Schraubfall

Bei der Suche nach dem richtigen Schraubantrieb beziehungsweise Schraubwerkzeug fallen häufig Begriffe, wie harter Schraubfall und weicher Schraubfall. Doch worin liegt der Unterschied und worauf muss beim  Kauf von Bits geachtet werden?

Der Unterschied im Schraubfall liegt in den Bezeichnungen "hart" und weich". Gemeint ist hiermit das Einsetzen des Drehmomentes beim Anziehen der Schraube.

  • Ein harter Schraubfall liegt vor, wenn das Drehmoment schlagartig also hart ansteigt. Trifft der Schraubenkopf auf einen festen Untergrund bleibt die Schraube ruckartig stehen und das Drehmoment steigt in sehr kurzer Zeit enorm an . Das ist häufig der Fall, wenn harte Materialien mit Schlossschrauben befestigt werden.
  • Der weiche Schraubfall ist eher im Holzbereich zu finden. Hier drückt sich der Schraubenkopf nach und nach in das Material und das Drehmoment steigt langsam bis auf das Maximum an.
Harte Bits mit Torsionszone für harte und weiche Schraubfälle

Entscheidend kann das Wissen über den Schraubfall beim Kauf von Bits sein. Ist beispielsweise häufig mit einem harten Schraubfall zu rechnen, dürfen keine harten Bits eingesetzt werden. Harte Materialien sind häufig auch spröde und ein harter Bit würde bei einem ruckartigen Anstieg des Drehmomentes brechen. Hier werden eher weiche beziehungsweise zähe Bits benötigt, die sich beim Eintreten des Drehmomentes leicht federnd biegen und die Torsionskräfte aufnehmen.

Wird ausschließlich Holz verschraubt und ist mit vielen weichen Schraubfällen zu rechnen, können harte Bits verwendet werden. Im weichen Schraubfall unterliegen sie nicht der Gefahr des Brechens, sind aufgrund ihrer Härte aber verschleißfester und halten länger.

Heimwerkern bringt es selten einen Vorteil auf den Unterschied des harten oder weichen Schraubfalls zu achten, und den Kauf der Bits danach zu richten. Hier kommen sogenannte zäh-harte Bits zum Einsatz, die hart genug sind, um sich auch bei größeren Drehmomenten nicht zu deformieren, aber nicht so hart, dass sie bei einem harten Schraubfall brechen. Ermöglicht wird die Kombination häufig auch durch Bits mit Torsionszone. Das sind weichere Zonen im mittleren Bereich des Bits, die federnd wirken, während die Spitze des Bits hart sein kann. So werden die Eigenschaften harter Bits mit denen zäher kombiniert.

Einteilung der Schrauben

Schraubverbindungen gehören zu lösbaren Verbindungen. Hierfür besitzen sie ein Gewinde, welches es ermöglicht, sie anzuziehen und zu lösen. Wichtig für die Unterscheidung ist in erster Linie die Form des Gewindes.

  • Metallschrauben besitzen einen zylindrischen Schaft (Zylinderschrauber) mit einem genormten Gewinde. Dieses können ein metrisches Gewinde aber auch Schrauben mit anderen Gewindearten, wie Rund-, Trapez- oder Rohrgewinde, sein. Gebräuchlich sind in Deutschland hauptsächlich metrische ISO- und Feingewinde. Metallschrauben benötigen immer ein Gegenstück mit demselben Gewinde in Form einer Mutter oder einer Bohrung mit Gewinde im Werkstück.
  • Holzschrauben sind mehr oder weniger konisch und besitzen ein Grobgewinde. Da sie sich das Gegengewinde selbst in das Material (hauptsächlich Holz) schneiden, benötigen sie kein genormtes Gewinde.

Schraubenarten Metall

Kennzeichnung von Maschinenschrauben nach DIN

Metallschrauben werden auch Maschinenschrauben genannt, da sie vorwiegend im Maschinenbau und Metallgewerbe ihren Einsatz finden. Aufgrund festgelegter Formen und Festigkeiten, findet auch die Bezeichnung DIN-Schrauben häufig Anwendung. Für den Heimwerker häufig weniger interessant, ist im Maschinenbau vor allem die Festigkeitsklasse interessant.

Bezeichnung von Metallschrauben
Bezeichnung von Metallschrauben
Schraubenarten Übersicht Metallschrauben
1. Schlossschrauben, 2. Madenschrauben, 3. Stockschrauben, 4. Möbelgriffschrauben, 5. Augenschraube, 6. Verschlussschraube, 7. Verbundschrauben

Eine spezielle Kennzahl auf dem Schraubenkopf gibt Auskunft über Zugfestigkeit und Streckgrenze. Sie informiert darüber, mit welchem Drehmoment die Schraube maximal angezogen werden kann und für welche Beanspruchung sie ausgelegt ist. Im privaten Bereich und ohne besondere Beanspruchung ist die Festigkeitsklasse 8.8 gebräuchlich.

FestigkeitsklasseZugfestigkei in N/mm²Streckgrenze in N/mm²
4.6400240
5.6500300
5.8500400
6.8600480
8.8800640
10.91000900
12.912001080

Aus der kompletten DIN-Bezeichnungen einer Metallschraube lassen sich aber noch weit aus mehr Informationen entnehmen.

Schraube ISO 4017 M8 x 50 - 8.8

  • ISO 4017 (alt DIN 933) - Sechskantschraube mit durchgängigem Gewinde bis zum Kopf
  • M8 - Gewindegröße metrisches Gewinde M8 (möglich auch M8 x 1 für Feingewinde)
  • x 50 - Schaftlänge von 50 mm (bei Teilgewinde: 50/30 - Schaftlänge 50 mm davon 30 mm Gewinde)
  • 8.8 - Zugfestigkeit 800 N/mm² und Streckgrenze 640 N/mm²

Die folgende Tabelle zu Schraubenarten bietet eine Auswahl verschiedener Metallschrauben. Sie zeigt die Besonderheiten auf und erklärt, wofür die Schrauben verwendet werden.

Spezielle Gewindeschrauben und Bezeichnungen

BesonderheitVerwendung
Schlossschraube

Halbrunder Kopf mit Vierkant

Nach der Befestigung ist von der Schlossschraube lediglich noch eine Linsenform zu sehen. Das Ansetzen eines Schlüssels ist am Schraubenkopf nicht möglich. Als Halt dient lediglich ein Vierkant unterhalb der Kopfes, der sich in das Holz drückt oder in einer eckigen vorgefertigten Bohrung gehalten wird.

Ohne Schraubenantrieb lassen sich Schlossschrauben von der sichtbaren Seite nicht lösen. Daher werden sie gerne zur Befestigung von sicherheitsrelevanten Bauteilen verwendet. Aufgrund der glatten Form sehen sie aber auch ansprechend aus und verringern das Verletzungsrisiko. Daher werden sie für Stühle und Bänke genutzt.
Madenschraube

Gewindestift ohne Kopf

Madenschrauben besitzen keinen Kopf und können komplett durch das Gegengewinde gedreht werden. Der Schraubenantrieb wird in den Gewindestift eingearbeitet. Daher sind neben einen Schlitz nur innenliegende Schraubenantrieb, wie Torx, Innenvielzahn oder Innensechskant möglich.

Ohne überstehenden Kopf sind Madenschrauben nicht in der Lage zwei Werkstücke aufeinander zu pressen. Sie dienen häufig der Sicherung indem die Madenschraube in ein Gewindeloch geschraubt wird und mit der Spitze in eine Bohrung oder eine Kerbe des zweiten Teiles drückt.
Stockschraube

Bolzen mit Metallgewinde und Holzgewinde

Stockschrauben besitzen beide Arten von Schraubengewinde. Ein Schraubenantrieb kann innenliegend an der Seite des Metallgewindes eingearbeitet sein, aber auch mittig in Form eines Sechskants vorhanden sein.

Stockschrauben sind Befestigungsschrauben, welche mit Hilfe eines Dübels in das Mauerwerk oder direkt in Holz gesetzt werden können. Das überstehende Metallgewinde dient als Befestigung mittels Gewindemutter oder eingearbeitetem Gewinde.
Möbelgriffschraube

Gewindeschraube - großer flacher Kopf

Möbelgriffschrauben (Beschlagschrauben) besitzen im Verhältnis zum Gewindedurchmesser einen sehr großen aber flachen Kopf. Der Schraubenantrieb erfolgt zumeist durch einen Schlitz oder Kreuzschlitz.

Der große Durchmesser des Kopfes soll verhindern, dass er sich in das Holz drückt und gleichzeitig eine große Reibfläche bieten. Da Möbelgriffe häufig aus Kunststoff sind, dürfen die Schrauben nicht zu fest angezogen werden und sich dennoch nicht lösen. Das wird durch eine große Kontaktfläche zwischen Schraubenkopf und Holz sichergestellt
Augenschraube

Gewindebolzen mit Ring

Augenschrauben besitzen keinen Schraubenantrieb und stattdessen einen aufgesetzten Ring in unterschiedlichen Ausführungen.

Ringschrauben sind zusätzlich mit einem Bund ausgestattet, der auf der Oberfläche aufliegt.

Augenschrauben dienen nicht zum Verbinden von zwei oder mehreren Werkstücken. Sie werden genutzt, um Befestigungsmöglichkeiten zu schaffen. Das "Auge" wird zum Einhängen von Stricken, Ketten oder Karabiner genutzt. Auch Ausführungen als Mutter sind möglich.

Flügelschraube

Gewindebolzen mit Hand-Schraubenantrieb

Flügelschrauben besitzen keinen typischen Schraubenantrieb. An Ihrem Kopf befinden sich zwei Flügel, mit denen die Schraube von Hand gedreht werden kann.

Der Anzug von Hand schließt eine große Kraftübertragung aus. Flügelschrauben kommen daher dort zum Einsatz, wo ohne Werkzeug eine häufig 
Verschlussschraube

Ähnlich der Madenschraube mit oder ohne Bund

Verschlussschrauben besitze ein sehr kurzes Gewinde, in vielen Fällen ein Feingewinde und können mit oder ohne Bund ausgeführt sein.

Verschlussschrauben dienen dem Abdichten von Rohren, Öffnungen oder Einfülllöchern. Ihre Form kann sehr speziell sein und ist häufig den Anforderungen angepasst. Eingesetzt werden sie im Maschinenbau beispielsweise als Öl-Ablassschraube.
Verbundschrauben

Schraube mit Gegenstück

Verbundschrauben bringen ihre "Mutter" in Form eines passenden Gegenstückes mit.

Statt einer Mutter oder einem Gewindelöch, besitzen Verbundschrauben spezielle Gegenstücke, die es ermöglichen zwei Möbelbretter zusammenzuziehen, ohne diese zu beschädigen. Ihr Einsatzgebiet ist daher der Möbelbau.

Schraubenarten Holz

1. Spanplattenschrauben, 2. Wiener Schrauben, 3. Schnellbauschrauben, 4. Spenglerschrauben, 5. Bohrschrauben, 6. Möbelschrauben
1. Spanplattenschrauben, 2. Wiener Schrauben, 3. Schnellbauschrauben, 4. Spenglerschrauben, 5. Bohrschrauben, 6. Möbelschrauben

Das Gewinde von Holzschrauben ist nicht genormt und so ist eine einheitliche Bezeichnung von Holzschrauben schwer möglich.  Hier versuchen verschieden Hersteller die optimale Gewindesteigung und beste Schraubenform für unterschiedliche Materialien zu entwickeln. 

Gerade der Schraubenhersteller Spax besitzt hier eine vorreitende Stellung, da nicht nur verschiedene Anwendungsgebiete abgedeckt werden, sondern auch eine kontinuierlich sehr gute Qualität geboten wird. 

In der folgenden Tabelle zu Schraubenarten möchten wir einige Bezeichnungen von Spezialschrauben erklären. Viele Bezeichnungen definieren jedoch nur die Verwendung und bestimmte Eigenschaften. Dennoch können Schrauben mit derselben Bezeichnung sehr unterschiedlich ausfallen. Unterschiede zeigen sich vor allem in der Gewindeform oder dem Schraubenanschnitt. Mitunter muss man sich ein wenig ausprobieren, bis die optimalen Schrauben gefunden werden. Dann empfiehlt es sich bei einem Hersteller zu bleiben, um stets ein gleichbleibendes Schraubergebnis zu erzielen.

Spezielle Holzschrauben und Bezeichnungen

Spanplattenschraube

Die Spanplattenschraube ist eine recht einfache schlanke Holzschraube ohne besondere Merkmale. Sie kann ein Teil- oder Vollgewinde besitzen und hat einen Senkkopf. Als Schraubantrieb kommen außer Außensechskant fast alle Varianten in Frage.

Eingesetzt werden können Spanplattenschrauben in vielen Bereichen und bilden damit eine Universalschraube. Spezielle zusätzliche Details können sie aber auch für besondere Anwendungen spezifizieren

Wiener Schraube

Wiener Schrauben zeichnen sich neben einem Teilgewinde vor allem in ihrem Sechskantschraubenkopf aus. Da hierzu ein ein Maul- oder Ringschlüssel verwendet werden kann, werden Wiener Schrauben häufig auch als Schlüsselschrauben bezeichnet.

Da mit einem Schlüssel ein großes Drehmoment übertragen werden kann, kommen Wiener Schrauben hauptsächlich für Verbindungen mit besonderer Beanspruchung zum Einsatz. Ihr Teilgewinde sorgt dafür, dass die zu verbindenden Teile fest aufeinander gepresst werden können.

BohrschraubenIst das Material sehr hart oder platzt schnell, muss das Schraubenloch vorgebohrt werden. Bohrschrauben besitzen hierfür an der Spitze einen kleinen Bohrer, der das zusätzliche Bohren überflüssig macht. Bohrschrauben werden für Holz und dünne Bleche eingesetzt.
DielenschraubenDielen schrauben können, wie Bohrschrauben eine Bohrspitze besitzen, sind jedoch auch ohne so ausgeführt, dass sie leichtgängig in das Material gehen. Ein zusätzlich kleiner Schraubenkopf, der häufig sehr spitz zuläuft, verhindert das Ausplatzen der Holzoberfläche bein Versenken der Schraube.
FensterrahmenschraubenSehr schlank, lang und zumeist mit einem kleinen Kopf ausgestattet sind Fensterrahmenschrauben (Rahmenschrauben, Fensterbauschrauben). Ihr besonderer Unterschied liegt jedoch in Ihrem Gewinde, welches direkt und ohne Dübel in Beton und Ziegel geschraubt werden kann.
JustierschraubenJustierschrauben besitzen am oberen Schaft Ringe in Zahnform. Wird mit solchen Schrauben ein Brett befestigt, kann die Justierschraube anschließend durch ein Linksdrehen justiert werden. Durch die Zahnringe dreht sich die Schraube nur aus dem Untergrund, das Brett wird mit der Schraube angehoben oder gesenkt.
MöbelschraubenMöbelschrauben sind sehr individuell gefertigt, besitzen jedoch eine Gemeinsamkeit. Der Schraubenkopf ist stehts als Senkkopf oder flacher Linsenkopf ausgeführt und kann einen auffallend großen Durchmesser besitzen. Damit wird gewährleistet, dass sie Möbelschraube einen guten Halt findet, versenkt wird und in erster Linie keine Verletzungsgefahr bietet.
SchnellbauschraubenSchnellbauschrauben kommen hauptsächlich im Trockenbau zum Einsatz. Sie besitzen eine sehr scharfe Spitze und ein Doppelganggewinde. Das ermöglicht eine schnelle Arbeitsweise, da das Gewinde zwar eine sehr große Steigung hat, durch zwei Gewindegänge insgesamt jedoch nicht Gänge als eine übliche Holzschraube. Sie bietet denselben Halt, bei einer viel größeren Steigung. 
SpenglerschraubenDie Schraubenform, Schraubengröße oder das Gewinde ist für eine Spenglerschraube nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist ihre abdichtende Funktion durch eine Gummidichtung. Diese kann direkt unter einem sehr großen Schraubenkopf oder einer zusätzlichen Scheibe liegen. Ihren Einsatz finden Sie vor allem in der Flachdacheindeckung mittels Blechen.
TerrassenschraubenWie der Name sagt, sind Terrassenschrauben zum Befestigen von Terrassendielen gedacht. Neben einer selbst schneidenen Spitze, die ein Vorbohren erübrigt, besitzen sie ein geteiltes Gewinde. Der untere Teil greift sicher in die Holzkonstruktien, der mittlere ohne Gewinde bietet Arbeitsspielraum und der obere Gewindeteil hält die Terassendiele fest. Terassenschrauben zeichnen sich zusätzlich durch nicht rostende Materialien, wie Edelstahl aus, während Verlegeschrauben durch eine Zinkschicht nur einen bedingten Rostschutz bieten.

Vollgewinde oder Teilgewinde – was ist besser?

Bei Metallschrauben weniger relevant, da hier das obere Werkstück immer eine zur Schraube passende Bohrung aufweist, kann die Frage nach Teilgewinde oder Vollgewinde bei Holzschrauben von großer Bedeutung sein.

Vollgewindeschrauben und Teilgewindeschrauben
Vollgewindeschrauben und Teilgewindeschrauben

Vor- und Nachteile von Vollgewinde-Schrauben

Wie der Name bereits sagt, zieht sich bei Vollgewinde-Schrauben das Gewinde von der Spitze bis zum Kopf. Vorteilhaft ist diese Eigenschaft, wenn Winkel, Bleche oder ähnliches befestigt werden. Hierbei greift das Vollgewinde über die gesamte Schraubenlänge in das Holz oder den Dübel und bietet den maximalen Halt.

Besitzt das zu befestigende Teil eine Bohrung die im Durchmesser größer als die Schraube ist, so wird dieses Teil durch das Eindrehen der Schraube fest auf den Untergrund gedrückt. Besitzt das obere Material jedoch keine Bohrung und werden die zu verschraubenden Werkstücke nicht fest aufeinander gepresst, bleibt eine Lücke zwischen beiden Teilen, die auch durch festeres Eindrehen der Schraube nicht beseitigt werden kann. Sollen beide Teile fest verbunden sein, muss das obere groß genug vorgebohrt werden.

Bei Vollgewinde besteht die Gefahr, dass beide Teile nicht aufeinander gepresst werden.
Bei Vollgewinde besteht die Gefahr, dass beide Teile nicht aufeinander gepresst werden.

Bei der Befestigung von Dielen kann es jedoch von Vorteil sein, dass das Vollgewinde in die Unterkonstuktion (Balkendecke) und in die Diele greift. Selbst, wenn die Dielen trocknen und die Materialstärke schwindet, wird sie sicher vom Gewinde gehalten und es entstehen unter Belastung keine knarrenden Geräusche.

Vor- und Nachteile von Teilgewinde-Schrauben

Teilgewindeschrauben besitzen nur im unteren Bereich (etwa 2/3) der Schraube ein Gewinde. Der obere Schaft ist glatt und etwas schmaler als das Gewinde selbst (Schloss- und Wiener Schrauben besitzen einen dickeren Schaft). Das hat den Vorteil, dass das obere Werkstück nicht vorgebohrt werden muss. Nachdem sich das Gewindestück durch dieses gebohrt hat, ist der Schaft ohne Gewinde beweglich in diesem Bereich und kann es fest gegen das untere Werkstück ziehen. Bei einfachen Holzbauten ist diese Arbeitsweise schneller und effektiver als bei Vollgewinde-Schrauben.

Nachteilig ist hingegen, dass Teilgewinde-Schrauben negativ auf Bewegungen oder Materialschwund reagieren. Schwindet das Material unter dem Schraubenkopf durch Austrocknung oder regelmäßige Be- und Entlastung, wie das bei Dielen der Fall ist, entsteht ein Spiel und das oberer Holzstück kann sich bewegen. Es entsteht das typische knarrende Geräusch bei alten Dielenböden.

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