Die Stichsäge – Grundausstattung in jeder Werkstatt

Die Stichsäge – Grundausstattung in jeder Werkstatt

Stichsägen gehören zu jeder Grundausstattung einer Werkstatt. Mit ihnen lassen sich Konturen ebenso schneiden, wir lange Geraden. Hierfür sollte jedoch auf die Qualität geachtet werden. Günstige Stichsägen neigen dazu unter Belastung zu verlaufen, sodass trotz Führung kaum gerade Schnitte möglich sind.

Der besondere Vorteil einer Stichsäge licht jedoch im einseitig gespannten Sägeblatt, mit dem sich auch Ausschnitte und vor allem exakte Ecken sägen lassen. Benötigt wird lediglich ein vorgebohrtes Loch mit der Größe des Sägeblattes.

Mit einer Stichsäge lassen sich fast alle Materialien bearbeiten und extrem lange Sägeblätter ermöglichen sogar das Kürzen von dicken Blaken oder kleinen Bäumen. Die Kraft vieler Sägen ist hierfür absolut ausreichend und die Pruduktpalette enorm groß.

Interessantes zur Geschichte der Stichsäge

Werkzeuge zur Holzbearbeitung gibt es schon ziemlich lange, die Erfindung der Stichsäge benötigte jedoch ihre Zeit und ist dem Schweizer Albert Kaufmann zu verdanken. Heute gilt zumeist das Unternehmen Bosch als Erfinder und Urheber des praktischen Werkzeuges, was jedoch nur bedingt stimmt.

Albert Kaufmann war Mitarbeiter der Scintilla AG und hatte seine zündende Idee beim Betrachten der Nähmaschine seiner Frau. Ein Sägeblatt, dass sich mit einem elektrischen Antrieb auf und ab bewegt. Die Scintilla AG stellte das Patent ein und produzierte die ersten Stichsägen mit der Bezeichnungt "Lesto-Stichsäge" für den Heimwerker. Erst fast zehn Jahre später wurde die Scintilla AG durch Bosch übernommen. Der echte Erfinder ist somit nicht Bosch, sondern die Scintilla AG, die inzwischen zur Robert Bosch GmbH gehört.

Funktionsweise der Stichsäge

Umwandlung der Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung
Umwandlung der Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung

Die Funktion eines Verbrennungsmotors und die Umwandlung der geradlinigen Bewegung des Kolbens in eine Drehbewegung ist fast jedem geläufig. Noch deutlicher wird die Bewegungsumwandlung jedoch bei einer Dampflok, da hier die Hubbewegung deutlich an den Rädern sichtbar ist.

Der sich geradlinig bewegende Kolben treibt eine Pleuelstange an, die beweglich mit einem Rad verbunden ist. Die Hin- und Herbewegung der Pleuelstange versetzt das Rad in eine Drehbewegung und wandelt so die Bewegungsart um. Gleiches passiert umgedreht bei einer Nähmaschine oder Stichsäge. Die Drehbewegung des Motors wird durch eine daran befestigte Pleuelstange in eine geradlinige Bewegung umgewandelt. Es entsteht die Hubbewegung der Stichsäge.

Zumindest beschreibt das die Funktion der ersten Modelle. Heute besitzen Stichsägen deutlich mehr Möglichkeiten und werden daher häufig als Pendel-Hub-Stichsäge bezeichnet. Welche Ausstattungsmerkmale eine Stichsäge besitzen kann, soll der nächste Absatz beschreiben.

Pendelhub und weitere Ausstattungen einer Stichsäge

Die anfängliche einfache Hub-Bewegung der Stichsäge beziehungsweise des Stichsägeblattes besitzt einen entscheidenden Nachteil. Ein Sägeblatt schneidet nur in eine Richtung – wird das Blatt zurückgezogen, schleift es mit dem Zahnrücken über das zu trennende Material. Was einerseits die Zähne schneller abnutzt, führt anderseits auch zu einer besonderen Wärmeentwicklung, die weder dem Sägeblatt noch dem Material zugute kommt.

Verstellbarer Pendelhub
Verstellbarer Pendelhub

Wird eine Handsäge verwendet, hebt sicher niemand das Sägeblatt bei der Rückwärtsbewegung vom Material ab. Jedoch wird nur bei der Vorwärtsbewegung Druck auf die Schneiden ausgeübt. Rein theoretisch ließe sich das auch bei einer elektrischen Säge so handhaben, bei einer Hubzahl von mitunter über 3000 min-1 lässt sich das jedoch nur schwer realisieren. Daher wurde der Stichsäge zum eigentlichen Hub eine Pendelbewegung hinzugefügt. Diese sorgt dafür, dass das Sägeblatt in Schnittrichtung gegen das Material gedrückt wird und bei der Rückwärtsbewegung von diesem abhebt. Bei gut ausgestatteten Stichsägen lässt sich die Pendelbewegung in mehreren Stufen verstellen. Ohne Pendelhub wird die Schnittfläche sehr sauber und das Sägeblatt lässt sich leicht um Konturen führen. Je größer die Pendelbewegung eingestellt wird, desto größer ist der Arbeitsfortschritt, worunter jedoch die Schnittqualität leiden kann.

Wie Bohrmaschinen und Akkuschrauber besitzen auch viele Stichsägen einen sogenannten Gasgebeschalter. Dieser ermöglicht es mit etwas Fingerspitzengefühl die Drehzahl des Motors und damit die Hubgeschwindigkeit des Sägeblattes zu verändern. Diese Möglichkeit ist besonders wichtig, wenn unterschiedliche Materialien mit der Säge gesägt werden sollen. Mitunter ist es jedoch schwer, die exakte Geschwindigkeit beim Sägevorgang zu halten, sodass Stichsägen mit einer Drehzahlvoreinstellung bei intensiver Nutzung einen besonderen Vorteil besitzen.

Je härter das zu schneidende Material ist, je langsamer sollte die Hubbewegung (Schnittgeschwindigkeit) sein und so geringer muss die Pendelbewegung eingestellt werden. 

SDS-Schnellwechselaufnahme
SDS-Schnellwechselaufnahme

Sie nennen sich SDS-Aufnahme, Schnellspannbügel oder besitzen andere herstellereigene Bezeichnungen – Gemeint ist in allen Fällen ein werkzeugloser Sägeblattwechsel, der heute schon zu einer Standardausstattung gehört. Hierbei wird das Sägeblatt durch eine Verriegelung oder einem Federmechanismus gespannt und braucht zur Werkzeugentnahme nur entsichert werden. Der Vorteil liegt hier nicht nur in einer einfacheren Handhabung und der Zeitersparung beim Wechseln des Sägeblattes, das Sägeblatt wird ebenso passgenau und gerade gehalten, was bei älteren Spannmethoden mittels Spannschrauben kaum möglich war.

Der werkzeuglose Sägeblattwechsel setzt in vielen Fällen jedoch besondere Sägeblattaufnahmen voraus, sodass nicht immer alle Sägeblätter aller Hersteller genutzt werden. Ein weiterer Nachteil kann mitunter die Umsetzung der Schnellspannvorrichtung sein. Gerade günstige Hersteller neigen dazu diese recht einfach zu gestallten, sodass eindringender Sägestaub bald zu einer erschwerten Funktion oder gar zum Klemmen der Spannvorrichtung führt. Hier sollte man auf Erfahrungen und Testberichte setzen. 

Bosch CutControl für eine bessere Schnittkontrolle
Bosch CutControl für eine bessere Schnittkontrolle

Laserpointer und andere Laser-Anzeigegeräte lassen sich mit aktueller Technik besonders klein, stromsparend und kostengünstig umsetzen. Es ist daher verständlich, dass viele Werkzeughersteller auf diese Technik setzen und ihre Werkzeuge mit einer Laser-Schnittanzeige ausstatten. Gerade bei einer Stichsäge sollte man hier aber nicht zu viel erwarten, was nicht unbedingt an der Qualität der Laseranzeige liegt. Die Stichsäge ermöglicht es, Kurven und Rundungen zu sägen und lässt sich hierfür in sehr kleinen Radien bewegen. Ohne Anschlag oder Führungsschiene ist es daher nur sehr schwer möglich exakt gerade Schnitte auszuführen. Kleinste Änderungen in der Haltung beeinflussen bereits den Schnittverlauf. Eine Laser-Schnittanzeige kann diese Veränderungen kaum vorhersehen noch ausgleichen. Sie kann zwar in Kombination die Schnittrichtung vorgeben, Ungenauigkeiten lassen sich damit jedoch nicht vermeiden. Vorteilhaft ist eine Laser-Schnittanzeige jedoch beim groben Trennen großer Platten. Da die Markierung des Lasers bereits vor der Säge zu sehen ist, lässt sich recht einfach die Schnittrichtung einstellen und ein gewünschter Schnittpunkt anpeilen.

Neben der Laserführung gibt es auch weitere Vorrichtungen zur besseren Schnittführung, wie das Bosch CutControl, welches mit mehreren Markierungen gleichzeitig für Gehrungsschnitte geeignet ist.

Die Absaug- oder Späne-Blasfunktion ist bei einer Stichsäge besonders wichtig. Die Stichsäge dient in er vielen Fällen dem Schneiden von Konturen oder Ausschnitten. Lange gerade Schnitte werden eher selten genutzt, sodass eine Führungsschiene oder ein Parallelanschlag selten zum Einsatz kommt. Das Sägen nach Anriss erfordert jedoch, dass Arbeitsfläche stets frei von Spänen sein muss und so der Schnittverlauf ständig dem Anriss angepasst werden kann. Die Kombination mit einem Staubsauger ist zwar in sehr vielen Fällen sinnvoll, der zumeist sehr starre Saugschlauch erschwert jedoch die exakte Führung der Stichsäge. Vorteilhafter kann hier eine Blasfunktion sein, die die Späne direkt vor dem Sägeblatt von der Werkstückoberfläche und somit vom Anriss weg bläst. Bei einer umfangreichen Sägearbeit ist wenn möglich, natürlich die Absaugung vorzuziehen.

Verstellung der Grundplatte ermöglicht Gehrungsschnitte
Verstellung der Grundplatte ermöglicht Gehrungsschnitte

Es ist zwar eher selten, dass die Funktion genutzt wird, aber fast alle Stichsägen ermöglichen Gehrungsschnitte oder Schrägschnitte. Selten, da sich hierbei die benötigte Schnitttiefe deutlich erhöht und es nur mit einer sehr guten Stichsäge und einem sehr scharfen und stabilen Sägeblat möglich ist, wirklich exakte Gehrungsschnitte auszuführen. In vielen Fällen verläuft der Schnitt, was sich im Schnittverlauf nur schwer korrigieren lässt. Für Leisten und grobe Zuschnitte ist die Funktion geeignet, lange Schrägschnitte sollten jedoch vermieden werden.

Zur Winkelverstellung besitzen Stichsägen in fast allen Fällen eine verstellbare Grundplatte mit Einrastfunktion, die Schnitte in 15, 30 und 45° ermöglicht. Mehr Rastfunktionen sind selten üblich. Die Verstellung erfolgt zumeist durch das Lösen einer oder zwei Schrauben, sodass sich die Grundplatte erst leicht verschieben lässt, um die Rastfunktion zu lösen, und anschließend zur Winkelverstellung verdreht werden kann. Mit dem Anziehen der Schraube wird die Grundplatte wieder gesichert. Sicher ist es sinnvoll eine Stichsäge auch mal für Gehrungsschnitte einsetzen zu können. Als Grundvoraussetzung sollte es jedoch nicht gesehen. 

Schaftformen verschiedener Hersteller

Es ist im allgemeinen üblich, dass Hersteller gerne ihr eigenes Süppchen kochen, um ihre Kunden bei der Verwendung von Werkzeugen an die eigene Marke zu binden. Mitunter werden auch Werkzeuge zeitgleich an unterschiedlichen Orten entwickelt, sodass verschiedene Werkzeugaufnahmen entstehen. Ein deutliches Beispiel sind hierfür die Sägeblattschäfte, die hauptsächlich in zwei verschiedene Formen aufgeteilt werden – in T-Schaft und U-Schaft.

Die folgende Tabelle zeigt aber auch, dass manche Hersteller beide Varianten nutzen oder genutzt haben. Inzwischen setzt die Mehrheit auf den T-Schaft beziehungsweise ermöglicht es, dass beide Schaftformen genutzt werden können. Ein gutes Beispiel, in dem Firmen nicht nur gegeneinander arbeiten.

Die Mehrheit an der T-Schaft-Variante erreicht gleichzeitig ein größeres Angebot an passenden Sägeblättern, sodass es Sinn macht, beim Kauf einer Stichsäge auf diese Variante oder die Möglichkeit beide Formen zu nutzen gesetzt werden sollte.

U-Schaft Black+Decker, Kress, Stayer, Skil, Ryobi, Power Base
T-Schaft AEG, Atlas Copco, Bosch, Black+Decker, DeWalt, Elu, Festool, Flex, Hitachi, Kress, Mafell, Makita, Metabo, Protool,

Stichsäge mit Bügelgriff oder Knaufgriff?

Wer hier nach einer Antwort sucht, wird endlos viele Diskussionen und Meinungen finden, die sich vermutlich nie einig werden. Beide Varianten haben bei Hand- und bei Heimwerkern ihren Platz gefunden und Vor-, sowie Nachteile. Für welche man sich entscheidet, liegt letztendlich an jedem selbst und den geplanten Einsatzzwecken. Daher werden hier beide vorgestellt:

Stichsäge mit Bügelgriff

Stichsäge mit Bügelgriff

Sie ist der Klassiker und daher eine sehr verbreitete Variante, die für viele einfach die Grundform einer Stichsäge darstellt. Daher ist sie hauptsächlich im Baumarkt bei Heimwerkern zu finden. Fast jeder kennt sie noch aus Opas Werkstatt und wer mit dieser Form aufgewachsen ist, wird vermutlich auch dabei bleiben.

Der Griff befindet sich, wie der Name sagt, als Bügel oberhalb der Säge, wodurch sie höher als eine Säge mit Knaufgriff ist. Ihr Vorteil liegt in einer bequemen Halteposition, wenn man sich deutlich höher als der Sägepunkt befindet. Beispielsweise gebeugt über den Arbeitsplatz. Der Einschalter ist leicht zu bedienen und auch auch die Schnittgeschwindigkeit kann während des Schneidvorganges variiert werden. Die Bügelgriffsäge eignet sich daher zum "schnellen Gebrauch", wie er beim Sägen von Leisten oder einfachen Schnittaufgaben vorkommt. Auch Metalle lassen sich aufgrund der leicht anpassbaren Schnittgeschwindigkeit gut sägen. 

Die relativ hohe Bauform und vor allem die hohe Griffposition erschwert natürlich die exakte Führung. Recht leicht kann eine Bügelgriffsäge seitlich gekippt werden und es entstehen keine rechtwinkligen Schnitte. Auch das Kontursägen werden wird durch die große Entfernung zwischen Haltegriff und Sägeblatt etwas benachteiligt.

Stichsäge mit Knaufgriff

Stichsäge mit Knaufgriff

Wer häufig in Firmen unterwegs ist oder das Werkzeug von vielen Handwerkern betrachtet, wird sehr häufig Stichsägen mit einem Knaufgriff sehen. Wobei der Knauf in dem Sinne selten wirklich als Griff ausgeprägt ist. Vielmehr nimmt er die Mechanik zur Umwandlung der Drehbewegung in eine senkrechte Hubbewegung auf. Zum Halten wird der Knaufgriff lediglich beim Sägen mit beiden Händen genutzt. Mit einer Hand wird die Säge am abgerundeten Grundkörper gehalten, wodurch sich eine sehr niedrige Halteposition zum Werkstück ergibt. Das ermöglicht ein sicheres Führen und ein Kippeln der Säge ist kaum möglicht. Der fehlende Bügel sorgt zusätzlich für weniger Platzbedarf beim Transportieren.  Die abgerundete Bauform ermöglicht es die Säge auf Kopf zu halten und untern dem Werkstück entlang zu führen. Sinnvoll ist diese Halteposition, wenn Materialien mit empfindlicher Oberfläche gesägt werden. Mit einer Bügelgriffsäge ist diese Schnittposition kaum möglich.

Direkt unter dem Gehäuse des Griffbereichs einer Stichsäge mit Knaufgriff befindet sich der Motor. Damit dieser gut umfasst werden kann, muss das Gehäuse so klein, wie möglich gehalten werden. Aus diesem Grund und aus der nicht vorgegebenen Halteposition besitzen Stichsägen mit Knaufgriff keinen typischen Gasgebe-Schalter. Sie müssen mit einer möglichen Drehzahlvorgabe bereits vor dem Schnitt eingeschaltet werden. Ein sofortiger Stillstand beim Loslassen der Säge ist somit ebenfalls nicht gegeben (möglich über Sicherheitsschalter). Die Stichsäge mit Knaufgriff eignet sich daher eher für längere Sägearbeiten. Häufiges Ein- und Ausschalten, wie es beim Sägen von schmalen Leisten oder kleinen Konturen nötig ist, gestaltet sich eher umständlich.

Das richtige Sägeblatt für einen sauberen Schnitt

Ein gutes Schnittergebnis wird in erster Linie von einem guten Werkzeug bestimmt, was sich gerade bei der Stichsäge in das verwendete Modell, aber auch dem eingesetzten Sägeblatt unterteilt.

Ist die Stichsäge labil, richtet sich das eingespannte Sägeblatt nicht selbstständig aus oder ist die Grundplatte schief, nützt das beste Sägeblatt nichts – die Sägeschnitte werden schief und es ist nur schwer möglich die Säge exakt am Anriss entlang zu führen. Die Arbeit mit einer Führungsschiene kann sogar unmöglich werden, da das Sägeblatt verläuft und sich eine Spannung zwischen Schnittführung und der Position des Sägeblattes im Schnitt aufbaut. Gerade bei einer Stichsäge werden Qualitätsunterschiede daher schnell spürbar und all zu günstige Schnäppchen entpuppen sich schnell als Fehleinkauf.

Sägeblätter für Kurvenschnitte, Aluminium, Stahl und Holz
Sägeblätter für Kurvenschnitte, Aluminium, Stahl und Holz

Gleiches gilt natürlich für die verwendeten Sägeblätter, wobei sich hierbei Qualitätsunterschiede eher in der Standzeit bemerkbar machen. Wer selten mal Kunststoff sägt, muss nicht zum teuersten Hersteller greifen, hier reichen durchaus günstige Sägeblätter. Entscheidend ist dagegen die Verwendung der richtigen und dem Material angepassten Sägeblätter. Hier ist die Auswahl enorm und jeder Heimwerker sollte zumindest eine kleine Auswahl an unterschiedlichen Sägeblättern besitzen. Einige wichtige werden im Bild vorgestellt (von links):

  • Sägeblatt für Kurvenschnitte: Für Kurvenschnitte muss sich die Schnittrichtung des Sägeblattes leicht verändern lassen, es muss daher etwas Spiel im Sägeschnitt haben und darf nicht zu breit sein. Hierfür sind Kurvenblätter sehr schmal gestaltet und besitzen eine deutliche Schränkung (Zähne sind im Wechsel nach außen gebogen). Die deutliche Schränkung erzeugt einen Schnitt, der breiter als das Sägeblatt selbst ist. Dieses lässt sich somit im Sägeschnitt leicht drehen und ermöglicht das Sägen von engen Radien. Das schmal gestaltete Sägeblatt erleichtert das zusätzlich.
  • Sägeblatt für Aluminium: Aluminium neigt bei der mechanischen Bearbeitung sehr schnell zum Verkleben, was eine enorme Reibung aufbaut und für eine erhöhte Wärmeentwicklung sorgt. Daher muss ein Aluminium-Sägeblatt zwischen den Zähnen ausreichend Platz für Späne besitzen und dem Sägeblatt im Schnitt durch eine deutliche Schränkung ausreichend Platz bieten.
  • Sägeblatt für Metall: Metalle sind fester und härter als andere Materialien und bedeuten immer eine besondere Belastung für die Stichsäge. Daher ist es wichtig, diese Belastung so gering, wie möglich zu halten. Ermöglicht wird das durch besonders kleine Zähne, die zusätzlich dafür sorgen, das zumeist "fließenden" Späne (lange Späne ohne Spanbruch) kurz zu halten.
  • Sägeblatt für Holz: Das abgebildete Sägeblatt ist ein so genanntes Präzessionsblatt. Statt geschränkter Zähne, sind diese im Wechsel angeordnet. Der Erzeugte Schnitt ist nicht breiter als das Sägeblatt selbst, was für einen sehr gerade Schnittverlauf sorgt. Die Im Wechsel und nach innen angeschliffenen Zähne sorgen für eine saubere Schnittkante und gute Spanabführ. Als Besonderheit ist auch das untere Ende des Sägeblattes speziell geformt und ermöglicht ein gefühlvolle Eintauchen in Holz.

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