Bilder richtig aufhängen

Bilder dienen der Erinnerung an schöne Zeiten, tolle Orte oder nette Menschen. Sie können Träume, Wünsche und Hoffnungen ausdrücken oder einfach nur der Dekoration dienen. Damit Bilder richtig dekorieren, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden:

  • Passt der Bilderrahmen zur Einrichtung?
  • Wie setze ich gezielt ein Bild ein?
  • Wie werden mehrere Bilder richtig arrangiert?
  • Wie gestalte ich einen Treppenaufgang
  • Wie werden Bilder richtig befestigt?
  • Welche Möglichkeit der Aufhängung gibt es?

Erst wenn alles richtig beachtet wird, fügen sich Bilder harmonisch in den Wohnstil ein, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und stechen doch nicht hervor.

Der passende Bilderrahmen zum Einrichtungsstil

Der asiatische Einrichtungsstil

- ist schlicht und natürlich gehalten. Dabei kommen nur wenige, aber zum Teil kräftige Farben zum Einsatz. Beliebt sind natürliche Stoffe wie Bambus, Holz und Papier. Bilderrahmen sind eher selten anzutreffen und sind daher sorgfältig auszuwählen. Asiatische Bilderrahmen kennzeichnen sich durch natürliche Materialien, wie Bambus und Holz aus, sind meist sehr massiv und mit chinesischen Schriftzeichen verziert.

Der französische Einrichtungsstil

- ist geprägt von schwungvollen und detailverliebten Verzierungen. Dazu passen dunkle Holzmöbel aus Nuss- oder Kirschholz. Passend sind auch die Bilderrahmen gestaltet, bei denen oft Weiß und Gold eingesetzt wird.

Der Kolonialstil

- ist breit gefächert und kann keinem Land zugeordnet werden. Schwere dunkle Möbel aus Massivholz, Teppiche, Gusseisen und goldene Spiegel oder Bilderrahmen mit Metallabsätzen passen gut zusammen. Alles sollte prunkvoll gestaltet werden.

Der Landhausstil

- zeigt sich natürlich mit Holz, Stein, Ton oder Rattan. Dazu passend gibt es Blumengestecke und Blumenmuster. Bilderrahmen dürfen hier gerne schlicht und einfach selber gebaut werden. Dabei kann der Eigenbau ruhig zu erkennen sein. Gerade der aktuelle Shabby Chic-Stil ist hier sehr verbreitet.

Der mediterrane oder Mittelmeerstil

- bedeutet Terrakotta, erdige Farbtöne, Olivenholz, aber auch kunstvolle und bunte Mosaike. Hier kann man sich bei Bilderrahmen richtig kreativ austoben. Muscheln, gebranntes Holz oder mit Sisal verziert - mediterran bietet viel Platz für Dekoration mit natürlichen Stoffen.

Der minimalistische Einrichtungsstil

- ist, wie er schon sagt, eher dezent und einfach. Dazu kommt hauptsächlich Glas, Metall und Kunststoff zum Einsatz. Alles sollte exakt, gerade und ohne Schnörkel sein. Sehr gut passen dazu einfache rahmenlose Bilderhalter mit Glas.

Der skandinavische Stil

- flauschige Decken, helle Farben und schnörkellose Einrichtungen kennzeichnen eine gemütliche und warme Atmosphäre. Dazu passen helle schlichte Bilderrahmen, wie man sie im bekannten Möbelhaus findet.

Der orientalische Stil

- ist märchenhaft und glänzt mit Gold und warmen Farben. Ein Ort der Geborgenheit, der zum Wohlfühlen einlädt. Ebenso verspielt aber auch dekorativ dürfen stark verzierte Bilderrahmen sein.

Der Patchwork-Stil

- ist ein Mix aus vielen Elementen und richtet sich nach den Möglichkeiten des Vorhandenen. Es wird nicht bestimmt, wie ein bestimmtes Dekorationsstück auszusehen hat - es muss passen und gefallen.

Der Pop Art-Stil

- bunt, rund, geschwungen aber exakt und schlicht. Ebenso sind die Bilderrahmen gestaltet. Einfach, bunt und mit runden Ecken. Gerne dürfen sie auch dicker und mit geometrischen Mustern versehen sein.

Bilder richtig anordnen

Sind die Bilderrahmen gefunden, müssen sie noch richtig angeordnet werden. Dabei ist zu unterscheiden, ob es nur ein Bild oder eine Gruppe von Bildern ist und ob sie an einer gerade Wand oder einem Treppenaufgang hängen sollen. Je nachdem späteren Wunschort sind einige Punkte zu beachten, damit sich ein harmonisches Gesamtbild ergibt.

Einzelne Bilder richtig aufhängen

einzelne Bilder über Möbel zentrieren

Einzelne Bilder sollen die Blicke auf sich ziehen und kommen gut über Kommoden, dem Bett oder der Couch zur Geltung. Um richtig zu wirken, sollten sie groß und nicht zu schlicht sein. Dabei darf der Rahmen als "Blickmagnet" gerne etwas kräftiger ausfallen und der Dekoration dienen. Der Hintergrund sollte dagegen eher ruhig und einfarbig gestaltet sein, um nicht vom Bild abzulenken.

Ein wichtiger Punkt ist die Blickhöhe, diese sollte im zweiten oberen Drittel des Bildes liegen. Dabei ist auch zu beachten, wo das Bild später hängt. Kinder sind schließlich deutlich kleiner und selbst wenn das Bild eher sitzend gesehen wird, sollte es etwas tiefer hängen.

Bildergruppe an der Wand arrangieren

Mehrere Bilder zu arrangieren ist schon etwas schwieriger. Es sollte zum einen nicht zu steril wirken, zum anderen aber nicht durcheinander aussehen. Eine gewisse Gleichmäßigkeit erreicht man schon, indem für mehrere Bilder die gleichen oder ähnliche Bilderrahmen verwendet werden. Diese sollten etwas unauffälliger sein, um die Bildergruppe nicht zu überfüllen.

Die optische Mitte zieht sich durch alle Bilder.
Außenkanten der Bilder ergeben ein Quadrat.
Die Bilder werden spiegelbildlich zur Raumecke arrangiert.
Orientierung einer Bildergruppe mit der unteren Kante an einer optischen Linie

Bilder richtig aufhängen

Sind die passenden Bilderrahmen gewählt und die Anordnung festgelegt, müssen die Bilder nur noch an der Wand befestigt werden. Je nach Wandbeschaffenheit und Bildergröße, gibt es hierfür unterschiedliche Möglichkeiten.

Ist der Bilderrahmen neu gekauft, wird in den meisten Fällen entsprechendes Befestigungsmaterial vorgegeben und mitgeliefert. Sind die Rahmen aber schon älter, selbst gebaut oder gefällt Ihnen die dazu gehörige Befestigung nicht, ist Eigeninitiative gefragt, um die Bilder richtig aufzuhängen. Das erforderliche Zubehör findet sich in jedem Baumarkt.

Damit man nicht ziellos sucht, sollten einige wichtige Fragen vorher geklärt werden:

  • Wie schwer ist das Bild und wie viele Befestigungspunkte benötige ich?
  • Aus welchen Baustoffen/Materialien besteht die Wand, kann ich nageln, muss ich dübeln oder lieber kleben?
  • Soll die Aufhängung sichtbar oder versteckt sein?

Kann man diese Fragen beantworten, fällt auch die Auswahl leichter.

Aufhänger für Bilderrahmen

Bilderrahmen mit Aufhängern

Gekaufte Bilderrahmen bringen zumeist eine entsprechende Aufhängung mit, welche sich oft für Schrauben, Nägel oder Haken eignen.

Ist der Bilderrahmen älter, die Aufhängung verschlissen oder ist der Bilderrahmen selbst gebaut und benötigt eine eigene Aufhängung, gibt es dafür endlos viele Möglichkeiten. Die einfachste sind fertige Bilderhaken, welche an den Rahmen geschraubt, geklebt oder genagelt werden. Die Formen reichen dabei von einfachen Klebehaken bis justierbare Aufhänger mit einer Belastungsmöglichkeit von 200 kg.

Weitere Varianten sind gefräste Aussparungen, Bänder, Seilsysteme und auch verstellbare TV-Halterungen können für eine dekorative Gestaltung genutzt werden.

Wichtig ist die Entscheidung, ob man einen Bilderhalter mittig setzt oder mehrere außen verteilt. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Während bei zwei Aufhängern die Schrauben in der Wand absolut waagerecht sein müssen, ist es bei einem Aufhänger wichtig, dass dieser exakt in der Mitte sitzt, damit das Bild später nicht schief hängt.

Bilder an die Wand kleben

Poster, Fotos oder leichte Bilderrahmen lassen sich am einfachsten durch Kleben befestigen. Dafür gibt es inzwischen viele Varianten, wie Klebe-Strips oder der Pritt Kompakt-Roller, welche sich auch spurlos wieder entfernen lassen.

Wichtig hierfür ist ein fettfreier Untergrund und eine möglichst glatte Anlagefläche. Spezielle Anleitungen liegen dem Produkt bei oder sind auf der Verpackung aufgedruckt.

Bilder an leichten Wänden befestigen

Unter leichten Wänden versteht man Materialien, welche nicht gesondert gebohrt und gedübelt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel Porenbeton, Gipsputz, Trockenbauwände, Holzverkleidungen oder Lehmwände mit leichtem Putz. Sind die Bilder nicht zu schwer, reicht mitunter ein Nagel oder eine Schraube, welche direkt in die Wand geschraubt wird. Gut geeignet sind hierfür Trocken- bzw. Schnellbauschrauben. Durch ihr grobes Gewinde bieten sie auch in weicheren Materialien einen guten Halt.

Bei großen und schweren Bildern sind bei diesen Wänden allerdings besondere Dübel nötig. Mehr dazu findet Ihr in unserer Dübel-Übersicht.

Bilder an massiven Wänden befestigen

Sollen Bilder an massiven Wänden befestigt werden, lässt sich ein Bohrloch nicht vermeiden und es müssen Dübel gesetzt werden. Entscheidend hierfür ist der Einsatz der richtigen Werkzeuge und Hilfsmittel. Neben der exakten Ausrichtung entscheidet ebenso das Bohrwerkzeug über ein ordentliches Ergebnis. Während bei harten Betonwänden ein Bohrhammer erforderlich ist, reicht bei leichteren Lochziegeln oder Sandstein eine Schlagbohrmaschine oder ein Akku-Schlagbohrschrauber. Passend dazu sollte dann auch der Dübel gewählt werden.

Die optimale Bohrtiefe und Schraubenlänge lässt sich leicht ermitteln. Der Bohrdurchmesser sollte dem Dübeldurchmesser entsprechen und die Bohrtiefe etwas tiefer als die Dübellänge sein. Die Schraubenlänge errechnet sich aus der Dübellänge + durchschraubtes Material (Aufhänger) + Schraubendurchmesser. Damit ergibt sich eine Länge, bei der die Schraube etwas länger eingedreht wird als der Dübel lang ist. Zur Kontrolle kann man die Schraube, vor dem Einsetzen des Dübels, in das Bohrloch halten. Lässt sie sich komplett versenken, ist das Bohrloch in der Tiefe ausreichend.

Befestigungen richtig ausrichten

ein Kreuzlinienlaser hilft beim richtigen Ausrichten

Bilder sollten nicht nur sicher befestigt werden, sondern auch gut ausgerichtet werden und gerade an der Wand hängen. Hilfreich ist dabei ein Kreuzlinienlaser, der sich selber ausrichtet und somit immer für exakt waagerechte und senkrechte Linien an der Wand sorgt. Damit lassen sich zum einen Bohrlöcher untereinander ausrichten, aber auch Bezugskanten zu Möbelstücken ausrichten. Wird die senkrechte Linie zum Beispiel mittig zur Couch ausgerichtet, so hängt auch das Bild später exakt mittig.

Steht ein Kreuzlinienlaser nicht zur Verfügung, ist eine Wasserwaage ein gutes Hilfsmittel. Mit ihr lassen sich waagerechte und senkrechte Linien an die wand zeichnen oder die Bohrlöcher markieren.

Beim Anzeichnen der Bohrlöcher immer bedenken, dass die Bildoberkante später höher als das Bohrloch liegt. Sollen später mehrere unterschiedliche Bilderrahmen in einer Höhe ausgerichtet werden, muss bei jedem Bild der Abstand zwischen Bildoberkante und Aufhängung verrechnet werden.

Tipps und Tricks

  • In alten Häusern mit schiefen Decken oder Wänden, empfiehlt es sich, die Bilder nicht immer exakt waaagerecht zu befestigen. Hier sollte sich ein harmonisches Gesamtbild ergeben, weshalb man sich bei der Ausrichtung nach dem Umfeld richten sollte.
  • Sitzt ein einzelner Aufhänger nicht genau mittig und hängt das Bild dadurch schief, hilft es ein Stück Gummi oder ähnliches hinter das Bild zu kleben, welches ein Verrutschen verhindert.
  • Zu große Bohrlöcher lassen sich mit Streichhölzer verkleinern oder komplett mit Holz (Holzdübel, Astholz, Rundstäbe..) füllen und wieder nutzen.
  • Ist bei der Ausrichtung ein Fehler unterlaufen, muss nicht immer neu gebohrt werden. Mitunter lässt sich auch der Aufhänger am Bilderrahmen versetzen.

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Preis: 12,99 EUR

eKomi Bewertung: 5 Sterne


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