Mit Dekofolien Akzente setzen

Selbstklebende Dekorationsfolien kennt fast jeder z. B. als Schutzeinband von Büchern oder als Ersatzoberfläche für mitgenommene Kinderzimmertüren. Für viele gelten sie als überholt, konservativ und altmodisch. Dabei bieten sie im Bereich der Innendekoration fast unbegrenzte Möglichkeiten der individuellen kreativen Gestaltung.

Gestaltung mit Dekorationsfolien und Designfolien

Moderne Dekorations- und Designfolien gibt es in unzähligen Dessins, Strukturen und Farben, ergänzt mit Spezialfolien für z. B. den Einsatz in Küche oder Bad, in genormten Sondergrößen für die Türrenovierung, als Spiegelfolien oder im Bordürendruck. Dekofolien decken den gesamten Bereich der kreativen Innendekoration, der Modernisierung und Gestaltung ab und ersparen oftmals den teuren Neukauf von Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen. Viele nützliche Gestaltungs- und Verarbeitungstipps können Heimwerker in praktischen Broschüren bekommen.

Dekofolien- Anwendungsmöglichkeiten

Aufgrund ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten und der einfachen Verarbeitung erfreuen sich Dekofolien größter Beliebtheit. Dass dieses Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist, liegt vor allem am negativen Image des Produktes beim Heimwerkers. Die heutigen Dessins sind viel zu schade, um damit "nur" Küchen- oder Wäscheschränke auszulegen oder Sperrholzkartons zu einfachen Möbeln aufzupeppen. Sie berücksichtigen alle aktuellen Wohnwelt- Wünsche und greifen neueste Trends auf. Damit sind der ideenreichen Dekoration von traditionell-klassisch über stilvoll- elegant bis verspielt oder topmodern keine Grenzen gesetzt, wie z.B. ganz aktuelle, geprägte Riffelblech- oder Hufnagel- Dekorfolien.

Dekofolien - Absolut verarbeitungsfreundlich

Die Renovierungs- oder Verschönerungsmethode bietet den Vorteil, dass Folien sich sehr leicht verarbeiten lassen, nur wenige Hilfsmittel benötigt werden und beim Arbeiten kaum Schmutz entsteht. Außerdem haften Folien auf fast allen Oberflächen, also auch auf Glas, Metall und laminierten Hölzern.

Dekofolie anbringen - Vorbereitung

Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, sind nachfolgende Punkte zu beachten.
Voraussetzung für ein gutes Klebeergebnis ist ein glatter, völlig staub- und fettfreier Untergrund. Unebene Untergründe müssen durch Schleifen geglättet (entstehende Staubpartikel entfernen!) werden, unbehandelte Holz- wie Spanplatten und Sperrholz sollten mit einer Grundierung (Einlassgrund/ Acrylbasis) vorbehandelt sein. Als Handwerkszeuge werden Stift, Lineal oder Zollstock, Schere oder Cuttermesser, ein weiches Tuch oder Gummirakel, sowie eventuell ein Fön benötigt.

Dekofolie anbringen

Zuerst wird die Größe der benötigten Folie ausgemessen, eventuelle Überstände zugegeben (2 bis 3 cm) und auf der Rückseite mit einem Stift angezeichnet. Hilfreich ist dabei das aufgedruckte Zentimeterraster. Lange, gerade Schnitte setzt man am besten mit einem Cuttermesser entlang des Lineals, bei gebogenen Linien kommt die Schere zum Einsatz. Zum sauberen Aufkleben der Folie wird das rückseitige Schutzpapier ca. 5 cm gelöst und die Folie exakt auf die gewünschte Fläche aufgebracht; dabei sollte mit dem Anlegen an einer Kante begonnen werden. Anschließend wird das restliche Rückseitenpapier langsam und gleichmäßig mit einer Hand abgezogen und die Folie mit einem weichen Tuch oder Gummirakel gleichmäßig von der Mitte zu den Rändern glattgestrichen. Fehler beim Zuschnitt oder in der Verarbeitung können bei einigen Folien auch nach dem Verkleben noch korrigiert werden. Sie sind mit einem speziellen Dispersionskleber versehen und die Folie kann je nach Untergrund mehrere Stunden lang abgezogen und neu geklebt werden, bevor die volle Klebekraft erreicht ist.

Dekofolie: Verarbeitungs-Tipps

  • Luftblasen mit einer Nadel anstechen und die Folie zum Loch hin andrücken.
  • Gerade Ecken im 45° Winkel mit 3- 4 cm Zugabe zuschneiden.
  • Fugenlose Bahnenstöße erreicht man, indem die Bahnen 5 mm überlappend geklebt und gemeinsam durchtrennt werden. Überstehende Folie abziehen und andrücken.
  • Abgerundete Kanten lassen sich umkleben, indem die Folie mit einem Fön erwärmt, gezogen und schnell angedrückt wird. Bis zum Erkalten muß die Folie mit einem Lappen angepresst werden. Eine andere Methode: Kleine "Tortenstücke" werden aus dem Überstand herausgeschnitten, die entstehenden Zacken können dann bequem um die Kante gezogen werden.
  • Präzise und gerade Kantenabschlüsse werden erzielt, wenn die Folie mit einem Überstand von ca. 4 mm zugeschnitten und dieser nach dem Verkleben mit einem Cuttermesser abgeschnitten wird.
  • Der Kantenbereich kann unter Zuhilfenahme eines weichmacherbeständigen Kraftklebesr verstärkt werden oder wenn die verklebte Folie bei kleinster Stufe gebügelt und dabei ein Stück Papier zwischen Bügeleisen und Folie gelegt wird.
  • Nassverkleben ist für große, glatte Oberflächen (insbesondere Glas) die beste Verarbeitungsmethode. Dazu die Fläche mit spülmittelversetztem Wasser benetzen und das Rückseitenpapier komplett abziehen. Die Folie lässt sich auf dem Wasserfilm verschieben, bis die exakte Position erreicht ist. Wasser und Luft werden dann zu den Seiten hin unter der Folie herausgeschoben.
  • Das Entfernen der Folie ist unproblematisch, da sie sich nach dem Erwärmen mit Hilfe eines Föns einfach wieder abziehen lässt. Kleberrückstände können mit einem Lösungsmittel auf Alkoholbasis (z.B. Fensterputzmittel), eventuell mit Spülmittel versetzt, entfernt werden.
  • Reinigung und Pflege der geklebten neuen Oberflächen ist mit Wasser und Spülmittel möglich. Bei hartnäckigem Schmutz kann Alkohol/Brennspiritus verwendet werden, z. B. beim Austritt von Klebstoff an den Rändern.

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