Wohnzimmer gestalten – Tipps

Wohnzimmer gestalten

Nicht jeder hat ein Händchen dafür, sich gemütlich einzurichten oder einen eigenen Stil zu finden. Das Wohnzimmer ist außerdem der öffentlichste Raum einer Wohnung und steht bei mehreren Bewohnern allen zur Verfügung. Ihr Ziel ist also ein Wohnzimmer zu gestalten, das allen Bedürfnissen gerecht wird.

Kaum jemand möchte in der Atmosphäre einer Möbelausstellung wohnen, auch wenn die Gestaltungsideen der Möbelhäuser durchaus anregend sein können. Die Persönlichkeit der Bewohner sollte in der Einrichtung erkennbar sein, damit sie sich wohl und zuhause fühlen können.

Das lässt sich machen. Geht man Schritt für Schritt vor, findet sich der Weg zu einer individuellen und geschmackvollen Wohnzimmereinrichtung, die den eigenen Wünschen gerecht wird. Und darum geht es vor allem, wenn Sie ein Wohnzimmer gestalten möchten: Schön, wenn es auch anderen gefällt, aber es ist Ihr Zuhause und Sie sollen es jeden Tag mit Freude bewohnen.

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Schritt 1: Bestandsaufnahme des Wohnzimmers

Stellen Sie zunächst einmal fest, was in Ihrem Wohnzimmer stattfinden soll, damit deutlich wird, welche Bereiche darin Platz finden sollen. Brauchen Sie im Grunde nur eine große gemütliche Couch und ein TV-Gerät, oder soll auch ein Essbereich, ein Schreibtisch und genug Platz für die Kinder zum Spielen untergebracht werden?

Was spielt in Ihrer Freizeit die größte Rolle? Sitzen Sie am liebsten mit Freunden und Familie an einem großen Tisch, essen, unterhalten sich oder spielen ganze Abende lang? Das, was Ihnen am wichtigsten ist, bekommt die zentrale Rolle. Bei dem einen ist das eine XXL-Couch, bei dem nächsten ein großer Tisch mit extra bequemen Stühlen.

Welche bereits vorhandenen Möbel und Gegenstände sollen bleiben? Welches Budget steht Ihnen zur Verfügung? Welche Eigenheiten des Wohnzimmers sind zu berücksichtigen?

All das will überlegt sein, bevor die Planung beginnt.

Nehmen Sie den Grundriss des Raumes zur Planung auf.
Nehmen Sie den Grundriss des Raumes zur Planung auf.
Machen Sie sich Notizen von Ihren Planungen.
Machen Sie sich Notizen von Ihren Planungen.

Schritt 2: Wohnzimmergestaltung planen

Designer arbeiten gerne mit einem sogenannten Moodboard, das ist eine digitale oder analoge Sammlung von Ideen, Bildern, Materialien und Farben, die zusammen eine Anmutung des Projekts vermitteln soll. Das ist auch für ganz private Wohnzimmergestaltung ein sehr gutes Werkzeug. Einfach einen großen Bogen Karton oder eine Pinnwand nehmen und mit den Gegebenheiten beginnen.

Einen Grundriss des Zimmers aufzeichnen oder -kleben und ziemlich maßstabsgetreue Möbel aus Papier ausschneiden, die darauf hin und her geschoben werden können. Fotos von vorhandenen Möbeln und Gegenständen dazu pinnen. In jedem Baumarkt in der Farbenabteilung gibt es kleine Farbkarten, die man mitnehmen darf. Damit kann man das Farbkonzept auf das eigene Moodboard bringen. Kleine Musterstücke von Tapeten und Stoffen komplettieren die Anmutung. Das bedeutet also: Zu Beginn der Wohnzimmergestaltung Ideen sammeln.

Wer das alles auch gut digital hinbekommt, kann es natürlich auch am Rechner machen. Wer es gar mobil bearbeiten möchte, der sucht nach »Wohnzimmer gestalten Apps«.

Ein Moodboard hilft Farben zu kombinieren.
Ein Moodboard hilft Farben zu kombinieren.
Beziehen Sie ruhig kräftige Farben ein...
Beziehen Sie ruhig kräftige Farben ein...
... und setzen diese im Raum fort.
... und setzen diese im Raum fort.

Schritt 3: Wohnzimmergestaltung mit Farbe – Farbkonzept

Zunächst stehen die Farben fest, die durch bleibende Einrichtungsgegenstände oder beispielsweise Bodenbeläge bereits vorhanden sind. Gibt es solche Vorgaben nicht, sind Sie völlig frei in der Wahl eines Farbkonzeptes, dann gibt vielleicht eine Lieblingsfarbe einen ersten Anhaltspunkt.

Generell sollten bei der Einrichtung viele Möbel in neutralen Tönen gewählt werden, während Dekoration, Wandfarben und dergleichen leichter verändert werden können und somit die Hauptträger von Akzentfarben werden sollten.

Ideen finden sich zum einen natürlich im Internet, wo Suchanfragen wie beispielsweise »Farbkonzepte mit braun« dabei helfen können, beim Wohnzimmer gestalten die braune Couch in ein neues Farbkonzept zu integrieren. Auch die schon erwähnten Farbkarten in Baumärkten können dabei helfen das Wohnzimmer farblich zu gestalten.

Farben sind ein wichtiger Faktor in der Gestaltung, aber nicht alleine. Einfache Zuordnungen wie blau wirkt kalt und rot warm, greifen zu kurz, wie die Bilder hier zeigen.

Das Farbkonzept hier ist eindeutig rot-weiß-grau, dennoch ist die Wirkung eher kühl.
Trotz der warmen roten Farbe wirkt der Raum kühl.
Richtig angeordnet, erzeugt auch blau eine gemütliche Atmosphäre.
Gut eingesetzt, erzeugt auch blau eine gemütliche Atmosphäre.

Schritt 4: Wohnzimmer – Ideen zur Wandgestaltung und zum Bodenbelag

Vor der Einrichtung mit Möbeln werden Wände und Boden gestaltet. Je nach den eigenen Möglichkeiten, Vorhandenes zu verändern. Die einfachste Möglichkeit ist sicher das Streichen der Decke und der Wände. Des Weiteren können Sie Ihr

  • Wohnzimmer gestalten mit Tapeten oder Fototapeten oder durch verschiedene Wandgestaltungstechniken (Spachteltechnik, Musterwalzen, , Strukturputz u.ä.) sowie Wandverkleidungen aus verschiedensten Materialien.
  • Wohnzimmer mit einem neuen Boden versehen.
  • Wohnzimmer durch Wandscheiben oder Raumteiler strukturieren.

Überdenken Sie die Möglichkeiten und wählen Sie bei Tapeten und anderen Materialien so aus, dass diese in Ihr Farbkonzept und zu den anderen Materialstrukturen passen. In der Regel gilt: Lieber nicht zu viele verschiedene Materialien und Farben verwenden, stattdessen ein paar ausgesuchte Akzente setzen. Ein zwei Hauptdarsteller reichen völlig aus. Das kann beispielsweise auch ein Teppich sein.

Sie möchten zur Wohnzimmergestaltung eine Steintapete einsetzen? Dann überlegen Sie vielleicht nur eine Wand oder einen Wandvorsprung damit zu tapezieren und den Rest farblich passend zu streichen. Das gleiche gilt etwa für eine Vintage-Wand oder eine Holzverkleidung. Besonders zurückhalten muss sich, wer ein sehr kleines Wohnzimmer gestalten möchte.

Hier spielen Strukturen die Hauptrolle, farblich bleibt alles hell und zurückhaltend.
Hier spielen Strukturen die Hauptrolle, farblich bleibt alles hell und zurückhaltend.
Wand und Teppich geben mit kräftigen Mustern in diesem Wohnzimmer den Ton an.
Wand und Teppich geben mit kräftigen Mustern in diesem Wohnzimmer den Ton an.

Schritt 5: Einrichtungsstil

Was gefällt Ihnen? Ein minimalistisch eingerichteter Raum, der Landhausstil oder soll es eher skandinavisch werden. Sind Sie der klassische Typ, Feng Shui-Anhänger oder sprechen Sie moderne Wohnzimmer an? Das sind persönliche oder rein geschmackliche Fragen, aber Sie sollten sich gut überlegen, ob das, was Ihnen gut gefällt und Sie möglicherweise sogar beeindruckt auch das ist, was zu Ihnen passt. Sehen Sie sich entspannt und wohlig in einem Wohnzimmer, das modernen Luxus verkörpert oder leidet Ihre Begeisterung für die tollen Designermöbel bei dieser Vorstellung doch etwas?

Entscheiden Sie sich für den Einrichtungsstil in dem Sie sich am besten vorstellen können, Ihren Alltag entspannt zu erleben und in dem Sie sich auch an grauen Tag behaglich fühlen können.

Tipp: Der persönliche Einrichtungsstil entsteht mit dem ein oder anderen Stilbruch – vielleicht Bilder, ein Möbel oder Gegenstand, die eine persönliche Geschichte haben.

Ein Beispiel für eine Einrichtung der 70er Jahre mit kräftigen Farbakzenten in grün.
Ein Beispiel für eine Einrichtung der 70er Jahre mit kräftigen Farbakzenten in grün.
Ein klassischer Einrichtungsstil mit einem Farbkonzept in Weiß-, Beige- und Brauntönen.
Ein klassischer Einrichtungsstil mit einem Farbkonzept in Weiß-, Beige- und Brauntönen.

Schritt 6: Wohnzimmer Dekoration

Der Raum ist renoviert, die Möbel stehen, nun kann es an die Dekoration gehen. Als erstes sollten Sie dazu Ihre Erinnerungsstücke und Bilder durchschauen, die Ihnen etwas bedeuten. Machen Sie sich daraus ein kleines, passendes Sortiment und ergänzen Sie es mit ein paar Dekoartikeln. Ein paar Kissen etwa, Vorhänge vielleicht und ein paar Vasen, die ein oder andere Pflanze in einem schönen Kübel oder ähnliches. Ihr Moodboard gibt Ihnen Aufschluss darüber, was in Ihr Konzept passt.

Verteilen Sie die Dinge nicht einfach gleichmäßig im Raum, sondern bilden Sie lieber kleine Gruppen und lassen Sie auch Freiräume. Gruppen können thematisch zusammen gehören oder durch gleiches Material oder den gleichen Farbton zusammen passen.

Tragen Sie alles zusammen, worauf Sie nicht verzichten möchten.
Tragen Sie alles zusammen, worauf Sie nicht verzichten möchten.
Kombinieren Sie zusammengehörige Dekoelemte.
Kombinieren Sie zusammengehörige Dekoelemte.

Beschäftigen Sie sich ausführlich mit dem Aufhängen Ihrer Bilder. Die meisten Bilder hängen nicht optimal – meist zu hoch für die Sitzplätze von denen aus man den Raum betrachtet. Ein großes, auffälliges Bild darf eine ganze Wand für sich alleine beanspruchen. Möchten Sie viele verschiedene Bilder aufhängen, können Sie daraus ein stimmiges Arrangement machen.

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine einheitliche Rahmenfarbe etwa oder Sie hängen alle Bilder entlang einer imaginären Mittellinie auf – immer im gleichen Abstand, mal darüber und mal darunter. Es gibt unterschiedliche sogenannte »Hängungen«. Sie können auch eine imaginäre Begrenzung wählen, wie beispielsweise einen Kreis, ein Quadrat oder Oval und alle Bilder innerhalb dieser Form anordnen. Probieren Sie einfach mal aus, was Ihnen gefällt, indem Sie die Bilder zuerst einmal auf dem Boden arrangieren bevor Sie zu Hammer und Nagel greifen.

Bilderleisten sind auch eine sehr schöne Möglichkeit Bilder und kleine Gegenstände aufzustellen oder aufzuhängen. Der Vorteil ist, dass Sie damit flexibel bleiben und Dinge auch austauschen können.

Denken Sie bei der Wohnzimmergestaltung von Anfang an auch an jahreszeitliche Dekorationen. Eine Familie, die alljährlich große Freude an einem großen Weihnachtsbaum hat, wird enttäuscht sein, wenn das neu gestaltete Wohnzimmer einen solchen Baum nicht mehr zulässt. Auch Fenster- und Fensterbänke sind ideale Orte für jahreszeitliche Dekorationen. Wo sich diese Möglichkeit nicht ergibt, können kleine Borde an der Wand diese Plätze ersetzen.

Wer Bilder hat und mag, sollte sie gut überlegt aufhängen.
Wer Bilder hat und mag, sollte sie gut überlegt aufhängen.
Pflanzen sind eine tolle Deko und verbessern das Raumklima.
Pflanzen sind eine tolle Deko und verbessern das Raumklima.

Tipps und Tricks zum Wohnzimmer gestalten

Platzmangel – kleine Räume

  • Podeste und/oder raumhohe schlichte Schränke bieten viel Stauraum
  • Helle kühle Farben und viele Lichtquellen lassen den Raum weiter erscheinen
  • Möbel mit schlanken Füßen wirken weniger wuchtig
  • Ausziehbare Tische oder Tischsets, die ineinander passen sind platzsparend
  • Wände und Polstermöbel Ton in Ton lassen den Raum weniger voll wirken
  • Arbeitsplatz im Schrank hilft optisch zu entlasten
  • Ordnung hilft und nicht mit Deko überladen
  • Viel unifarbene Stoffe und Gegenstände, nur dezente Muster und Strukturen
  • Große Spiegel geben dem Raum Weite

Niedrige Räume höher wirken lassen

  • Decke weiß oder ganz hell streichen
  • Der dunkelste Farbton ist auf dem Boden, Wände heller, Decke noch heller
  • Vertikale Streifen an den Wänden lassen diese höher wirken
  • Eher luftige, zierliche Möbel
  • Niedrige Sitzmöbel
  • Bodenlange, raumhohe Vorhänge
  • Bilder in vertikaler Hängung
  • Deckenfluter und andere indirekte Beleuchtung, die die Decke anstrahlen

Große Räume gemütlich einrichten

  • Verschiedene Bereiche schaffen
  • Raumteiler geben Struktur
  • Ein Farbkonzept für den gesamten Raum
  • Große Möbel, große Bilder
  • Mit der Beleuchtung und Teppichen Inseln schaffen
  • Möbel nicht an der Wand entlang stellen

Unschönen Ausblick kaschieren

  • Fensterdekoration mit Gardinen und üppigen Pflanzen
  • Bild mit Beleuchtung als Blickfang an einer anderen Wand
  • Blickachsen nicht auf das Fenster ausrichten
  • Couchgarnitur in Richtung eines Kamins stellen (Bioäthanol-, Elektro-, Deko-Kamin)
  • Interessante Leuchten aufhängen und -stellen

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1. "Wohnzimmer gestalten" (Originalbild): Pexels, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay
2. "Nehmen Sie den Grundriss des Raumes zur Planung auf."
3. "Machen Sie sich Notizen von Ihren Planungen."
4. "Ein Moodboard hilft Farben zu kombinieren."
5. "Beziehen Sie ruhig kräftige Farben ein..."
6. "... und setzen diese im Raum fort."
7. "Das Farbkonzept hier ist eindeutig rot-weiß-grau, dennoch ist die Wirkung eher kühl." (Originalbild): diegodiezperez, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay
8. "Richtig angeordnet, erzeugt auch blau eine gemütliche Atmosphäre." (Originalbild): MikesPhotos, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay
9. "Hier spielen Strukturen die Hauptrolle, farblich bleibt alles hell und zurückhaltend." (Originalbild): goranmax, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay
10. "Wand und Teppich geben mit kräftigen Mustern in diesem Wohnzimmer den Ton an." (Originalbild): edvaldocostacordeiro, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay
11. "Ein Beispiel für eine Einrichtung der 70er Jahre mit kräftigen Farbakzenten in grün." (Originalbild): StockSnap, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay
12. "Ein klassischer Einrichtungsstil mit einem Farbkonzept in Weiß-, Beige- und Brauntönen." (Originalbild): ewbie, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay
13. "Tragen Sie alles zusammen, worauf Sie nicht verzichten möchten."
14. "Kombinieren Sie zusammengehörige Dekoelemte."
15. "Wer Bilder hat und mag, sollte sie gut überlegt aufhängen." (Originalbild): ivabalk, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay
16. "Pflanzen sind eine tolle Deko und verbessern das Raumklima." (Originalbild): milivanily, Lizenz: CC0 Public Domain / Pixabay

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