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Der Auspuff ist ein Bauteil am KFZ welches bei jeder Fahrt thermisch stark beansprucht wird. Die hohen Temperaturschwankungen, sowie Witterungseinflüsse setzen dem Auspuff zu und führen zu einer recht bescheidenen Lebensdauer. Der Austausch der Auspuffanlage in der Werkstatt ist sehr kostspielig, daher lohnt es sich oft selbst Hand anzulegen und die Reparatur in einer Hobbywerkstatt durchzuführen.  - Serienendschalldämpfer
Der Auspuffwechsel an sich ist für jeden Heimwerker eigentlich keine schwierige Aufgabe, jedoch sollte man über die entsprechenden Mittel verfügen, um die Arbeiten durchführen zu können. Das Fahrzeug sollte im Optimalfall mit einer Hebebühne angehoben werden, oder über einer Grube stehen, um problemlos an der Auspuffanlage arbeiten zu können.
Bevor man jedoch das Werkzeug in die Hand nimmt, sollte man zunächst die gesamte Auspuffanlage begutachten und die Mängel feststellen. Im Normalfall ist meist der Endschalldämpfer defekt oder durchrostet und muss ersetzt werden. Hersteller, sowie Ersatzteile Hersteller haben daher spezielle Reparaturkits im Angebot, mit denen sich der Schaden schnell beheben lässt.
Bei älteren Fahrzeugen oder nach langer Standzeit kann natürlich die gesamte Auspuffanlage verrostet sein. Dabei sind auch oft tragende Halterungen in Mitleidenschaft gezogen worden und müssen neu angeschweißt werden. In diesem Fall wird eine selbstständige Reparatur schwierig, da sämtliche Teile gewechselt werden müssen.  - DTM Endschalldämpfer
Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, welche Ersatzteile er für sein Auto nutzt, doch gilt auch hier das Sprichwort "Wer billig kauft, kauft zwei mal."
Der Markt ist voll von Billiganbietern, jedoch ist nicht Geiz auch immer geil. Die Qualität günstiger Ersatzteile ist oft sehr bescheiden und speziell bei Auspuffanlagen machen sich minderwertiges Material und schlechte Schweißnähte schnell bemerkbar. Deshalb sollte man auf Nummer sicher gehen und zu Ersatzteilen in Erstausrüsterqualität greifen.
Alternativ zu Originalteilen gibt es auch die Möglichkeit einen Sportauspuff zu montieren, welche auch als komplette Edelstahlanlagen verfügbar sind. Kostenfaktor und Geräuschkulisse sind hierbei jedoch Geschmackssache.
Vor der Reparatur der Auspuffanlage sollte man wissen wie sich diese Zusammensetzt und den Sinn der einzelnen Komponenten verstehen.
Bestandteile der Abgasanlage eines Kfz mit Otto-Motor in Richtung des Abgasstroms:
- Abgaskrümmer: Dieses Anbauteil ist direkt mit dem Zylinderkopf verbunden und besteht meist aus Grauguss oder Edelstahl. Die Form kann einfach oder kompliziert geschwungen sein, je nachdem wie der Motor gebaut ist und wie viele Zylinder er besitzt. Bei den meisten Krümmern werden die Auslasskanäle am Ende zusammengelegt zu einem Sammelrohr.
- Hosenrohr: Sollte der Krümmer über kein Sammelrohr verfügen, geschieht die Bündelung der einzelnen Auslasskanäle mit einem Hosenrohr.
- Katalysator: Der "Kat" ist der Filter der Auspuffanlage und wandelt u.a. gefährliches Kohlenstoffmonoxid in Kohlenstoffdioxid um. Eine flexible Verbindung zwischen Hosenrohr und Katalysator, verhindert die Übertragung von Motorschwingungen.
- Schalldämpfer: Nach dem Katalysator können noch bis zu 3 Schalldämpfer folgen, wobei der Endschalldämpfer mit dem Endrohr das einzige Teil ist, welches von außen betrachtet am Fahrzeug sichtbar ist. Sie reduzieren den Geräuschpegel der Abgasanlage.
Die Abgasanlage ist am Unterboden des Fahrzeugs an Haltevorrichtungen mit Haltegummis befestigt, welche die Übertragung von Schwingungen auf die Karosserie vermeiden. Zwischen Karosserie und Abgasanlage befinden sich Hitzebleche, um die austretende Hitze abzuschirmen.
Bei den meisten neuen Fahrzeugen wird aus Kostengründen die gesamte Abgasanlage in einem Stück gefertigt und montiert. Bei Anlagen welche aus Teilstücken bestehen, werden diese entweder durch Steckverbindungen mit Schellen oder durch Flansche verbunden und entsprechend abgedichtet.
Diese Anleitung beschränkt sich auf den Wechsel des Endschalldämpfers, da dieser in der Regel als erster die Verschleißgrenze erreicht und am leichtesten zu wechseln ist.
Der Wechsel lässt sich am besten mit zwei Personen durchführen, welche unbedingt Schutzbrillen tragen sollten, da sich immer Schmutz- oder Rostpartikel vom Unterboden des Wagens lösen können. Benötigte Ersatzteile für den Wechsel sind ein neuer Endschalldämpfer, eine Bügelschelle und neue Haltegummis. Das entsprechende Werkzeug sollte bereit liegen und das Fahrzeug sollte mit der Hebebühne angehoben werden, oder über einer Grube stehen.
Entfernen des alten Endschalldämpfers
Das Ersatzteil wird mit einem angeschweißtem Stück Rohr geliefert, welches in der Länge, je nach Hersteller, variieren kann. Dieses Rohr hat am Ende einen größeren Durchmesser, damit es über das alte Rohr der Abgasanlage gestülpt werden kann und somit eine gute Abdichtung erhält. Deshalb ist es wichtig den alten Endschalldämpfer an der passenden Stelle abzutrennen. Am besten hält man das Ersatzteil kurz an, markiert die Stelle am Rohr und trennt das Rohr dann mit einem Winkelschleifer oder einer Metallsäge. Anschließend hängt man die Gummihalterungen des Endschalldämpfers aus und kann diesen abnehmen.
Montage des neuen Endschalldämpfers
Zur Montage nimmt man zunächst die alten Gummihalterungen ab und ersetzt sie durch neue. Dabei sind die Halterungen auf Rost zu überprüfen und bei Bedarf neu zu verschweißen. Anschließend wird der Endschalldämpfer eingehängt und die Rohrverbindung wird zusammen gesteckt. Sollte das Zusammenstecken durch verrostete Stellen schwierig sein, kann man den Bereich mit Schleifpapier abschleifen und bei Bedarf mit Sprühöl behandeln. Die Bügelschelle kann bereits positioniert und handfest angezogen werden. Danach geht es an das Ausrichten des Endschalldämpfers. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass alle Gummihalterungen gleichmäßig belastet werden. Hat man die richtige Position gefunden, kann man die Bügelschelle nun festschrauben. Abschließend erfolgt eine Sichtprüfung der Anlage auf korrekten Sitz.
Nach der Montage sollte man den Motor laufen lassen und im Stand kurz Gas geben, um zu prüfen ob die Abgasanlage dicht ist. Anschließend kann man eine Probefahrt durchführen.
Bei Anbauteilen, welche nicht den serienmäßigen Teilen entsprechen, also z.B. einem Sport Endschalldämpfer, muss eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) oder ein TÜV Gutachten vorliegen, um einen legalen Betrieb zu gewähleisten.
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