Die Zündkerze an sich ist ein kleines, aber sehr wichtiges Bauteil und befindet sich an jedem Zylinder eines Kraftfahrzeugs. Die Zündspule generiert mit dem Zündunterbrecher einen Zündimpuls im Bereich von ca. 15.000 bis 30.000 V, der über das Zündkabel an die Kerze weitergeleitet wird. An der Zündkerze wir dann ein Zündfunken erzeugt, welcher von der keramisch isolierten Mittenelektrode auf die Massenelektrode springt und über das Gewinde abgeleitet wird. Auf diese Weise wird der Verbrennungsvorgang gestartet.
Zündkerzen sind selbstreinigende Elemente, jedoch funktioniert das nur bei einer Selbstreinigungstemperatur zwischen 360 und 850 °C. Bei diesen Temperaturen werden Verunreinigungen verbrannt, welche sonst zu Kurzschlussgefahr oder verkürztem Funkenweg an den Elektroden führen könnten.
Man unterscheidet zwischen kalten und warmen Zündkerzen, wobei die Kalten an der Mittenelektrode über einen kurzen Isolatorfuß verfügen und somit Wärme schneller an den Zylinderkopf abgeben können. Warme Zündkerzen haben im Gegensatz dazu einen längeren Isolatorfuß, der schlechter wärmeleitend wirkt, dafür aber die Selbstreinigungstemperatur sicherstellt.
Bei dem Material aus dem Zündkerzen gefertigt sind, handelt es sich beim Isolator meist um Aluminiumoxid, eine sehr spröde Keramik und bei den Elektroden handelt es sich um Eisen-Nickel-Chrom Legierungen mit Kupferkern. Darüber hinaus werden auch Platin, Silber und Iridium für die Elektroden genutzt, um eine höhere Lebensdauer (bis zu 100.000km) zu erreichen.