Der Scheibenwischer wurde 1903 von der Amerikanerin Mary Anderson erfunden und war damals noch handbetrieben. 1928 entwickelte die Firma BOSCH ein System mit Elektromotor. Dieses Prinzip ist bis heute erhalten, wobei die Technik sich entsprechend weiterentwickelt hat. Die Hersteller versuchen durch das Design der Scheibenwischer die Wischkraft zu erhöhen und gleichzeitig die Geräuschkulisse so niedrig wie möglich zu halten.
Materialien die hauptsächlich zum Einsatz kommen sind Metallgestänge zum Stabilisieren, sowie Wischerblätter aus Gummi/Silikon.
Die Wechselintervalle können je nach Beanspruchung der Scheibenwischer variieren. Grundsätzlich ist es aber empfehlenswert einmal im Jahr die Scheibenwischer zu wechseln. Es empfiehlt sich die Frühlingszeit, da die meisten Wischerblätter nach Herbst und Winter stark abgenutzt sind.
Regelmäßiges Säubern der Wischerblätter erhöht zusätzlich deren Lebenserwartung.
Vielen bereitet der Wechsel der Wischerblätter nach wie vor Probleme, daher wird hier in einer Schritt für Schritt Anleitung erklärt, wie sie am besten vorgehen.
Scheibenwischerwechsel am klassischen Wischerarm
1) Wischerarm anheben
2) Alten Scheibenwischer lösen, durch Zusammendrücken des Kunststoffadapters.
3) Alten Scheibenwischer nach unten hin abnehmen.
4) Neuen Scheibenwischer mit Kunststoffadapter von unten in den Bügel des Wischerarms schieben, bis dieser einrastet und spielfrei sitzt.
5) Wischerarm vorsichtig wieder auf die Scheibe aufsetzen.
Scheibenwischerwechsel am "Aerotwin" Wischerarm
1) Wischerarm anheben
2) Alten Scheibenwischer um 90° drehen und zur Seite hin abnehmen
3) Neuen Scheibenwischer auf den Wischerarm aufsetzen
4) Wischerarm vorsichtig wieder auf die Scheibe aufsetzen.
Umrüstung des klassischen Wischerarms
Die Umrüstung der klassischen Scheibenwischer auf Flachbalkenwischer bringt gewisse Vorteile mit sich. Um allerdings die volle Leistung der neuen Wischergeneration zu genießen, sollte man auch den Wischerarm selbst umrüsten. Die für Flachbalkenwischer konstruierten Wischerarme sorgen für noch mehr Anpressdruck, da sie über stärkere Federn verfügen. Ob bei ihrem Fahrzeug die Möglichkeit zu einer solchen Nachrüstung besteht, erfragen sie am besten beim Hersteller selbst.