Bei den Sommerreifen ist vor der Wiedermontage zu kontrollieren, ob sie noch „fit“ genug sind für eine weitere Saison – eine Frage von Alter und Beschaffenheit. Laufflächen und Seitenwände der Pneus weisen eventuell Beschädigungen auf, die später zu einem ernsten Problem führen können. Zahlreiche Verschleißspuren am Reifen sind jedoch mit bloßem Auge nicht zu entdecken. Um kein Risiko einzugehen, hilft die Faustregel der Dunlop- Experten: Sommerreifen sollten nicht länger als sechs Jahre im Einsatz sein. Der „Geburtstag“ eines Reifens ist übrigens auf seiner Flanke eingetragen. Er „steckt“ in den letzten vier Ziffern des so genannten DOT-Codes. Lauten sie beispielsweise 3302, wurde der Reifen in der 33. Woche des Jahres 2002 hergestellt.
Für Autoreifen und Motorradreifen schreibt der Gesetzgeber eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern vor. Dunlop-Experten empfehlen bei Autoreifen allerdings mindestens zwei Millimeter als Untergrenze. Der Grund: Ein bisschen mehr an Profiltiefe bietet größere Sicherheit auf feuchter oder nasser Fahrbahn. Bei Breitreifen sollte sie sogar mindestens drei Millimeter betragen. Dadurch reduziert sich das Risiko von Aquaplaning.
Nächster Schritt beim Reifen- Check: der richtige Luftdruck. Je nach Fahrzeugtyp und Belastung gelten unterschiedliche Werte. Welche es beim eigenen Fahrzeug sind, ist bei Autos im Betriebshandbuch sowie auf Hinweisschildchen am Tankdeckel oder Türholm zu finden, bei Motorrädern meist an der hinteren Schwinge. Zweiradfahrer, die mit Sozius unterwegs sind, müssen den Fülldruck entsprechend anpassen. Für alle Fahrzeuge gilt: Die Luftfüllung ist immer an kalten Reifen einzustellen, da sich die Luft im warmen Reifen ausdehnt und das Messergebnis verfälscht.
Haben Auto und Motorrad das „Frühjahrsexamen“ bestanden, steht einer ausgedehnten Spritztour nichts mehr im Wege. Sind die Reifen „durchgefallen“, so hilft ihnen der
Sommerreifen Test der Stiftung Warentest neue Pneus für ihr Fahrzeug zu finden.
Lesen sie dazu unsere Heimwerker News
Um Ihren neuen Reifen gleich den richtigen Luftdruck zu verpassen, gibt es jetzt auch eine Druckluftpumpe für zu Hause. Das Gerät ist akkubetrieben, also tragbar und somit immer und überall einsatzbereit. Das ist äußerst praktisch und leicht im Handling. Der Akku hält etwa 1,3 Arbeitsstunden und erzeugt mit einer Pumpleistung von 12 l pro Minute, einen Druck von 0-8 bar. Zum Aufladen benötigt das Gerät eine Ladezeit zwischen 3-5 Stunden. Weitere Informationen:
- Batteriespannung 18V
- Netzspannung Ladestation 230V
- Frequenz 50Hz
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Damit sie ihre Reifen möglichst lange nutzen können, finden sie hier noch unsere Tipps im Überblick, wie sie am besten mit ihren Pneus umgehen.
- Einfahren. Eingefahrene Reifen haften besser. Das Walken des Reifens während der Fahrt hält das Gummi geschmeidig. Nach längerer Lagerung müssen auch gebrauchte Reifen wieder eingefahren werden.
- Luftdruck. Kontrollieren Sie den Reifendruck alle 14 Tage. Fahren Sie nicht mit zu niedrigem Druck. Das frisst Sprit, belastet die Umwelt und strapaziert den Reifen. Schlappe Reifen laufen schneller heiß. Sie können platzen. Gefährlich: Vor allem bei hohem Tempo und auf langen Fahrten.
- Kalte Reifen. Den richtigen Reifendruck finden Sie in der Betriebsanleitung zu Ihrem Auto. Der Wert gilt für kalte Reifen. Bei warmen Reifen steigt der Druck. Kontrollieren Sie den Reifendruck stets bei kalten Reifen. Lassen Sie keine Luft aus den Reifen, nur weil Ihnen der Luftdruck bei heißen Reifen zu hoch erscheint.
- Bordsteine. Überfahren Sie Bordsteine und Einfassungen nur im Notfall. Wenn es sein muss, dann langsam und in stumpfem Winkel. Parken Sie nicht mit gegen den Bordstein gepressten Reifen.
- Markieren. Markieren Sie die Position des Reifens beim Reifenwechsel mit Kreide: Vorne rechts und links, hinten rechts und links. Montieren Sie den Reifen in der nächsten Saison wieder an derselben Stelle, damit die Drehrichtung identisch bleibt.
- Richtig lagern. Lagern Sie Ihre Reifen dunkel, trocken und kühl. 15 bis 20 Grad Celsius sind optimal. Nicht direkt neben dem Heizungskessel. Direkte Sonneneinstrahlung oder Kunstlicht mit hohem UV-Anteil schaden dem Reifengummi. Lagern Sie den Reifen möglichst sauber ein. Frei von Öl, Fett, Kraftstoff und anderen Chemikalien.
- Ohne Felge im Stehen. Lagern Sie Reifen ohne Felge im Stehen. Drehen Sie die Reifen regelmäßig weiter, damit sie sich nicht verformen.
- Mit Felge im Liegen. Lagern Sie Reifen mit Felge übereinandergestapelt oder hängen Sie die Reifen auf. Optimal sind ein Felgenbaum oder einzelne Wandaufhänger.
- Haltbarkeit. Wie lange ein Autoreifen hält, ist auch bei Experten umstritten. Die Schätzungen liegen zwischen sechs und zehn Jahren. Mit der Zeit verliert das Reifengummi an Elastizität und damit an Haftung: Unabhängig von der Profiltiefe. Faustregel deshalb: Alle sieben Jahre sollten neue Reifen her.
- Profil. Tauschen Sie Sommerreifen bei etwa drei Millimetern, Winterreifen spätestens bei vier Millimetern Restprofil aus. Das ist sicherer: obwohl das Gesetz nur 1,6 Millimeter Restprofil fordert.