Wie lästig und störend es ist, wenn beim Gang nach oben die schöne alte Holztreppe leise ächzt, hat eine Berliner Familie in ihrer Villa aus den 30er- Jahren erfahren. Da zudem die Versiegelung deutliche Verschleißspuren zeigte – an manchen Stellen war sie bereits ganz abgetreten –, sollte eine umfassende Renovieungskur dem unschönen Anblick und dem Knarren ein Ende setzen und dem Holz wieder einen zuverlässigen Schutz gewähren.
Die repräsentativen Räume im Erdgeschoss verfügten bereits über ein gut erhaltenes Eichenparkett, das bei Einzug gleich renoviert wurde. Damals entschied man sich wegen der vermeintlich größeren Strapazierfähigkeit für einen lösemittelhaltigen Lack, der das Eichenholz in seiner edlen Anmutung noch unterstrich und belebte. Die Treppe zu den oberen Stockwerken mit Podest wurde von der Renovierung zunächst ausgeschlossen.
Bevor jedoch das Kiefernholz weiter Schaden nehmen würde, sollten jetzt die
Holzstufen renoviert und in ihrer vollen Schönheit zur Geltung gebracht werden. Bei der Wahl der Oberflächengestaltung hatte man sich durch das matt lackierte Eichenparkett bereits festgelegt. Die Treppe musste diesem Holzton und Glanzgrad angepasst werden, damit ein einheitliches Erscheinungsbild entsteht. Ein die Eigenfarbedes Holzes wenig ver-ändernder Wasserlack erfüllte diese Anforderungen.