Leichte Bedienung
In einem ersten Arbeitsgang wurden mit dem Kantenschleifer "Sideboy" und einer 24er- Körnung die Stufen sowie das Podest abgeschliffen. Die Maschine, die man gegen eine Tagesgebühr von rund 15 Euro mieten kann, ist speziell für das Schleifen der Ränder von Holzfußböden und kleinen Flächen wie Treppenstufen konzipiert. Die Antriebsscheibe aus gegossenem Profilgummi und die stützenden Hinterräder sorgen selbst in unerfahrenen Händen für ein gutes Resultat. So bleibt die Maschine immer automatisch auf die richtige Weise in Kontakt mit den zu schleifenden Oberflächen. Eine wirksame Staubabsaugung sorgt außerdem für ein nahezu staubfreies Arbeiten. Der Wechsel der Schleifscheiben geschieht durch Verschrauben und ist einfach. Eigenes Werkzeug dafür benötigt man nicht– der Schraubschlüssel wird mitgeliefert.
Nachdem der erste Schleifgang beendet war, folgten noch zwei weitere Schleifgänge mit einer 40er- und einer 80er-Körnung. Da sich das rohe Kiefernholz als ausgesprochen rötlich erwies, musste man beim Schleifen doppelt aufpassen, denn gerade bei dunklen oder rötlichen Hölzern werden Schleifspuren und Kratzer besonders deutlich. Die Ecken, die der Kantenschleifer nicht erfassen konnte, wurden bei jedem Schleifgang manuell zunächst mit einer Ziehklinge (Schaber), dann mit einem Schleifpapier mit der jeweils gleichen Körnung nachbehandelt, sodass keine unschönen Übergänge sichtbar blieben.
Dem knarrenden Podest rückte man mit Holzkeilen zu Leibe. Die kleinen Keile wurden so in die Dielenzwischenräume getrieben, dass die einzelnen Elemente keinen Spielraum mehr hatten.
Nach einem erneuten Verschrauben der Dielen wurde in einem nächsten Arbeitsschritt der "Woodboy"-Fugenkitt mit einem Spachtel aufgetragen, das die Nagelstellen und Dielenzwischenräume auf dem Podest ausfüllte. Der letzte Feinschliff mit einer 100er- Körnung bereitete die Treppe für die Oberflächenbearbeitung vor. Gerade bei diesem Arbeitsschritt gilt es zu überprüfen, ob auch wirklich jeder Kratzer beseitigt wurde.