Wird eine Nutzung als Wohn-, Hobby- oder Fitnesskeller angestrebt, ist die Dämmung der erste Schritt, gemäß den Anforderungen der EnEV, der Energie- Einspar-Verordnung (die Maßgaben zum Einhalten von Dämmwerten der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) gelten, sobald man im oder um den Keller dämmt, um die Räume auf Wohnniveau zubringen).
Kann man von außen dämmen und dichten, muss der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) mindestens bei 0,40 W/m²K liegen. Besteht lediglich die Möglichkeit, von innen zu sanieren, müssen nur 0,50 W/m²K erreicht werden.
Bei starker Belastung durch Wasser sollte auf die Abdichtung eine Kombination aus genoppter Dämm- und Drainschicht folgen, die Sickerwasser sofort dem Drainrohr zuleitet (siehe Schema rechts).
Soll lediglich die Optik einer Kellerwand wieder hergestellt beziehungsweise verbessert werden, so reicht es, die Beschichtung zu erneuern, am besten mit schimmelresistenten Materialien wie Kalkputz oder Kalziumsilikat- Platten. Ist noch zu viel Salz in der Wand, bringt man einen Sanierputz auf. Er hat einen hohen Porenanteil und kann es in kristallisierter Form speichern, ohne Schaden zu nehmen.
Wo sich allerdings der Altbau einer Rundum- Sanierung widersetzt, der Aufwand in keinem rechten Verhältnis zum Ertrag steht, da sollte man auf höherwertige Nutzung verzichten. Fürs Lagern von Obst, Gemüse, Wein ist das "Kellerklima" genau richtig.