Bei der Sanierung sind zweierlei Ziele zu verfolgen. Zum einen muss der konkrete Schaden behoben und dessen weitere Ausbreitung verhindert, in der Regel also der entrostete Stahl mit Rostschutzmittel bearbeitet und das Loch gestopft werden, zum anderen muss Vorsorge getroffen werden, daß der Schaden sich nicht wiederholt.
Zur Schadensbehebung muss zunächst eine intensive Vorbereitung des Untergrundes erfolgen, schadhafter Beton muss entfernt und der Bewehrungsstahl vollständig entrostet werden. Für beides empfiehlt sich der Einsatz von Sandstrahlern oder gar Hochdruckwasserstrahlern.
In beiden Fällen sind entsprechende Schutz- und Entsorgungsmaßnahmen zu beachten. Anschließend wird der blanke Stahl mit Korrosionsschutzfarbe bestrichen und später ein entsprechender Betonsaniermörtel aufgetragen.
Der zu verwendende Betonsaniermörtel muss im wesentlichen drei Anforderungen genügen, er muss
- eine gute Verbindung zwischen altem und neuem Beton herstellen
- eine geringe Porosität (Durchlässigkeit) aufweisen und
- zur Verhinderung weiterer Oxidation einen sehr hohen pH-Wert gewährleisten
Als Additive für eine gute Haftung auf dem Untergrund und eine hohe Elastizität der Masse auch in abgebundenem Zustand des Mörtels kommen Kunstharzdispersionen zum Einsatz, andere Additive verhindern die Schaumbildung und sorgen damit für eine geringe Porosität und entsprechend geringe Kohlendioxid-Diffusion, ein hoher Kalkhydratgehalt gewährleistet einen langanhaltenden hohen pH-Wert.
Die Verarbeitung des Betonsaniermörtels erfolgt in mehreren Schritten:
- Zunächst wird der Mörtel mit niedrigerer Konsistenz, also in flüssigerer Form und in entsprechend dünner Schicht (2 bis 3 mm) aufgetragen; er wirkt so wie eine Haftbrücke.
- Vor dem vollständigen Abtrocknen der ersten Schicht wird eine weitere Schicht, diesmal mit höherer Konsistenz aufgetragen. Je nach Tiefe der auszufüllenden Fläche folgen weitere Beschichtungen. Die Schichten je Arbeitsgang sollten jeweils nicht dicker als 15 bis 20 mm sein, zwischen den Arbeitsgängen sollte der Mörtel gut anziehen.
- Abschließend wird eine letzte Schicht mit einem feineren Betonspachtel aufgetragen.
Zur Vorsorge vor erneuten Schäden können weitere Maßnahmen sinnvoll werden wie z. B. eine Versiegelung durch einen Schutzanstrich. Bei Frost- oder Salzschäden muss durch Oberflächengestaltung oder entsprechende Abschirmung dafür gesorgt werden, dass die Oberflächen nicht weiterhin dem Problemverursacher ausgesetzt sind.