Die Dampfbremse musste lediglich an den Dachrändern und Dachanschlüssen wind- und luftdicht verklebt werden. Dazu dienten die passenden Klebebänder und Dichtstoffe, die als Systemprodukte exakt auf die "intelligente" Dampfbremse abgestimmt sind.
Anschließend wurde der komplette Hohlraum zwischen den Sparren mit den Wasser abweisenden Glaswolle- Klemmfilzen 180 mm dick gedämmt. Da sie mit der Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) 035 überdurchschnittlich gut dämmen, lag man mit einem U-Wert von 0,23 W/(m 2 K) sehr deutlich unter dem Wert, den die "EnEV" für Altbaudächer fordert.
Den Abschluss bildete die zum System gehörende Unterdeckbahn. Sie ist diffusionsoffen, lässt also Wasserdampf aus der Konstruktion ungehindert passieren, schützt den Dämmstoff aber vor Sprühregen oder Flugschnee, der durch Fugen und Ritzen unter die Dacheindeckung gelangen könnte. Während der Bauarbeiten fungiert sie als Notdach.
Die Bahnen wurden zunächst angetackert und dann mit aufgenagelten Konterlatten zusätzlich fixiert. Diese dienen dazu, einen Belüftungsspalt zwischen Ziegeln und Unterdeckbahn zu sichern. Danach konnte die Ziegellattung montiert und das Dach mit den neuen Hohlfalzziegeln gedeckt werden.