Vor dem Anstrich müssen alle losen, abblätternden Stellen und Ausblühungen mit einem Spachtel oder einer Drahtbürste gründlich ausgekratzt und gereinigt werden. Ausblühungen sind meist das Ergebnis von permanenter Nässe. Daher sollte die Hauswand auf Feuchtigkeitsquellen hin überprüft und diese, wenn möglich, trocken gelegt werden. Die beschädigten Stellen werden dann mit einem Dichtungsmittel auf Basis von Reinacrylat wieder aufgefüllt.
Vor dem Anstrich wird die Fassade noch gründlich mit Wasser und Allesreiniger abgescheuert und anschließend mit klarem Wasser gereinigt.
Bei gealterten bröckelnden Fassaden sowie bei Problemen mit Ausblühungen, Schimmel oder Pilzbefall muss die Oberfläche mit einer Fassadengrundierung auf Reinacrylatbasis vorbehandelt werden. Sie lässt den späteren Anstrich besser auf dem Untergrund haften und bietet einen Schutz vor Ausblühungen. Grundierung unbedingt über Nacht trocknen lassen.
Fassadenfarbe zweimal auftragen
Für den eigentlichen Anstrich eignet sich Fassadenfarbe – ebenfalls auf Basis von Reinacrylat –
am besten. Wer einen besonderen Farbton wünscht, kann ihn sich in immer mehr Baumärkten problemlos anmischen lassen.
Für ein perfektes Ergebnis sollte die Farbe zweimal aufgetragen werden. Beim ersten Mal wird die Farbe mit zehn Prozent Wasser verdünnt, um vorhandene Nähte besser abzudecken. Der zweite Anstrich wird unverdünnt aufgetragen. Die Farbe sollte in einem Arbeitsgang ohne Pause verarbeitet werden, damit später keine Ansätze zu sehen sind.
Wichtig für ein gutes Gelingen sind außerdem die Wetterbdingungen: Es sollte mindestens zehn Grad Celsius warm und trocken, aber auch nicht zu heiß sein. Fassade niemals bei direkter Sonneneinstrahlung streichen.
Eine ausführliche Anleitung inklusive Materialliste und wertvollen Zusatztipps finden Heimwerker auf der Homepage des Paint Quality Institutes: „www.farbqualitaet.de/streichen leicht gemacht“.