Wie der Name es bereits aussagt, werden Wärmedämmverbundsysteme in direktem Kontakt (Verbund) zum vorhandenen Wandaufbau hergestellt.
Hierbei kann entweder Mauerwerk oder Beton vorliegen oder bereits verputzte Fassaden.
Da bei Wärmedämmverbundsystemen Luftschichten wie bei der zweischaligen Wandbauweise entfallen, ist nur eine relativ geringe Erhöhung der Gesamtwandstärke gegeben. Beim Neubau kann die Wandstärke auf die statisch notwendige Dicke reduziert werden, weil die Anforderungen an die Dämmung vom WDVS übernommen werden.
Zum System gehören die Verklebung der Dämmplatten, gegebenenfalls eine mechanische Verdübelung, die Armierungsschicht mit Gewebeverstärkung sowie die außenliegende Putzschicht.
Bei der Sanierung eines Altbaus oder der Errichtung eines Neubaus sind folgenden Verordnungen zu beachten:
DIN 4108 "Wärmeschutz im Hochbau"
Die DIN 4108 beschreibt den Wärme- und Feuchteschutz im Hochbau mit dem Ziel, die Bausubstanz vor Durchfeuchtungen und vor Schäden zu schützen und somit den hygienischen Anforderungen der Bewohner gerecht zu werden.
Demnach orientieren sich die Anforderungen der Norm in erster Linie daran, dass bei einer Außenwandkonstruktion der Wärmedurchgangswiderstand eines Außenbauteils so gewählt werden muss, dass es nicht zu schädigenden Tauwasserkondensationen im Bauteil kommt.
Obwohl es bei der DIN 4108 nicht das primäre Ziel ist, Heizenergie zu sparen, so wird dennoch eine nach der Norm ausgeführte Baumaßnahme den Verbrauch an Energie senken.
Wärmeschutzverordnung WSVO - 1995 novelliert
In ihren Zielsetzungen bzgl. Energie und Wärme unterscheidet sich diese Verordnung von der DIN 4108. Sie zielt direkt darauf ab, Wärmeverluste zu reduzieren.
Die Verordnung stellt nicht nur für neu zu errichtende Gebäude Mindestanforderungen, sie gilt auch für die Sanierung von Altbauten.
Die Verordnung legt für jedes Bauteil einen Kennwert - den "k-Wert" - fest, der nicht überschritten werden darf. Die Anforderungen gelten bei einem erstmaligen Einbau ebenso wie bei Ersatz und Erneuerung von Außenbauteilen, und zwar immer dann, wenn Dämmschichten eingebaut werden. Ziel dieser baulichen Maßnahmen ist ein optimaler Wärmeschutz, der Heizenergie spart und damit die Umwelt entlastet.