Die Planung hängt neben dem Raumbedarf stark von der Nutzung ab. Brauchen die Bewohner einfach mehr Platz für die wachsende Familie ist es sinnvoll, das neue Stockwerk über eine im Wohnbereich liegende Geschosstreppe zu erschließen.
Falls dafür ein Zimmer im alten Grundriss "geopfert" werden muss, kann dies durch die neu entstehenden Räume kompensiert werden. Deren Anzahl und Größe orientiert sich am individuellen Bedarf der Bauherren wie auch an den tragenden Wänden des darrunterliegenden Grundrisses.
Soll jedoch eine zweite Wohnung entstehen, beispielsweise weil Kinder selbst eine Familie gründen, das elterliche Haus aber nicht verlassen wollen, müssen umfassendere Überlegungen angestellt werden. Ratsam ist dann die klare Trennung bis hin zu einem extra Wohnungseingang. Das schafft auf ganz natürliche Weise die Distanz, die einer friedlichen Koexistenz äußerst zuträglich ist.
Gibt es bereits ein Treppenhaus, das vor der Wohnung liegt, führt man dies einfach weiter. Wenn nicht, bieten sich eigenständig angebaute Treppenhäuser oder Freitreppen an, um separate Zugänge sicherzustellen. Das würde beispielsweise auch eine spätere Vermietung erleichtern, falls sich die Lebensumstände erneut ändern.
Bei Bedarf muss der bestehende Grundriss den neuen Gegebenheiten durch bauliche Eingriffe angepasst werden. Nur so profitiert auch dieser mit mehr Wohnkomfort von den gewonnenen Quadratmetern statt im Stückwerk zu enden.