Über den Fußboden wird Schall übertragen, was gerade in schlecht gedämmten Mietshäusern oft zu großem Verdruss führen kann. Die Partei, die unter einer Wohnung mit kleineren Kindern wohnen, fühlen sich durch das lebendige Getrappel gestört - für die Familie mit Kindern ist das Gemecker ein Ärgernis.
Ganz vermeiden lassen sich die Trittschallgeräusche nicht, zumindest aber reduzieren. Oft hilft schon die Verlegung eines dicken Teppichs mit einer weiteren Dämmschicht aus Filz, Kork, Schaumfolien, Weichfaserplatten oder auch mit Kautschukgranulat (kennt man von Spielplätzen als diese dunkelroten weichen Fliesen). Die Dämmmaterialien werden nach Herstellerangaben auf dem Unterboden fixiert, der Teppich wird dann mit Teppichkleber verlegt.
Leider hat die Fußboden Schalldämmung durch Teppich gerade in Altbauten ihre Grenzen, da restlicher Trittschall von oben weiterhin an die Wände und das gesamte Mauerwerk abgegeben wird.
Eine Verbesserung ohne in die Bausubstanz selbst eingreifen zu müssen kann am ehesten erreicht werden durch schwimmenden Estrich, der allerdings - egal ob nass oder trocken - keine feste Verbindung zur Rohdecke oder den Wänden haben darf, da durch solche Verbindungen (Schallbrücken) der Schall weiterhin fast ungebremst weiter getragen wird.
Bei Holzböden können Sie die bestehenden Zwischenräume mit Lehmziegel, Blähton- oder Perliteschüttungen auffüllen, um die Ausbreitung des unerwünschten Schalls zu verhindern.