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Leitern bringen den Heimwerker höher hinaus: Wir haben die auf dem Markt befindlichen Leitertypen einmal genauer unter die Lupe genommen und hinsichtlich ihres Einsatzzweckes und ihrer Standsicherheit beurteilt. Anlegeleitern, Stehleitern, Teleskopleitern oder auch nur der simple Klapptritt für die Küche: Leitern sind ein vielfälitges Thema
Natürlich geben wir Ihnen auch Sicherheitsratschläge zur Leiterbenutzung, denn das Problem von Leitern ist schließlich bekannt: Runter kommt man immer - nur sollte man tunlichst die Sprossen nehmen. Leitern sind nicht ganz ungefährlich: Wer drei Meter über dem Boden abstürzt, kann empfindliche Verletzungen und Knochenbrüche davontragen. Sorgen Sie daher bei allen Arbeiten in luftiger Höhe für einen sicheren Stand.
Bei Außenarbeiten an der Fassade sollte die Standfestigkeit des Untergrunds genau unter die Lupe genommen werden: Schnell sinkt eine Leiter in weicher Erde oder feuchtem Rasen einseitig ein - dann ist es meist schon zu spät. Abhilfe schafft hier ein solides, breites Gerüstbrett als Standunterlage.
Auch im Haus sollten Leitern nur mit Bedacht verwendet werden: Auf schlüpfrigen Teppichen, mit Badelatschen oder gar nach Alkoholgenuß sollten Leitern nicht betreten werden.
Teleskopleitern sind die kompakte und praktische Alternative zu einer langen, starren Leiter die bei Nichtgebrauch platzraubend verstaut werden muss. Mittels eines ausgeklügelten Ausziehmechanismus kann eine Teleskopleiter von einer Länge unter einem Meter zu fast vier Metern ausgezogen werden.
Wer seine Leitern häufig im PKW transportiert und bisher abenteuerliche Konstruktionen auf dem Dachträger montieren mußte, wird diese praktische (und trockene!) Erfindung sicher schätzen. Leider sind Teleskopleitern im Vergleich allerdings nicht ganz billig. Aluleitern für den Haushalt sind praktische Alleskönner. Sie sind leicht, lassen sich daher einfach transportieren und haben dennoch eine hohe Eigenfestigkeit. Sie sollten allerdings bei Aluleitern auf Markenqualität achten: Da das Schweißen von Aluminium ein technisch komplizierter Vorgang ist, sollten Billigleitern insbesondere bei kräftiger gebauten Heimwerkern oder schweren Einsatzbedingungen gemieden werden. Menschen unterhalb der deutschen Normgröße von 1,70 haben es im Haushalt manchmal nicht leicht: Alles, was oben in die Schränke geräumt wurde bleibt oft unerreichbar. Das Zauberwort heißt daher Klapptritt: Die praktische "Kompaktleiter" passt hinter jede Tür oder in die meisten Schränke, ist blitzschnell einsatzbereit und meist sehr standfest gebaut.
Allerdings gilt es auch hier Billigangebote zu meiden: Sichere Schweißnähte und dauerhafte Klappmechanik sind unter zehn Euro in der Regel nicht zu haben. Wo nicht viel ist, geht auch nicht viel kaputt: Anlegeleitern sind die schlichteste Leiterform und immer noch nicht ausgestorben. Wenn ein robustes und standfeste Arbeitsgerät zum Fassadenanstrich oder zum Äpfelpflücken gebraucht wird, sind Anlegeleiter mit Rund- oder Rechteckholmen nach wie vor eine sehr gute Wahl. Quer an einer Wand aufgehängt nehmen sie zudem relativ wenig Platz ein.
Der einzige Nachteil, insbesondere ab 4 Metern, ist eine sehr eingeschränkte Transportfähigkeit. Auch enge Ecken auf der Baustelle wollen mit dieser Länge erst einmal umschifft werden. Profi-Malerleitern sind oft nicht aus Aluminium, sondern aus Holz gefertigt. Hintergrund dieser Materialwahl ist die Eigenschaft von Aluminium, bei Kontakt mit bestimmten Farben und Lacken schwarz abzufärben.
Bei Malerleitern mit sogenannten „Comfort-Breitsprossen“ sind die unteren, rutschfesten Hartholzsprossen mit fünf Zentimeter tiefer Auftrittfläche obendrein waagerecht eingebaut. Auf den oberen Sprossen steht man nicht, sondern lehnt sich bequem und sicher an, deshalb sind diese senkrecht eingesetzt. So gelingen Anstriche schnell und professionell. Mehrzweckleitern oder Gelenkleitern können fast alles: In der Regel sind sie zwei oder dreimal an einem stabilen Scharnier klappbar und erfüllen so die vielfältigsten Aufgaben in Haus und Garten oder auch auf der Baustelle.
So lassen sich viele Gelenkleitern durch das Abklappen des mittleren Scharniers als normale Stehleiter aufstellen und arretieren. Der Clou ist aber die Verwendung als Baugerüst, beispielsweise zum Deckenanstrich: Werden die beiden äußeren Segmente vorn und hinten abgeklappt, entsteht ein stabiles Gerüst mit einer respektablen Höhe.
Selbstverständlich können Mehrzweckleitern auch, unter Ausnutzung ihrer vollen Länge, als Anlegeleitern verwendet werden.
Schiebeleitern, auch in der Ausführung als Bockleiter, sind besonders praktisch zur Fassadenrenovierung: Meist in mehreren Einstellungen höhenverstellbar passen sich der jeweiligen Arbeitshöhe perfekt an - voll ausgeschoben bis hoch zur Traufe. Der Nachteil an Schiebeleitern ist ihr verhältnismäßig hohes Gewicht, dass sie aber durch eine gute Standfestigkeit und einen im Vergleich zu Anlegeleitern kleineren Platzbedarf wieder wettmachen. Wenn Sie weitere Informationen zum Thema Leitern suchen:
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