Wegen seines geringeren Gewichts und der geringeren Aufbauhöhe, 25 bis 35 Millimeter, kann alternativ Gussasphalt- Estrich verwendet werden. Er besteht aus Steinmehl, Sand, Splitt oder Kies und Bitumen als Bindemittel, wird heiß verarbeitet und kühlt innerhalb von zwei bis vier Stunden auf die Umgebungstemperatur ab. Bereits am nächsten Tag kann der neue Fußboden verlegt werden. Gleiches trifft auf eine neue Estrich- Variante zu, bei der ebenfalls keine Trocknungszeit, sondern nur eine Abbindezeit einzuhalten ist. Es handelt sich um einen 2- Komponenten- Reaktionsharz- Estrich, der ohne Wasser eingebracht wird.
Ein noch jüngeres Verfahren basiert auf profilierten Stahlblechen, die Beton oder Zementestrich aufnehmen. Auf Betonböden kommt ein Fließestrich in Frage, der sich selber nivelliert und zum Beispiel gut eine Fußbodenheizung aufnehmen kann.
Der so genannte Heizestrich umschließt die Heizschlange und sorgt für eine optimale Wärmeübertragung. Egal ob trocken, plastisch oder flüssig, hauptsache, die Estrichschicht wird "schwimmend" auf einer Dämmschicht verlegt, das heißt ohne Kontakt zur Unterkonstruktion und zu den Wänden– Dämmstreifen nicht vergessen.
Bild rechts: Manchmal reicht fixieren, hier mit einem Teppich- und PVC-Kleber.
(Foto: Henkel Ceresit)
Bild links: Auch auf einer Holzkonstruktion machbar, wenn ein gewisser Feuchteeintrag möglich ist: Die Stahlplatte im Schwalbenschwanzprofil nimmt den Zementestrich
auf. (Foto: Spillner SSB)
Bild rechts: Wenn Feuchteeintrag möglichst vermieden werden soll: Vor dem Verlegen der Estrichplatten wird eine Ausgleichsschicht aus Blähglasgranulat und Epoxidharz eingebracht. (Foto: Knauf)
Bild links: Trockenestrich: Gipsfaser- Platten mit Stufenfalz werden nach frühestens 24 Stunden in zwei Lagen auf der Ausgleichsschicht verlegt. (Foto: Knauf)
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