Hat sich der Heimwerker für einen Holzboden entschieden (egal ob Parkett oder Laminat), geht's danach gleich ans Zubehör. Moderne Parkett- und Laminatböden machen durch ihre Klicksysteme mittlerweile Leim und Spanngurte überflüssig. Dafür haben aber die Unterlagsdämmbeläge stark an Bedeutung gewonnen. Viele Kriterien beeinflussen die Entscheidung beim Kauf einer Dämmunterlage. Wichtig ist ein professionelles und dennoch übersichtliches Angebot an Dämmunterlagen und begleitende Informationen, die den Heimwerker vor Verlegerfehlern bewahren.
Wurden vor Jahren noch Pappe oder PE- Verpackungsschäume als Ausgleichsunterlage lieblos angeboten, so findet man heute oft ein professionelles Sortiment an Trittschalldämmbelägen, die verschiedenste Anforderungen erfüllen. Die Dämmunterlage nimmt entscheidenden Einfluss auf den Fußbodenaufbau und ist daher mindestens so sorgsam auszuwählen wie der Boden an sich. Was nützt der hochwertigste Laminatboden, wenn die Unterlage den Boden "billig" klingen lässt, durch seine mangelhafte Druckstabilität im Nahtbereich des Laminats langfristig Schäden verursacht oder die vergessene Dampfsperre für Feuchteschäden sorgt!
Neben dem Ausgleichen von kleineren Unebenheiten im Untergrund ist die Geräuschverminderung im Raum und darunter (Trittschall) ein entscheidendes Auswahlkriterium. Teure Böden können durch eine mangelhafte Unterlage billig und hohl klingen. Durch eine Trittschalldämmung mit einem Verbesserungsmaß von 20-22 dB(A) (nach ISO 140/717) wird ein Optimum an Schalldämmung erreicht und davon lässt sich jeder Heimwerker gerne überzeugen.
Oft wird der Boden auf neuen bzw. erneuerten Estrichen verlegt, welche noch eine gewisse Restbaufeuchte aufweisen. Da besonders Laminatböden sehr empfindlich auf diese Feuchtigkeit reagieren, schreiben nahezu alle Bodenhersteller eine Dampfsperrfolie vor! Nur wer denkt schon an so etwas beim Einkauf? Und wenn doch, wird oft eine mangelhafte Folie verwendet, die der Anforderung nach einem sd- Wert >100m nicht gerecht wird. Markenhersteller bieten hier Sicherheit durch systemgerechte Dampfbremsfolien oder Trittschalldämmbelägen mit integrierter Dampfsperre. Diese Kombiprodukte erreichen einen Dampfsperrwert von sd >100m spielend und erleichtern die Verlegung ungemein.
Welcher Estrich ist schon so eben, dass er keine Unebenheiten aufweist? Aus diesem Grund muss die Dämmunterlage neben den genannten Fähigkeiten auch in der Lage sein, wenigstens kleine Unebenheiten auszugleichen. Die Unterlage sollte flexibel punktuelle Unebenheiten aufnehmen können und doch hohen Drucklasten standhalten. Gerade bei den modernen Klick- Verbindungen ist der Nahtbereich eine gefährdete Stelle für Beschädigungen. PE-Leichtschäume sind dabei fehl am Platz. Hier beugen druckstabile Unterlagen (wenigstens 3 t/m²) eventuellen Beschädigungen vor!
Immer häufiger wird Parkett und Laminat auf einer vorhandenen Warmwasser- Fußbodenheizung verlegt. Da Holz bekanntlich ein guter Dämmstoff ist, muss man hier Vorsicht walten lassen! Wird die Dämmunterlage falsch gewählt, ist die Heizleistung stark beeinträchtigt, was nicht selten zum kompletten Austausch des Bodens führen kann. Hier ist der Hersteller der Dämmunterlage mit Informationen gefordert.
Thermo-Floor speziell für diesen Bereich bietet eine optimale Lösung. Damit lassen sich sogar 14 mm starke Parkettböden problemlos auf einem Heizestrich verlegen.
Immer häufiger findet man Laminatsysteme mit direkt integrierten Akustik- Systemen. Diese bieten in der Regel eine deutliche Verbesserung der Geräuschwahrnehmung - aber auch oft nur das! Besonders Systeme mit einer sehr harten oder dünnen Kaschierung können keinerlei Unebenheiten ausgleichen, bieten einen eingeschränkten Begehkomfort und eine mangelhafte Trittschalldämmung. Bei solchen Systemen kann das zusätzliche Verlegen einer Ausgleichs- und Trittschalldämmung sinnvoll sein, das zusätzlich noch Feuchteschutz bietet.
Viele Kriterien sollten die Entscheidung beim Kauf einer Dämmunterlage beeinflussen.