Bei Linoleumböden mit mehrfach aufgetragenen Pflegefilmen kann eine trockene Pflegefilmsanierung durchgeführt werden. Diese setzt den Einsatz einer Kombimaschine mit geeigneten Pads voraus. Zum Beispiel graue oder blaue Pads zum Anschleifen des Belags und später rote oder beige Pads zum Polieren. Bei dieser Methode werden nur die tatsächlich angeschmutzten bzw. beschädigten Pflegefilmschichten trocken angeschliffen, so dass eine gleichmäßige Mattierung des obersten Pflegefilms entsteht. Der Staub wird zeitgleich von der Maschine abgesaugt und der Reststaub auf dem Boden anschließend entfernt. Nun wird mit dem Wischmopp eine neue Schicht Polymer-Dispersion aufgetragen, die nach dem Trocknen mit der Kombimaschine poliert wird.
Grundreinigung und Pflegefilmsanierung können, bei einer vorhandenen Opferschicht, beliebig oft durchgeführt werden, da vom Linoleum selbst nichts abgetragen wird. Natürlich sind dickere Beläge insgesamt langlebiger. So ist Linoleum mit einer Gesamtdicke von 2,0 bzw. 2,5 mm durchschnittlich etwa 15-30 Jahre im Einsatz, Linoleum mit einer Dicke von 3,2 bzw. 4,0 mm im Schnitt 25-40 Jahre.
Da Linoleum zigarettenglutbeständig ist, wird es auch gern in Bars oder Restaurants eingesetzt. Sollte eine Zigarette auf den Boden fallen, so macht das nicht viel aus. Anders als bei Kunststoff-Belägen entsteht kein Loch, sondern maximal ein brauner Fleck – egal wie lange die Zigarette auf dem Boden glimmt. Dieser Fleck kann einfach abgeschliffen werden mit einem groben Reinigungspad. Nach der Grundreinigung und anschließender Einpflege, bzw. Behandlung mit Sprühlack bei PUR-Bodenbelägen, sieht der Boden dann wieder aus wie neu.
Ist im Linoleum durch mechanische Einwirkung doch ein kleines Loch oder ein Kratzer entstanden, können diese repariert werden. Bei Linoleum mit LPX reichen zum Beispiel Sekundenkleber, Linoleummehl und etwas Geschick aus, und die Reparaturstelle ist kaum noch sichtbar.