Paneele mit fester Feder können ineinander gesteckt und mit einer möglichst guten Profilbrettkralle mit der Unterlattung verbunden werden. Bei Paneelen mit loser Feder ist ein Zwischenelement erforderlich, die so genannte Feder. Diese Paneele werden mit Fugenkrallen montiert. Als Zwischenelemente eignen sich u.a. dekorgleiche Federn oder Spiegelfedern, die den optischen Effekt erhöhen.
Die Mitteldichte Faserplatte (= MDF) weist eine homogene Struktur und gute Verarbeitungseigenschaften auf, die beim Fräsen, Kehlen, Schleifen und Lackieren sehr wertvoll sind. Zudem können MDF-Paneele auch in Feuchträumen (keine Nassräume!) eingesetzt werden.
Grundsätzlich sollten die Paneele in Feuchträumen an Wänden senkrecht platziert werden. Decken und Wände müssen trocken, Fenster und Außentüren verglast sein. Im Dachfensterbereich sollten keine Dekorpaneele verwendet werden. Natürlich dürfen Paneele nicht im Spritzwasserbereich verlegt werden.
Bei der Deckenmontage verlängern Paneele in Längsrichtung den Raum, Paneele in Querrichtung gleichen ungünstige Proportionen aus. Bei der Wandmontage lässt die senkrechte Verlegung den Raum höher erscheinen, die waagerechte Verlegung sorgt optisch für eine geringere Raumhöhe.
Stellen, an denen Steckdosen oder Lichtschalter montiert werden sollen, müssen in jedem Fall unterlattet sein. Um die nötige Stabilität zu erreichen, sollten an den Montageplätzen zusätzliche Latten (Mindestabstand 30 mm vom Rand der Schalterdose; Zuleitungen zwischen die Latten legen) eingebracht werden. Da Leuchtkörper heiß werden können, sollten die Kabelzuführungen nicht mit der Leuchtenverkleidung in Berührung kommen.
Laminat- Fußböden bestehen zu über 90 Prozent aus dem Werkstoff Holz; bei der Herstellung werden je nach gewünschtem Endprodukt überwiegend Sägespäne und Holzschnitzel verwendet. Das daraus hergestellte Trägermaterial nennt man Spanplatte oder HDF (hochverdichtete Faserplatte). Die verschleißfeste Oberfläche wird aus melaminharzgetränkten Dekorfilmen (Overlays) hergestellt. Für das optische Erscheinungsbild sorgen Holz- oder Fantasie-Reproduktionen (Dekorpapier).
Laminat-Fußboden muss grundsätzlich trocken gelagert werden. Vor der Verlegung sollten die ungeöffneten Pakete bei Zimmertemperatur mindestens zwei Tage lang flach in dem Raum liegen, in dem sie verlegt werden sollen (= Akklimatisierung). Wichtig ist auch, den Fußboden vor der Verlegung auf Schäden, Maße und Dekorübereinstimmungen zu kontrollieren. Insgesamt sind stets die Lagerungshinweise des Produzenten zu beachten.
Für die Entscheidungsfindung sollte man unbedingt die Qualität der Verbindung abfragen und prüfen. Am besten entscheidet man sich für einen Boden, bei dem die Verbindung durch eine Vorspannung in der Verbindung dauerhaft gesichert ist. Viele Trockenverlegesysteme im Markt bieten diese Sicherheit nicht.
Nachträgliche Spalten und Fugen können das Ergebnis sein.
Laminat-Fußboden lässt sich auf fast allen Untergründen verlegen. Nicht geeignet sind lediglich hochflorige Teppichböden, Nadelfilzböden und Steinholz- Estriche. Bei Verlegung auf Dielenboden muss dieser verschraubt, genagelt werden, um späteres Knarren zu vermeiden (dabei für Hinterlüftung sorgen!). Auch auf Böden mit Warmwasserheizung kann Laminat-Fußboden verlegt werden (Verlegehinweise beim Produkt beachten).
Neue und hochwertige Produkte verfügen über eine integrierte schalldämmende Holzfaserplatte, die die Lautstärke reduziert und das Klangspektrum in den angenehmeren tiefen Tonbereich verschiebt. So verbessern sich die Trittschall- und auch die Raumklangwerte. Zudem gibt es ökologische Unterböden aus Holzfaser, die einen ähnlichen Effekt erzielen und mit herkömmlichen Fußboden- Dielen ohne Schallschutz kombiniert werden können.