Wenn im Altbau oder in einem neu errichteten Anbau ein Nass- Estrich eingebracht wird, muss der Unterboden auf Feuchtigkeit überprüft werden. Dies kann man zum Beispiel mit einem CM- Messgerät machen, das man über den Holzfachhandel ausleihen kann. Nur wenn eine solche Messung durchgeführt worden ist, kann der Boden ohne Bedenken verlegt werden.
Man geht immer von einem Grenzfeuchtegehalt mit folgenden Werten aus: Zementestrich maximal 2,0 CM. Bei einer Fußbodenheizung liegt der Wert bei 1,8 CM. Ein Anhydritestrich darf maximal sogar nur 0,5 CM auf der Skala aufweisen. Grundsätzlich ist bei neuen Estrichen nach einer Trockenzeit von mindestens 6 bis 8 Wochen und bei Verlegung auf Fußbodenheizung eine 0,2 mm dicke PE- Folie als zusätzlicher Feuchtigkeitsschutz auszulegen.
Die Folienstöße sind ca. 30 Zentimeter zu überlappen und ebenfalls zu verkleben. Anschließend wird die Folie im Wandbereich hochgezogen und nach der Sockelleistenmontage an der Oberkante abgetrennt. Bei nicht unterkellerten Räumen ist eine der entsprechenden Feuchtigkeitssperre zu berücksichtigen.