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"Orientteppich" ist ein ziemlich schwammiger Begriff: So vielfältig wie die Kulturen im Nahen Osten sind auch die historischen und aktuellen, regional unterschiedlichen Arten der Teppichherstellung.
Wir führen in unserem Artikel in die Welt der Orientteppiche ein, geben Erläuterungen zu den einzelnen Herkunftsländern und informieren über Qualitätsmerkmale und Herstellungsweisen. Kommen Sie mit auf den fliegenden Teppich! Zur Begriffsdefinition lässt sich eigentlich nur sagen: Alle im Orient gefertigten Teppiche sind Orientteppiche. Fachleute und interessierte Leser dieses Artikels können allerdings anhand der Machart, der Muster und des Materials die Herkunft eines echten Orientteppichs bestimmen.
In den Ursprungsländern, Persien (Iran), der Türkei, Turkmenistan, Afghanistan, den zentralasiatischen und den kaukasischen Ländern wird der Teppich zur Wärmeisolation genutzt und ist daher meist aus wärmender Schafwolle gefertigt. Jedes dieser Herkunftsländer hat eigene Traditionen in der Teppichherstellung, welche im Laufe der Jahrhunderte einer Entwicklung unterworfen waren.  - © Google Maps
  - Kelim-Teppich
Orientteppiche sind uraltes, bereits antikes Kunsthandwerk: Aus den einfachen Geflechten und Flachgeweben, die sich heute noch in den traditionellen, zentralasiatischen Kelim-Teppichen wiederfinden, entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte kunstvolle Webtechniken und Ornamente.
Flachgewebeteppiche haben keinen Flor und sind demzufolge zweidimensional. Die ersten Teppiche dieser Art entstanden wohl schon vor 2500 Jahren. Die späteren Orientteppiche wurden hinsichtlich der Herstellungstechniken und der Muster immer ausgefeilter. Die sogenannte klassische Epoche des Orientteppichs fand im 16. und 17. Jahrhundert statt. Hier entstanden die prächtigsten und auch heute noch wertvollsten Teppiche aus dem Morgenland.
Heute werden Orientteppiche entweder in Manufakturen oder auch industriell gefertigt. Die Preislage schwankt dabei nach dem Herstellungsaufwand, der Größe und dem Material des Teppichs. Komplexe, große Teppiche in leuchtenden Farben sind auch heute noch sehr teuer – dafür aber auch sehr robust und farbecht. Orientteppiche werden aus Wolle, Baumwolle und Seide gefertigt. Nicht selten finden sich alle drei Materialien in einem Teppich, manchmal kommt auch Kunstseide hinzu. Diese Materialien werden auf Knüpfstühlen oder in Knüpfmaschinen zu Teppichen geknüpft.
Bei den Knotenarten unterscheidet man zwischen dem türkischen Gördesknoten, dem persischen Sennehknoten und dem Dschuftiknoten. Letzterer findet vor allem bei modernen Teppichen Verwendung und ist deutlich günstiger, aber von schlechterer Qualität. Die Knotendichte eines Orientteppichs gibt am anschaulichsten Aufschluss über die Qualität und den Verarbeitungsgrad. Unterteilt wird dabei in sechs Stufen: - sehr grob geknüpft (15.000 - 25.000 Knoten/m²)
- grob geknüpft (25.000 - 60.000 Knoten/m²)
- mittelfein geknüpft (60.000 - 120.000 Knoten/m²)
- fein geknüpft (120.000 - 200.000 Knoten/m²)
- sehr fein geknüpft (200.000 - 400.000 Knoten/m²)
- selten fein geknüpft (über 400.000 Knoten/m²)
Ermittelt wird die Knotenzahl durch Auszählung der Knoten auf der Teppichrückseite: Die Anzahl der Knoten, der feinen Höcker auf der Rückseite des Orientteppichs, wird dabei auf 10 mm waagerecht und senkrecht bestimmt und anschließend mit 10.000 multipliziert. So erhält man die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter.
Als Orientierungshilfe für den Fertigungsaufwand: Ein Quadratmeter Teppich mit 100.000 Knoten pro m² wird in etwa einem Jahr geknüpft, bei 225.000 Knoten sind pro Quadratmeter drei bis fünf Jahre zu kalkulieren. Bei höchstklassigen Teppichen (ab 400.000 Knoten/m²) benötigt man bis zu 10 Jahre für einen Quadratmeter fertigen Teppich – heutzutage Dimensionen nahe der Ewigkeit. Bei persischen Teppichen, die zu den am meisten auf dem Markt vertretenen Orientteppichen gehören, wird die Knotendichte in radj angegeben. Die Umrechnung von radj auf Knoten ist nicht ganz einfach.
Ein radj hat eine Länge von etwa sieben Zentimetern, ein Meter entspricht damit etwa 14,29 radj. Ein Teppich mit 22 Knoten pro radj hat demnach 314 Knoten pro Meter, da 22 x 14,29 = 314 ist.
Die Knotenzahl pro m² eines "22 Radj-Teppichs" wird so errechnet:
Es gilt:
22 x 22 x (14,29 x 14,29) = 98.376, näherungsweise 100.000 Knoten pro m² Die Herstellungsweise von Orientteppichen hat sich seit dem 16. Jahrhundert nicht grundlegend verändert – leider auch manchmal in arbeitsrechtlicher Hinsicht. Teppiche, die durch Kinderarbeit gefertigt werden, sind auf dem internationalen Markt allerdings seit längerem geächtet.
Teppiche mit den Siegeln "CARE & FAIR" sowie "Goodweave" (Rugmark) werden in kontrollierten Manufakturen ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt.  - Goldafghane – Klick zum Vergrößern
Den Beginn der Arbeiten markiert das Färben: Wolle, Seide und Baumwolle für echte Orientteppiche werden auch heute noch mit Naturfarben gefärbt. Die warmen, unaufdringlichen Farbtöne sind sehr haltbar und obendrein wohnökologisch völlig unbedenklich. Günstigere Teppiche werden heute allerdings auch mit synthetischen Farbstoffen eingefärbt. Sind diese von hoher Qualität, stehen sie den natürlichen Pendants in nichts nach. Dennoch lassen sie manchmal den warmen Ton des Originals vermissen.
Alle Orientteppich basieren auf einfachen, zweidimensionalen Kelims. Durch sie werden Schuss- und Kettfäden gezogen, die verknotet und mit Knüpfmessern abgeschnitten werden. Anschließend wird das Gewebe mit einem Kamm gestrafft. Durch Handwerkskunst und geschickte Materialwahl entstehen so die bekannten und komplexen Muster auf den Teppichen.  - Scheren eines Orientteppichs
Nach dem Knüpfen folgt das Scheren: Der Flor ist nach dem Knüpfvorgang unterschiedlich lang und muss mit großen, flachen und handgeschmiedeten Scheren auf gleiche Länge gebracht werden. Durch das Scheren wird das Muster des Teppichs richtig zur Geltung gebracht, ein normaler Teppich von drei mal vier Metern wird einen kompletten Tag lang geschoren.
Den Abschluss des Herstellungsprozesses bildet die Wäsche: In mehreren, genau ausgearbeiteten Waschgängen werden lose Wollfasern und Schmutz entfernt und überschüssige Farbe ausgespült. Chemisch lassen sich heutzutage viele zusätzliche Wirkungen beim Waschen erzielen: Das Hervortreten oder Dämpfen einzelner Farben, ein kraftvoller Florglanz und eine stärkere Schmutzunempfindlichkeit können durch erfahrene Wäscher aufwändig erzielt werden. Orientteppiche haben seit Jahrhunderten unveränderte, spezifische Merkmale die auf das Herkunftsland und sogar auf die Manufaktur Rückschlüsse zulassen.
Große Bedeutung hat insbesondere die Musterung des Mittelfeldes. Hier wird grob in fünf verschiedene Muster unterteilt: - Medaillonmusterung: Das Hauptmotiv befindet sich in der Mitte des Teppichs und wird durch kleine "Medaillons" in den Ecken des Mittelfeldes wiederholt.
- Feldmusterung: Die Mitte wird in rechteckige oder quadratische geometrische Formen aufgeteilt.
- Rapportmusterung: Die Motive im Mittelfeld sind recht klein und wiederholen sich im gesamten Mittelfeld bis zum Rand.
- Bilderteppich: Der Innenteppich ist in bildlicher Form gestaltet; Untertypen sind Garten-, Jagd-, Pflanzen-, Tier- und Vasenteppiche.
- Gebetsteppich: Hier ist eine Gebetsnische, auch mihrab genannt, im Innenfeld eingefügt.
Die Gesamtgestaltung eines Orientteppiches lässt sich ferner grob in den geometrischen, den floralen und den figürlichen Stil unterteilen. Im geometrischen Stil sind alle Formen auf dem Teppich eckig und linear, der florale Stil lässt gekrümmte Linien zu und ist phantasievoll gemustert. Die figürlichen Teppiche lassen konkrete Darstellungen oder Szenen erkennen – im islamisch-sunnitischen Raum sind diese verpönt.  - Floraler Teppich
 - Perserteppich
Klassische Orientteppiche, die vom späten Mittelalter bis Anfang des 20. Jahrhunderts gefertigt wurden, kommen aus vier höfischen Manufakturen, welche heute nicht mehr existieren: - Osmanen aus Anatolien, heutige Türkei (1281-1924)
- Mameluken aus Ägypten (1250-1517)
- Safawiden aus Persien, heutiger Iran (1501-1722)
- Mogulreich in Indien (1526-1858)
Osmanische Teppiche sind zumeist mit raffinierten, großen und kleinen geometrischen Medaillons gemustert. Diese Teppiche werden auch Holbein-Teppiche genannt, weil sie bevorzugt auf Gemälden von Hans Holbein dem Jüngeren aus dem 16. Jahrhundert zu sehen sind. Eine andere Variante sind die sogenannten Lotto-Teppiche, benannt nach dem italienischen Maler Lorenzo Lotto. Diese entstammen derselben Entstehungszeit, kennzeichnend sind hier die Gitternetze aus geometrischen Arabesken.
Mamelukische Teppiche sind sehr selten und durch feinste und filigrane Musterungen gekennzeichnet. Ihr Farbspektrum ist sehr sparsam, ein wesentliches Merkmal ist der fehlende Kontrast zwischen den Mittelfeldmustern und dem Rand. Gefertigt wurden sie vor allem in Kairo, andere Knüpforte sind Damaskus, Mossul und Bagdad.
Safawidische Teppiche, besser bekannt als Perserteppiche, sind für viele der Inbegriff des Orientteppichs – nicht zu Unrecht. So erreichte die persische Teppichknüpfkunst um das Jahr 1600 herum eine Fertigungsqualität, die bis zu eine Million Knoten pro m² erreichte. Diese Teppiche wurden aus Seide gefertigt und waren, auch durch eingewebte Gold- und Silberfäden, schier unbezahlbar. Perserteppiche gelangten im 17. und 18. Jahrhundert vermehrt nach Europa. Dort wurden sie Fürsten- und Königshäusern zum Geschenk gemacht. Die Könige von England, Polen und insbesondere Frankreich (Ludwig XIV.) waren begeisterte "Fans" der persischen Teppichkunst.
Indische Mogulteppiche entstanden bis zum Ende der islamischen Periode Indiens – vor gerade einmal 150 Jahren. Aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen Teppiche, die sich an persischen Vorbildern orientierten und hinsichtlich der Qualität keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Später wurden die Muster floraler, oft waren die Muster asymmetrisch angeordnet. Herausragend war die Leistung der indischen Färber, die satte und kraftvolle Töne erzeugen konnten. Die feinsten und schönsten "Mogulteppiche" bestehen im Unterschied zur persischen Variante aus Kaschmir, nicht aus Seide.
  - Afghane
Außerhalb der vier klassischen Regionen wurden und werden Orientteppiche auch in Zentralasien in den Ländern der ehemaligen südlichen Sowjetunion gefertigt.
Besonders hervorzuheben ist dabei die Kaukasus-Region, aus der die sogenannten Drachenteppiche und Blütenteppiche stammen. Erstere sind, schon dem Namen nach, mit schmückenden, ornamentalen Drachen verziert. Die Blütenteppiche zeigen prächtige florale Muster und bildliche Darstellungen von großem Detail- und Farbenreichtum.
Die Provenienz (Herkunft) der Teppiche lässt sich leider nicht mehr eindeutig regional zuordnen, als regionaler Oberbegriff kann die südliche Kaukasus-Region mit den Ländern Aserbaidschan, Turkmenistan, Armenien und Usbekistan gelten. Auch im östlichen Anatolien und im nordöstlichen Persien werden Teppiche dieser Art gefertigt; nach Osten reicht das Herkunftsgebiet bis ins heutige Westchina hinein.
Afghanistan ist auch heute noch ein wichtiges Land der Orientteppich-Produktion. Für Teppiche aus dem Gebiet des heutigen Afghanistans gilt die Unterscheidung in Turkmenen aus den nördlichen Regionen und Afghanen aus den übrigen Landesteilen. Überwiegend rot bis rotbraun gehalten sind sie zumeist aus Schaf- oder Kamelwolle gefertigt. In der Mitte des Teppichs liegt das typische göl, eine Musterung, die sich je nach Knüpfer und Region stark unterscheidet.
Eine andere Tradition ist das Einweben von Geschichten und Symbolen in die Teppiche. Seit Beginn des Krieges mit der Sowjetunion 1979 und dem fortdauernden Krieg im Land begegnet man auf Märkten und in Wohnhäusern sogenannten Kriegsteppichen (war rugs). Auf ihnen sind modernes Kriegsgerät wie Helikopter, Granaten und Kalaschnikows das dominierende Motiv, sie gelten als "gewebte Propaganda" des afghanischen Widerstands. Seit dem 11. September 2001 finden sich auch Teppiche, die die Anschläge auf das World-Trade-Center abbilden.
  - Gabbeh-Teppich
Orientteppiche für den Markt in der westlichen Welt werden heute hauptsächlich in der Türkei, im Iran sowie in Indien und Pakistan gefertigt. Zum einen gibt es den Markt für klassische Nachknüpfungen berühmter Teppiche und Stile, zum anderen werden Innovationen auch im Marktsegment des Orientteppichs gesucht.
Für den Geschmack der heutigen Zeit geknüpfte Teppiche sind meist in Rot, Blau oder Beige gehalten, Grün, obwohl Farbe des Islams, ist selten. Im Nordiran werden florale Teppiche hergestellt, überladen mit Blüten und Ranken.
Im südlichen Iran werden die bis in die 1980er-Jahre sehr beliebten Mir-Teppiche geknüpft, die mit ihren kleinen Palmetten im Rapport der beliebteste deutsche Teppich waren. Seit 1980 hat der Bidschar diese Rolle eingenommen, er ist durchgemustert, leicht zu pflegen und wird in der groben Variante auch als Senneh bezeichnet.
Seit den 1990er-Jahren sind Teppiche mit barocken, üppigen orientalischen Mustern und hohem Flor eher unbeliebt, der Trend geht auch in der Teppichkunst zu mehr Sachlichkeit. Begründet wird dies auch mit dem Trend zu hellen Kiefernmöbeln; entsprechende Teppiche werden auch spöttisch als Pädagogenteppiche bezeichnet.
Steigender Beliebtheit erfreut sich auch der Gabbeh aus dem südlichen Iran: Meist eher unifarben oder mit klaren geometrischen Mustern gefertigt ist er heute in sehr vielen Wohnzimmern anzutreffen. Obwohl er nicht so aussieht, ist er doch ein Orientteppich.
Ein Orientteppich muss in der Regel nicht gesondert verlegt werden, dennoch gibt es Exemplare, die aufgrund der Beschaffenheit des Untergrunds zum "Laufen" neigen. Diese Verschiebung des Teppichs ist nicht nur störend, sondern auch gefährlich: Schnell kann man über Teppichkantn und -falten stolpern oder auch den Teppich beschädigen.
Abhilfe gegen laufende Teppiche kann man mit speziellen Klebenetzen oder Teppichrutschmatten schaffen. Diese halten den Teppich fest und hindern ihn am Wegrutschen. Bei der Verlegung solcher Antirutschmatten sollte man allerdings darauf achten, dass weder der Teppichrücken noch der Untergrund durch den Einsatz beschädigt werden.
Kompetente Hilfe zu diesem Thema erhalten Sie im Teppichhandel, online oder offline. Durch die vielen verschiedenen Materialien ist leider keine Universallösung möglich; jeder Teppich kann aber grundsätzlich am "Laufen" gehindert werden. Neben den bereits erwähnten Siegeln gegen Kinderarbeit zeichnet sich ein guter Teppich vor allem durch folgende Faktoren aus:
- Ist das Muster gleichmäßig und durchgefärbt?
- Fusselt der Teppich bereits im Laden?
- Riecht der Teppich muffig, sind Stockflecken zu erkennen?
- Stimmt das Material mit der Beschreibung überein?
- Ist der Preis angemessen?
Insbesondere bei teuren und antiken Teppichen sollte ein Sachverständiger hinzugezogen werden – nur zu leicht kauft man die Katze im Sack. Die richtigen Teppiche zur richtigen Zeit gekauft können auch als passable Geldanlage dienen; jenseits von Aktienmarkt und Währungskrisen erzeugen sie nach Jahren im Familienbesitz eine ordentliche Rendite. "Auslegeware" sagt heute kaum noch jemand, dennoch ist ein Teppich nach wie vor dieser Gruppe von Einrichtungsgegenständen zuzuordnen. Das richtige Auslegen eines Teppichs ist von den räumlichen Gegebenheiten bestimmt. In der Regel sollte der Teppich mit der Florrichtung vom Licht weg verlegt werden, insbesondere bei teuren Teppichen sollte man darauf achten, dass nicht zu viel direkte Sonneneinstrahlung auf den Teppich fallen kann.
Wenn Möbel auf den Teppich gestellt werden, sollte man auf eine möglichst große Standfläche der Möbel achten. Punktuelle Druckstellen durch Sofa-Füße oder ähnliches lassen sich schwerer instandsetzen als großflächige Vertiefungen. Ganz klassisch sollte ein Orientteppich am besten über die Teppichstange gehängt und kraftvoll mit einem Ausklopfer entstaubt werden. Staubsauger sind bei bestimmten Teppichen ebenso geeignet, allerdings sollte die Saugleistung reduziert werden.
Sollte in Ihrem Garten im Winter frischer Schnee gefallen sein – raus mit dem Teppich und mit der Vorderseite in die weiße Pracht. Mit dem Teppichklopfer wird jetzt die Rückseite bearbeitet. Die leichte Feuchtigkeit des Schnees wirkt im Zusammenhang mit dem in den Flocken eingeschlossenen Sauerstoff reinigend und schmutzlösend. In schneearmen Wintern können Sie dem schmutzigen Orientteppich aber auch anders reinigend zu Leibe rücken: Mit einem Pfund Sauerkraut aus der Dose. Die billigste und sauerste Sorte ist hier gerade richtig.
Das Sauerkraut wird in den Teppich mit einem Schrubber eingearbeitet, anschließend abtrocknen lassen. Danach wird der Teppich kräftig abgesaugt.
Die im Sauerkraut enthaltene Säure frischt die Farben auf und reinigt – ohne Chemie und sehr schonend. Hier finden Sie weiterführende Informationen rund um das Thema Bodenbeläge:
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