In unserer Heimat finden wir ausschließlich am Boden (terrestrisch) wachsende Orchideen, in den Tropen haben aber die meisten Orchideen den Kronenbereich erobert, sie wachsen epiphytisch. Dafür mussten sie sich zahlreiche Anpassungsmechanismen aneignen, Wurzeln und Spross sind besonders umgebildet.
Orchideen sind Pflanzen der Superlative, ihre Samen gehören zu den kleinsten der Blütenpflanzen, ihre Samenmengen sind unübertroffen. Einzelblüten können mehr als 100g wiegen, der Blütendurchmesser kann mehr als 30 cm erreichen.
Die Orchideen-Ausstellung famd in zwei Bereichen des Botanischen Gartens statt. In der Winterhalle wurde die Informationsausstellung von Dr. Stefan Schneckenburger präsentiert, die erstmals im Palmengarten Frankfurt gezeigt wurde. Sie brachte dem Besucher all die Besonderheiten der Orchideen in Text und Bild näher. Großformatige Fotografien einer Forschungsreise in den Süden Venezuelas und Linoldrucke zum Thema von Corina Gerlach ergänzten die Informationsausstellung auf ästhetische Weise.
Der zweite Teil der Ausstellung war das Orchideenschauhaus im Gewächshausbereich. Hier konnten die lebenden Pflanzen unter den passenden klimatischen Bedingungen aus nächster Nähe bewundert werden. Der Orchideenbestand des Botanischen Gartens München-Nymphenburg zählt zu den reichhaltigsten Europas, wenn nicht der Welt.