Deutschland gilt als Weltmeister beim Importieren von Blumen und fast die Hälfte der Rosen, die in Deutschland über die Ladentheke gehen, stammen aus den Gebieten Kenia, Kolumbien, Israel, Equador und Äthiopien.
In diesen Ländern schenken die Blumen den Menschen, die auf den Blumenfarmen arbeiten, leider weniger Freude.
Sie erhalten nicht nur viel zu geringe Löhne, sondern haben u.a. keine schriftlichen Verträge, keinen Mutterschutz und keine Schutzkleidung! Gesundheitsprobleme sind aufgrund des hohen Einsatzes von Pestiziden oftmals unvermeidlich. Auch Kinder sind hiervon betroffen, denn auch Kinderarbeit ist leider keine Seltenheit in den Ländern des Südens!
Diese inakzeptablen Lebensbedingungen versucht FLP e.V. nachhaltig zu verbessern, indem sie ihr Hauptaugenmerk auf folgende Maßnahmen legen:
· Existenzsichernde Löhne
· Gewerkschaftsfreiheit
· Gleichbehandlung
· Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
· Gesundheitsvorsorge
· Verbot hochgiftiger Pestizide
· Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen
Viele Blumenimporteure nutzen mangelnde Gesetzeslagen zu Ihrem Vorteil, um sich einen kurzfristigen Marktvorteil zu verschaffen.
Bestimmte Blumenhändler beziehen ihre Blumen u.a. von FLP-zertifizierten Farmen und haben diese speziell gekennzeichnet. Derzeit gibt es 61 FLP-zertifizierte Farmen in drei Ländern: Ecuador, Kenia und Portugal. Auf diesen Farmen arbeiten über 15.000 Arbeiterinnen und Arbeiter auf einer Gesamtproduktionsfläche von rund 1.500 Hektar.