Kaum ein Produkt ist in der öffentlichen Wahrnehmung so eng mit den Niederlanden verknüpft wie die Tulpe. Schließlich setzt sie ausgehend von den früheren Handelsmetropolen Amsterdam und Den Haag im 16. Jahrhundert zu einem beispiellosen Eroberungsfeldzug an, der noch heute andauert und sie in Europa zur erfolgreichsten Schnittblume nach der Rose macht.
Die Wildtulpe stammt aus Zentralasien
Die Wenigsten wissen, dass der Ursprung der Tulpe nicht in Mitteleuropa, sondern in Zentral-Asien liegt. Dort wachsen die ersten Wildtulpenformen, denen lange eine mystische Wirkung nachgesagt wird.
Die Tulpen gelten als Heiligtum und Kriegsherren und Könige erhoffen sich von Tulpenschmuck Schutz und Beistand in Schlachten und Kriegen. Der Name Tulpe geht auf das persische Wort „dulband“ zurück. Es bezeichnet einen vornehmen Turban — eine Anspielung auf die besondere Form der Tulpenblüte.
Tulpenzucht in Europa
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wird die Tulpe erstmals durch einen Habsburger Gesandten in Europa eingeführt. Vom Wiener Hof des Kaisers Ferdinand I entwickelt sie sich zu einer Modepflanze und die Nachfrage steigt rasch an.
In den Niederlanden entstehen daraufhin die ersten professionellen Zuchtbetriebe. Über die exklusiven Gärten der Reichen und Adligen werden die Tulpen auch in England, Frankreich, Österreich und Deutschland eingeführt.
Eine der beliebtesten Schnittblumen weltweit
Das Angebot erweitert sich stetig und im Laufe der Jahrhunderte wird die Tulpe für jedermann erschwinglich und verfügbar. Die weltweit größten Absatzmärkte für Tulpen sind die USA, Westeuropa, Japan und China.