Viele Blumenfreunde halten sich Weihnachtssterne auch als mehrjährige Exoten und pflegen sie noch lange über die Feiertage hinaus. Doch wie vermehrt man eigentlich den Weihnachtsstern, damit man ihn im Winter in so großer Stückzahl als Weihnachtsdekoration kaufen kann? Die CMA hat einmal den großen Weihnachtsstern-Züchtern über die Schulter geschaut.
Der Zeitpunkt der Stecklingsvermehrung für Weihnachtssterne ist entscheidend. Je früher die Weihnachtssternstecklinge in die Erde kommen, desto mehr Zeit haben sie zu wachsen und groß zu werden. Anfang Mai, wenn bei uns an den Urlaub im sonnigen Süden gedacht wird, treten die ersten unbewurzelten Stecklinge die umgekehrte Reise an. Mutterpflanzenbestände der deutschen Züchter wachsen durchweg in sonnenverwöhnten Ländern wie Spanien, Portugal oder Kenia.
Die Triebspitzen der Mutterpflanzen liefern die Stecklinge, die ca. 5 cm lang sind und zwei bis drei kräftige Blätter besitzen. So haben sie genügend Kraft, um sicher neue Wurzeln für die Weihnachtssterne zu bilden. In Töpfe oder Kulturplatten gesteckt und unter hoher Luftfeuchtigkeit kultiviert, ist das innerhalb von vier Wochen passiert. Neben den feinen, weißen Wurzeln zieren dann bereits bis zu fünf kräftige Blätter die Pflänzchen.