In vielen Gärten sind Forsythien die ersten blühenden Sträucher. Doch es wird auch in diesem Frühling wieder Gartenfreunde geben, die vergeblich auf eine üppige Blütenpracht warten. Nur ein paar spärliche Blüten hier und da, ist alles, was die Sträucher hervorbringen. Manche Forsythien bleiben sogar völlig blütenlos. Ärgerlich, aber doch erklärlich: Diese Forsythien sind zum falschen Zeitpunkt geschnitten worden.
Wie die Industrievereinigung Gartenbedarf mitteilt, dürfen Forsythien als klassische Frühjahrsblüher nur unmittelbar nach der Blüte geschnitten werden. Wer mit dem Schnitt bis in den Sommer hinein oder gar bis zum Herbst wartet, der riskiert, die Blüte des kommenden Jahres regelrecht abzuschneiden. Forsythien blühen an den neuen Frühjahrsaustrieben. Wer also den Nachblüteschnitt verpasst hat, der sollte besser überhaupt nicht mehr zur Schere greifen und ein Jahr mit der Schnittpflege aussetzen.
Zur Schnittpflege von Forsythien kann man sowohl eine zweischneidige Gartenschere als auch eine Amboßschere nehmen - Hauptsache die Scheren sind scharf und hinterlassen keine Gewebequetschungen. Bei notwendiger Verjüngung ist eine Gärtnersäge hilfreich. Größere Schnittflächen sollten mit Wundwachs verschlossen werden. Dies ist gerade beim Nachblüteschnitt wichtig, weil die Sträucher sonst viel Pflanzensaft verlieren.
Mehr Informationen zu den Stichworten Scheren und Pflanzenpflege gibt es im Internet unter www.ivg.org. (IVG)