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 - Kübelpflanzen umquartieren
Wenn sich die ersten Nachtfröste ankündigen, müssen die meisten Kübelpflanzen geschützt oder ins Winterquartier gebracht werden. Jede Pflanzenart reagiert anders auf die verschiedenen Witterungen des Jahres. Bevor die Pflanzen in die Winterruhe geschickt werden, sollten ihre Bedürfnisse bekannt sein, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.
Generell gilt, dass die Pflanzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten. Die Triebe können so besser ausreifen. Außerdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pflanzen nicht optimal. Der Aufenthalt im Winterquartier sollte so kurz wie möglich sein.  - Blüte eine Engelstrompete (Brugmansia)
(Foto: Günter Kortmann, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen)
Fuchsien, Geranien, Knollenbegonien, Schönmalven, Trompetenbaum und alle Zitrus-Arten müssen schon bei Temperaturen von weniger als zehn Grad geschützt werden. Ebenso die Gardenie, der Roseneibisch und die Zierbanane.
Im Gegensatz hierzu halten Oleander, Feige und Granatapfel auch kurzzeitig Temperaturen von bis zu minus fünf Grad Celsius aus. Niedrige Temperaturen vertragen auch Lorbeer und Rosmarin.
Bambus und Buchsbaum können den ganzen Winter über draußen bleiben. Die Pflanzen sollten vor ihrem Winterquartier nicht mehr gedüngt werden, da sie dann in die Ruhephase übergehen und die Triebe gut ausreifen können.
Vor dem Einzug ins Winterquartier sollten sie auf Schädlingsbefall untersucht werden. Rapsöle sind gut wirksam gegen Wollläuse und Schmierläuse. Im oft zu warmen und trockenen Winterquartier haben auch Spinnmilben leichtes Spiel. Ein geeignetes Präparat dazu ist im Fachhandel erhältlich.
Kombistäbchen mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger für den Boden sind zu dieser Jahreszeit ungeeignet, da die Stoffe, über das Gießwasser gelöst, von den Pflanzen aufgenommen würden. Optimal stehen die meisten Pflanzen hell und gut geschützt bei Temperaturen um fünf bis sechs Grad Celsius.  - Kübelpflanzen im Frühjahr : Foto: IZB. - Hyazinthen und viele andere Zwiebelblumen eignen sich ausgezeichnet für Gefäße und bringen so im nächsten Frühling Farbe auf Balkon und Terrasse. (Hyacinthus 'Blue Jacket')
Wenn die Tage wieder länger werden, ist es Zeit, die überwinternden Kübelpflanzen und Sommerblumen auf die kommende Saison vorzubereiten, meint die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die Pflanzen in den Winterlagern, wie Keller, Garage oder Dachboden, sollten zunächst sorgfältig untersucht werden.
Die seit dem Herbst ruhenden Geranien, Fuchsien, Stauchmargeriten und andere Kübelpflanzen haben fast alle Blätter abgeworfen und aus Lichtmangel lange, dünne Triebe gebildet. Diese müssen stark eingekürzt und teilweise entfernt werden. Sie sollten sorgfältig auf Schädlingsbefall kontrolliert werden, da sich an den weichen Trieben schnell Blattläuse, Schildläuse oder Weiße Fliegen ansiedeln.
Durch die länger werdenden Tage erhalten auch die überwinternden Sommerblumen und Kübelpflanzen wieder etwas mehr Licht und das Wachstum wird angeregt. Wer die Möglichkeit hat, kann die Pflanzen jetzt wieder wärmer und heller stellen. Ideal sind Wintergarten oder Kleingewächshaus. Auch helle Treppenhäuser sind gut geeignet.
Für gute Wachstumsleistungen müssen diese Pflanzen jetzt umgetopft werden. Es sollte aber keine Billigerde verwendet werden. Gute Garten-Fachgeschäfte oder Gartencenter führen Einheitserde oder Torfkultursubstrate, die sich besonders für Kübelpflanzen und Sommerblumen sehr gut eignen. Vorsichtig gießen und bei mildem Wetter viel lüften. Allerdings müssen große Pflanzen in sehr großen Kübeln nicht jedes Jahr verpflanzt werden. Sie benötigen aber eine ausreichende Nährstoffzufuhr.
Ins Freiland können Kübelpflanzen erst Mitte Mai nach den Eisheiligen. Dabei sollten sie nicht sofort in die pralle Sonne gestellt werden, da sie sich sonst schnell einen Sonnenbrand holen. Ein halbschattiger, windgeschützter Standort ist für die ersten Tage im Freiland der richtige Platz. Für Hobbygärtner hält die Landwirtschaftskammer NRW eine Broschüre mit Tipps zur Pflege, Überwinterung und zum Pflanzenschutz von Kübelpflanzen bereit. Sie kann hier heruntergeladen werden:
PDF: [Kübelpflanzen - Verbraucherinformationen] 490 kB Pflanzen in Töpfen und Kübeln haben in der frostfreien Zeit viel Durst, besonders die, die unter Dachvorsprüngen stehen. Immergrüne Pflanzen verdunsten im Winter über die Blätter permanent Wasser, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Vor allem an sonnigen Tagen und bei starkem Wind wird mehr Wasser benötigt als über den Regen nachkommt.
Den meisten Durst haben die immergrünen Pflanzen Bambus, Buchsbaum, Kirschlorbeer, Rhododendron, Stechpalme und Nadelgehölze.
Vor allem Bambus, der sich in Pflanzgefäßen zunehmender Beliebtheit erfreut, ist auf eine kontinuierliche Wasserversorgung angewiesen, sonst dreht er die Blätter wie Zigaretten zusammen, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren. Die meisten Pflanzen reagieren auf Wassermangel mit welken Blättern. Trockenschäden im Winter werden häufig mit Erfrierungsschäden verwechselt.
Wie viel Wasser Pflanzen im Winter benötigen, hängt von der Gefäßgröße ab. Wenn gegossen werden muss, sollte so viel Wasser auf einmal gegeben werden, dass das Wasser nach unten aus dem Topf herausläuft. Die Pflanzgefäße sollten wegen der Frostgefahr auf untergelegten Tonfüßen oder Holzkeilen stehen. Bei Pflanzen in großen Kübeln können durchaus zehn Liter benötigt werden. Auf eine Düngung sollte im Winter grundsätzlich verzichtet werden.  - Foto: PdM. - Hart im Nehmen: Skimmie und Winter-Schneeball sind geeignete Begleiter auf dem winterlichen Balkon oder der Terrasse. Wenn es kein allzu harter Winter wird, können sie das ganze Jahr über draußen bleiben.
Für jeden Gärtner ist das Überwintern von Garten- und Kübelpflanzen Jahr für Jahr wieder ein wichtiges Thema. Gartenpflanzen richtig überwintern heißt der Praxis-Ratgeber von Christa Klus-Neufanger und Brigitte Goss.
Zum Schutz der Pflanzen in der kalten Jahreszeit geht es um mehr, als Abdecken und einen weißen Anstrich: Der handliche Ratgeber beschreibt ausführlich: von der richtigen Vorbereitung über Pflege und Pflanzenschutz bis zum Neustart im Frühling. Gehölze und Sträucher, Rosen, Stauden, Ziergräser, Gewürzkräuter, Zwiebel- und Knollenblumen sind Schwerpunkte, aber auch den Kübelpflanzen im Winterquartier ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Praktische Infos gibt es ebenso zu den Themen Boden, Rasen, Teich und Tiere im Winter.
Die Autorinnen kennen die Fragen von Hobby-Gärtnern genau: Christa Klus-Neufanger arbeitet als Redakteurin und freie Autorin auch für Gartenzeitschriften. Brigitte Goss ist für die Bayerische Gartenakademie und für den MDR tätig - unter anderem im telefonischen Beratungsdienst.
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Garten winterfest machen: Wintervorbereitungen und Überwintern in der Übersicht:
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