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 - Kirschbaum vor der Kirschernte (Foto: Aquamelli@wikimedia, Public Domain)
Pünktlich zum offiziellen Sommeranfang sind hierzulande die ersten Süßkirschen reif. Sommer, Sonne, Kirschen naschen - welch ein Genuss!
Je nach Reifezeit werden sogenannte Kirschwochen unterschieden. In jeder Woche erreichen unterschiedliche Kirschsorten ihre Reife - das sorgt für geschmackliche Abwechslung.
Der Erntezeitraum erstreckt sich bis in den August hinein. Die Obstbauern hätscheln die empfindlichen Süßkirschen geradezu: Zum Schutz vor Regenschauer spannen sie riesige Schirme über ihre Süßkirschenanlagen auf, damit die voller Saft stehenden Früchte nicht aufplatzen.  - Kirschernte: Süßkirschen im eigenen Garten pflücken.
Rund ein Kilogramm Kirschen lässt sich jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr schmecken. Viele naschen sie pur. Das heißt aber nicht, dass man sie nur von der Hand in den Mund genießen kann: Als fruchtige Füllung von Sahnetorten oder in leckeren Quarkspeisen zeigen sie, was in ihnen steckt. Auch als Verzierung sind die süßen Früchtchen einfach spitze.
Neben ihrem aromatischen Geschmack können die Süßkirschen gleichermaßen mit ihren Nährstoffen trumpfen. So bieten sie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Zu einer ausgewogenen Mischung an Provitamin A, Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin C und E kommen Gehalte an bioaktiven Substanzen wie die Anthocyane. Diesen rotvioletten Pflanzenfarbstoffen werden viele positive Wirkungen auf den menschlichen Körper nachgesagt. - Kirschen gehören zu den nicht nachreifenden Obstarten, daher sollte man sie reif und voll ausgefärbt kaufen.
- Ein Zeichen von Frische ist die grüne Farbe des Stiels. Er sollte zudem glatt und fest mit der Kirsche verankert sein.
- Früchte, die auch nur die kleinsten Mängel wie Risse und Quetschungen aufweisen, müssen sofort aussortiert werden, da ansonsten die Gefahr von Schimmelbildung besteht.
- Den Stiel erst nach dem Waschen abzupfen, damit das Aroma nicht ausgewaschen wird.
- Kirschen höchstens zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.
- Früchte lassen sich leichter entsteinen, wenn man sie vorher einige Minuten in das Gefrierfach legt.
- Die entsteinten Süßkirschen können hervorragend als Konfitüre eingemacht werden. Besonders aromatisch wird diese mit jeweils zwei Kirschkernen pro Einmachglas.
Vorsicht: Im Frühsommer droht auch ein Befall mit der Kirschfruchtfliege - der vor allem Süßkirschbäume bedroht.  - Kirschenernte: die Kirschen sollten vor dem Regen gepflückt werden, da sie sonst aufplatzen. Foto: Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse.
Das Regenwasser auf der Fruchtoberfläche dringt in das Fruchtfleisch ein. Dadurch vergrößert sich dessen Volumen beachtlich. Die äußere Schicht der Frucht gerät so unter Spannung, dass sie ab der Überschreitung einer kritischen Grenze aufreißt.
Die Wasseraufnahme beruht auf einem physikalischen Prozess. In der Frucht befindet sich eine Reihe von gelösten Stoffen wie z.B. Fruchtzucker und Fruchtsäuren. Das Regenwasser enthält im Gegensatz nur sehr wenig gelöste Mineralstoffe. Der Antrieb für die Wasseraufnahme liegt im Konzentrationsausgleich zwischen Regenwasser der Fruchtlösung. Kurz gesagt: Wo viel Zucker ist, zieht es auch Wasser hin. Vor allem kurz vor der Erntezeit hat das Fruchtfleisch einen besonders hohen Zuckergehalt.
(Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse)
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