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 - Pflaumenernte im eigenen Garten
 - Erntefrische Pflaumen
Die Ernte der Pflaumen und Zwetschen beginnt im Juli mit den Frühsorten Hermann, Ersinger und Bühler Frühzwetsche. Noch bis zum Oktober sind die leckeren Früchte im Handel erhältlich und schmecken pur, im Kuchen oder als Kompott. Das Steinobst lässt sich auch für einige Wochen mit Zucker, Nelken und einer Zimtstange in Rum einlegen. Der Rumtopf verfeinert Eiskreationen, Quarkspeisen oder Wildgerichte. Eine österreichische Spezialität sind Zwetschenknödel, die mit einem Kartoffel- oder Quarkteig zubereitet werden.
Pflaume oder Zwetsche? Der Unterschied
Pflaumen und Zwetschen sind nicht so einfach zu unterscheiden. Pflaumen sind rundliche bis ovale Früchte mit einer ausgeprägten Längsnaht und einem rundlich bauchigen Stein. Zwetschen hingegen sind eher länglich-oval, etwas plattrund mit spitzem Ende. Zwetschen eignen sich besonders gut zur Verarbeitung, da sich das Fruchtfleisch leicht vom Stein lösen lässt.
Gekaufte Früchte: Reifegrad erkennen
Reife Früchte schmecken am besten. Daher sollten Sie beim Einkauf nur zu ausgefärbten, nicht zu harten Exemplaren greifen. Ein Zeichen für Frische ist der Reifbelag, mit dem die Früchte überzogen sind, wenn sie frisch vom Baum kommen. Diese dünne wachsartige Schicht schützt das Obst vor dem Austrocknen und verlängert auf diese Weise die Haltbarkeit. Da sich im Belag Schadstoffe anreichern können, sollte er vor dem Verzehr vorsichtshalber abgewaschen werden. (aid, Heike Kreutz) Pflaumen und Zwetschgen sind sehr vielseitig und schmecken sowohl als Kuchenbelag und süßes Dessert als auch in einer pikanten Sauce oder als Füllung für ein Filetstück. Zudem sind sie äußerst gesund: Sie sind durststillend und reich an Vitaminen, Ballaststoffen und Spurenelementen. Vor allem den sekundären Pflanzenstoffen, die sich durch die blaue Farbe äußern, wird eine antioxidative Wirkung nachgesagt. Daher ist der Genuss dieses Saisonobstes nicht nur lecker, sondern auch gesund! In der großen Vielfalt gibt es für jeden Geschmack und für jede Verwendungsart die passende Pflaumen- bzw. Zwetschgensorte. Die Wahl der Qual kann durch ein wenig Sortenkunde erleichtert werden:  - Quelle: Pflaumen und Zwetschgen aus Deutschland
Bühler Frühzwetschge:
Diese wohl berühmteste Sorte ist rundlich, sehr saftig und vielseitig verwendbar. Wer saftige Kuchen liebt, liegt mit der Bühler Zwetschge genau richtig. Sie ist ebenso für den Frischverzehr als auch zur Saftherstellung geeignet. Jedes Jahr wird in Bühl in Baden im September übrigens ein großes Fest zu Ehren dieser Sorte ausgerichtet.
Cacaks Schöne:
Die für ihren starken Duft bekannte Cacaks Schöne ist von Ende Juli bis Ende August erhältlich. Sie ist eher rundlich. Allerdings hat sie auch schon dann eine schöne blaue Farbe, bevor die Genussreife eintritt. Die sehr großfruchtige Sorte eignet sich sehr gut zum Backen, denn sie nässt nicht auf dem Kuchen. Außerdem ist sie perfekt steinlösend, was die Arbeit vor dem Genuss erleichtert. Cacaks Fruchtbare, eine weitere Variante der Cacak-Sorte, ist dank ihrem sehr guten Aroma zum sofortigen Verzehr und zum Backen ideal.
Ersinger:
Geschmacklich handelt es sich um eine der besten Sorten. Die rot-blauen Früchte sind ausgesprochen saftig und ideal für Marmelade und Kuchen, auf dem sie allerdings etwas nässt. Auch frisch zum sofortigen Genuss eignet sie sich hervorragend. Ihre guten geschmacklichen Eigenschaften werden um die gute Steinlöslichkeit ergänzt. Ersinger wird schnell weich und sollte daher nicht allzu lange aufbewahrt werden.
Hanita:
Diese Sorte ist hervorragend im Frischverzehr, zum Backen jedoch weniger gut geeignet, da der Stein relativ stark am Fruchtfleisch hängt. Der Geschmack der aromatischen Sorte wird durch eine feine Säure ergänzt. Gleichzeitig besitzt sie einen hohen Zuckergehalt. Auch zur Saft- und Marmeladenherstellung ist Hanita eine beliebte Varietät.
Hanka:
Diese Sorte besticht durch ihre Süße. Mit 15° bis 18° Brix, einer Maßeinheit, die Auskunft über den Zuckergehalt gibt, eignet sich diese Frühsorte hervorragend zum Frischverzehr. Das ideale Zucker-Säureverhältnis sowie die absolute Steinlöslichkeit sind quasi Genussgaranten!
Hauszwetschge:
Diese alte Sorte gehört zu den bekannteren Zwetschgenvarietäten. Ihr Fruchtfleisch zeichnet sich durch eine orangegelbe Farbe aus, ist eher fest – sogar beim Kochen – und äußerst saftig. Die vielseitige Hauszwetschge eignet sich daher zum Frischeverzehr und zum Backen. Auch als Marmelade oder Kompott kommen sie gut zur Geltung.
Katinka:
Die Sorte Katinka kann als Back- und Essfrucht verwendet werden. Sie eignet sich aufgrund ihrer Saftigkeit und Süße sehr gut als Snack zwischendurch. Auffällig ist das intensive Aroma, das sie verströmt. Auf dem Kuchen behält sie ihre Form. Daher macht ein Zwetschgenkuchen mit Katinka auch optisch viel her! Sie ist die einzige Frühsorte, die trocken bäckt.
Ruth Gerstetter:
Diese Frühsorte ist rundlich, leicht säuerlich und gut steinlöslich. Diese Sorte wird neben dem Frischverzehr auch gerne zum Backen verwendet, denn sie ist die erste Vertreterin der Pflaumen- und Zwetschensaison.  - Foto: Zwetschgen aus Deutschland
Pflaumen und Zwetschgen zu unterscheiden ist übrigens sehr schwierig geworden. Bei vielen Sorten, die es zu kaufen gibt, handelt es sich um eine Kreuzung. Grob gelingt eine Unterscheidung nach den Fruchteigenschaften:
Pflaumen sind eher rundlich, haben eine ausgeprägte Bauchnaht und der Stein sitzt fest am Fruchtfleisch.
Zwetschgen dagegen sind von länglicher Form, ebenso wie der spitze Stein, sie haben nur eine schwach ausgeprägte Naht und verfügen über eine gute Steinlöslichkeit.
Doch ob Pflaume oder Zwetschge – der Genuss ist bei beiden Obstvarianten groß! Neben Pflaumen und Zwetschen zählen auch die grünlich-gelben, runden Reineclauden, die gelben, runden Mirabellen und die Japanischen Pflaumen zum Steinobst.
Grundsätzlich unterscheiden sich die Früchte außer in ihrer Form und Größe auch durch ihre Färbung, grün-gelb, gelb, rot und blau. Die rundlich-ovalen Pflaumen werden meist etwas früher reif als die Zwetschen. Pflaumen haben eine ausgeprägtere Bauchnaht und lassen sich teilweise schlechter vom Stein lösen als die Zwetschen. Die länglich-ovalen Zwetschen mit spitzem Ende, ohne Furche oder Naht, besitzen das festere Fruchtfleisch und sind leicht vom Stein zu lösen. Deshalb werden sie auch besonders gern zum Backen und zum Einkochen für Pflaumenmus verwendet.
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