Im Herbst trägt auch die Apfelbeere (Aronia) schmackhafte Beerenfrüchte - ein in Deutschland vor einiger Zeit noch eher unbekannter Strauch. Sie stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Die Indianer nutzten die getrockneten Beeren zur Herstellung von Pemmikan, einem lange haltbaren, nahrhaften Energiespender für die Wintermonate.
Aufgrund ihres besonders hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralien hat die Popularität dieser Beeren in den letzten Jahren deutlich zugenommen - ganz frisch bekommt man sie aber nur aus dem eigenen Garten!
Die Apfelbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und kann als Busch zwischen 2 bis 3 m hoch werden. Ab Mai erscheinen 1-1,5 cm große, cremeweiß bis blassrosa gefärbte Blüten: Bis zu 20 Einzelblüten sind zu beeindruckenden, doldenartigen Blütenständen zusammengefasst.
Je nach Fruchtstand reifen etwa 15 Früchte, die ab Mitte August bis Oktober geerntet werden können. Die rundlichen, violettschwarzen Beeren bilden einen schönen Kontrast zur roten Herbstfärbung des ein bis zwei Meter hohen Strauches.
Die Apfelbeere stellt keine besonderen Ansprüche und trägt auch als Solitär reichlich Früchte. Ob feuchte, saure oder trockene Böden - sie kommt mit allen zurecht.
Im Mai zeigt der Strauch reinweiße Blüten, die an Apfelblüten erinnern.
Die Beeren sind roh essbar und lassen sich vielseitig verarbeiten. Lecker sind sie als Trockenfrucht oder kandiert, als Konfitüre oder Kompott, aber auch als Fruchtsoße zu Wildgerichten. Sie schmecken säuerlich-herb und ihr Saft duftet leicht nach Bittermandeln.