|
 - Wenn der Kürbis schön orange leuchtet und sich beim Klopfen hohl anhört, ist der richtige Erntezeitpunkt gekommen.
Foto: CMA
Was die meisten gar nicht wissen: Der Kürbis zählt zur den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Kultstatus hat das orangefarbene Prachtexemplar jedoch vor allem durch Halloween erreicht. Mit zunehmender Begeisterung für diese Tradition haben Zierkürbis und Speisekürbis auch in deutschen Gärten an Boden gewonnen. „Möglichst spät ernten“, lautet die Empfehlung für alle Hobbygärtner, die die Frucht selber heranziehen.
Den Erntezeitpunkt betreffend unterscheidet man zwei Sorten: Sommerkürbisse und Winterkürbisse. Zu den Sommerkürbissen zählt beispielsweise die Zucchini (Minikürbis, von ital. zucca). Im Gegensatz zu den hartschaligen Winterkürbissen werden diese bereits wenige Wochen nach der Aussaat geerntet.
Winterkürbisse und somit der klassische Halloweenkürbis bleiben länger liegen und sollten je nach Sorte erst ab September bis November vor dem ersten Frost geerntet werden.
Damit heranreifende Früchte bei Regen nicht zu faulen beginnen, empfiehlt Michael Dreisvogt, auf dem Boden liegende Exemplare trocken zu legen, zum Beispiel auf ein Holzbrett.
„Erst wenn der Kürbis eine leuchtende Farbe und einen verholzten Stil aufweist, ist er erntereif“, erklärt der Gartenexperte der DIY Academy. Denn ein zu früher Erntezeitpunkt verringert Haltbarkeit und Aroma. Bewährt hat sich auch die Klopfprobe: Klingt der Kürbis hohl, hat er seine volle Reife erreicht.  Vor der Zubereitung sollte der Kürbis zunächst gewaschen und anschließend mit einem scharfen Messer halbiert werden. Die Kerne und groben Fasern entfernt man am besten mit einem Löffel und schneidet die Frucht dann zum Schälen in handliche Stücke.
Manche Sorten sind aber nicht so einfach zu "knacken", da sie eine harte Schale oder ein massiges Fruchtfleisch haben. Da helfen ein paar Tricks. So können Sie besonders große Exemplare wie den Muskatkürbis oder einen großen Hubbard-Kürbis aus etwa einem Meter Höhe auf den Boden fallen lassen. Er bekommt dann meist einen Riss und lässt sich so problemlos öffnen.
Wenn aber die Schale nicht nachgibt, wird der Kürbis für dreißig bis vierzig Minuten bei etwa 150 Grad Celsius in den Backofen gelegt und anschließend wieder abgekühlt. Dann lässt er sich leicht schneiden und verarbeiten.
Bei wenigen Sorten wie dem Hokkaido-Kürbis zerfällt die dünne zarte Schale beim Kochen und kann mitgegessen werden. Je nach Rezept wird der kleine Kürbis mit dem kastanienartigen Geschmack in Stücke geschnitten, geraspelt oder püriert. Er lässt sich aber auch beispielsweise mit Zwiebeln, Äpfeln und Kasseler füllen.
Die so genannten Mini-Squash-Kürbisse können ebenfalls im Ganzen mit Schale zubereitet und gegessen werden. Mit Tomaten und Zwiebeln geschmort bringen sie Abwechslung auf den Speiseplan. Im jungen Zustand ist auch die Schale der Moschus-Kürbisse oder Bisamkürbisse essbar. Dazu gehört der birnenförmige Butternusskürbis. Sein Fruchtfleisch ist cremig, erinnert an Avocado und ist ideal für Suppen, Soßen und Aufläufe.
Der durch Halloween bekannte Riesenkürbis hingegen hat eine ungenießbare Schale und ist nicht besonders schmackhaft, lässt sich aber prima zu einer Kürbis-Laterne aushöhlen. (aid, Heike Kreutz) Kürbis ist nicht gleich Kürbis. Das verraten bereits die vielfältigen Farben und Formen der über 800 bekannten Sorten. Einer aktuellen Untersuchung zufolge unterscheiden sich Gelber Riese, Muskatkürbis und Co. aber auch im Nährwert voneinander.
Insbesondere der japanische Hokkaido-Kürbis fällt aus der Reihe. Er enthält deutlich mehr Nährstoffe und Kalorien als andere Winterkürbisse. Sein Kohlenhydratgehalt beispielsweise ist eher mit dem von Erbsen oder Zuckermais zu vergleichen, was vor allem auf einen hohen Stärkeanteil zurückzuführen ist. Auch in Bezug auf Vitamine sorgt der Hokkaido für Überraschungen. So ist sein Beta-Carotin-Gehalt siebenmal höher als der eines Laternenkürbisses. "Eine Ergänzung beziehungsweise Neubewertung gängiger Nährwerttabellen wäre daher wünschenswert", fordert Professor Antal Bognar, Stuttgart, der neben dem Hokkaido noch fünf weitere Winterkürbissorten untersucht hat.
Bislang unterscheidet die Lebensmitteltabelle Souci-Fachmann-Kraut aber lediglich zwischen Riesenkürbis und Gartenkürbis. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass deren Angaben zum Teil sehr stark von den aktuellen Untersuchungsergebnissen zu einzelnen Kürbissorten abweichen.
Wer den Nährwert einer Kürbissuppe berechnen will, sollte neben der Sorte aber auch die Art der Zubereitung berücksichtigen. Denn 30-minütiges Garen zerstört bis zu 27 Prozent der hitzeempfindlichen Vitamine. Zusätzlich kommt es beim Kochen zu Auslaugverlusten, die auch alle anderen Vitamine und Inhaltsstoffe betreffen. Wer die Restgarflüssigkeit anschließend nicht weiterverwendet, dem entgehen bis zu 35 Prozent der Vitamine und Mineralstoffe.
(Quelle: aid, Larissa Kessner) Für den Verzehr sollten die geernteten Exemplare an einem warmen, trockenen Ort etwas nachreifen (maximal zwei Wochen) und dann kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Besonders gut aufgehoben fühlen sich die größten Beeren der Welt in einem Netz an der Decke, denn frei hängend bilden sich keine Druckstellen. Die meisten Winterkürbisse können auf diese Weise mehrere Monate gelagert werden, ohne an Aroma zu verlieren. Feinschmecker wissen die köstliche Vielseitigkeit der gesunden Frucht zu schätzen – doch seinen großen Auftritt hat der Kürbis jetzt im Oktober als schauerlich leuchtende Halloweenlaterne. Zum Aushöhlen und Schnitzen eignen sich bestimmte kugelförmige Sorten besonders gut. Tipp: Damit der ausgehöhlte Kürbis dann länger frisch bleibt, können die Schnittstellen mit Öl oder Fett eingerieben werden. Auch eine äußerliche Schicht Klarlack oder Haarspray hält den Kürbis in Form, so dass er noch nach Halloween für eine herbstlich-bunte Stimmung im Vorgarten sorgt.
Preisempfehlung: € 99,99
Zzgl. € 2,23 Verpackung und Versand
Preisempfehlung: € 129,99
Zzgl. € 25,90 Verpackung und Versand
Preisempfehlung: € 189,99
Zzgl. € 25,90 Verpackung und Versand
Preisempfehlung: € 89,99
Zzgl. € 5,95 Verpackung und Versand
|
|