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Regenwürmer gehören zu den Nützlingen im Garten. Durch das Graben der feinen Wohnhöhlen fördern die Würmer beständig Erde aus den tieferen Bodenschichten an die Oberfläche. Das dient der Auflockerung und besseren Belüftung des Bodens. Auch Wasser kann besser und tiefer eindringen.  - Größtes Exemplar der Regenwürmer: Der Tauwurm, Foto: Michael Linnenbach,cc
Bei der Durchmischung der Erde transportieren die Regenwürmer Mineralien aus dem Untergrund direkt in den Wurzelbereich der Pflanzen. Darüberhinaus bilden Regenwürmer über ihren Darm Humus-Komplexe, deren Nährstoffe direkt für die Pflanzen zugänglich sind: Wurmkot enthält dabei fünfmal mehr Stickstoff, siebenmal mehr Phosphat und elfmal mehr Kalium als die normale umgebende Acker- oder Gartenerde – der perfekte natürliche Dünger.  - Kompostwürmer an einem Komposter, Foto: Toby Hudson,cc
Zu den größten Exemplaren zählt der Tauwurm mit 12-30 Zentimetern. Am vorderen Ende ist er oft rötlich gefärbt, während sein hinteres Ende blass ist. Dieser große Regenwurm kommt sehr häufig in Wiesen, und Obstbaum-Gärten vor.
Der Gemeine Regenwurm ist kleiner und von gräulicher Farbe, da er gerne ständig unter der Oberfläche bleibt. Er lebt tief im Bereich der Pflanzenwurzeln und Mineralbodenschichten. Nur beim tiefen Umgraben im Garten bekommt man ihn zu Gesicht.
Der Mist- oder Kompostwurm ist sehr klein, gerade mal 4-14 Zentimeter. Dieser Regenwurm kann nur mit ausreichendem organischen Material überleben. Deshalb kommt er ausschließlich im Kompost-Haufen oder Komposter vor und nicht in normaler Erde. Der Kompostwurm ist von rosaroter bis roter Farbe mit hell-gelben Ringen. Er wird gerne zur Zucht verwendet und an Gartenbesitzer und Angler verkauft. Der Regenwurm ernährt sich nicht wie oft angenommen ausschließlich von Erde, sondern verwertet neben verrottenden Pflanzenresten vor allem Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien. Die nachtaktiven Würmer ziehen in der Dunkelheit gezielt Blätter und Keimlinge in ihre Gänge und lassen sie dort verrotten, um sich so einen Nahrungsvorrat anzulegen. Die angelegten Vorräte sorgen zusätzlich für eine Durchsetzung des Bodens mit wertvollem Humus. Wo Regenwürmer im Erdreich zahlreich zu finden sind, braucht sich der Gärtner um das Wohl seiner Pflanzen nicht mehr zu sorgen. Zumindest unter der Erde werden sie dank der Regenwürmer optimal mit Nährstoffen und Mineralien versorgt.
Das belegt auch eine oft zitierte französische Bauernweisheit: „Nur der liebe Gott weiss, wie man fruchtbare Erde macht, und er hat sein Geheimnis den Regenwürmern anvertraut.“
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