Für den häuslichen Bedarf kann Thymian im Kräutergarten gezogen und während der Sommermonate von Mai bis September geerntet und frisch verwendet werden.
Die Aussaat des von Thymiansamen erfolgt von April bis Mai. Stecklinge können noch im Frühsommer eingepflanzt werden. Im Sommer kann man dann die schönsten Thymianpflanzen durch Absenker vermehren.
Der Standort für Thymian sollte sonnig und warm gewählt werden, damit sich das Aroma des Würzkrauts voll entfalten kann. Besonders gut gedeiht er in einer lehmigen und humosen Gartenerde, die ruhig einen hohen Kalkanteil haben darf und auch trocken sein kann. Thymiankräuter brauchen nur wenig Wasser und Düngung.
Der deutsche Wintertymian ist - wie der Name bereits verrät - durchaus winterfest, während der franzöische Thymian leider etwas frostempfindlich ist.
Die Ernte erfolgt kurz vor Beginn oder während der Blüte. Das Kraut lässt sich als Wintervorrat gut trocknen. Dafür erntet man es bei gutem Wetter um die Mittagszeit, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen besonders hoch ist.
Man bindet die geschnittenen Stängel zu kleinen Sträußen zusammen und hängt sie kopfüber an einen luftigen Platz. Getrockneter Thymian bewahrt sein Aroma sehr lange und kann nach Bedarf von den getrockneten Stängeln abgerebelt werden. Das Kraut riecht stark würzig und schmeckt herb, harmoniert auch mit Lorbeer, Muskat und Salbei.
Thymian stammt aus den westlichen Mittelmeerländern und wächst in Mittel-und Südeuropa wild an Berghängen. Als Würzpflanze und Heilpflanze schätzte man ihn bereits in mittelalterlichen Klostergärten. Man unterscheidet grob neben Arznei-Thymian, Echtem Thymian und Zitronen-Thymian. Letzterer duftet und schmeckt zitronig, weshalb er gerne für Salate verwendet wird.