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 - © Ingrid Kranz / www.pixelio.de
Wir haben uns neulich mit unseren Nachbarn bei einem beschaulichen Plausch auf der Terrasse über Rosen unterhalten. Was heraus kam, war schon erstaunlich: 5 Leute und 11 Meinungen. Zeit für mich, der Sache auf den Grund zu gehen, zumal wir ein schönes, sonniges, noch freies Plätzchen haben, da könnte man Rosen pflanzen. Das wollten wir doch schon lange: Richtig schöne Rosen. Welche nehme ich denn da? Neulich, im Baumarkt, die haben auch ein Gartencenter dabei, da habe ich mal gefragt, was man da nehmen könnte. Recht schlau bin ich aber daraus nicht geworden. Das muss ich mir von einem Fachmann erklären lassen, am besten von einem alten Gärtner, der nicht nur das neumodische Zeug drauf hat.  - Floribundarose
Also, den alten Gärtner habe ich gefragt und der hat mir zuerst gesagt, dass das "neumodische Zeug" eine feine Sache sein kann, wenn man es richtig benutzt. Und dann hat er es mir so erklärt, dass auch ich es prima verstanden habe:
Zuerst, hat er gesagt, muss man klare Entscheidungen treffen: Was will man? Will man Rosen zum abschneiden, zum anschauen, sollen sie praktische Dienste erfüllen, z.B. eine Fläche bedecken, oder eine Wand begrünen. Es gibt für (fast) alle Wünsche ein passendes Angebot.  - Bodendeckerrose
Gibt es etwas, worauf man grundsätzlich achten muss, wenn man schöne Rosen haben will, habe ich den alten Gärtner gefragt. Rosen sind Kinder der Sonne, hat der alte Herr gesagt, ohne genügend Sonne keine schönen Rosen, Sonne am besten den ganzen Tag. Und Dünger, denn wer viel leisten soll, braucht Kraft. Containerrosen sind ja schon mit Wurzelballen, trotzdem sollte man darauf achten, dass die Veredelungsstelle gut mit Erde bedeckt ist. Wichtig ist auch, dass man die verblühten Blumen immer abschneidet, möglichst nicht gleich unter der Blüte, sondern schon einige Augen tiefer.  - Englische Rose
Wann, habe ich dann gefragt, soll ich denn die Rosen einpflanzen? Da gibt es doch feststehende Pflanzzeiten. Im Herbst und im Frühjahr sind doch immer die billigen Angebote in der Zeitung zu lesen. Ja, hat der alte Gärtner gesagt, die kann man schon nehmen, wenn es nicht so genau darauf ankommt, welches rot es letztendlich ist. Denn wenn auch auf dem schönen bunten Etikett steht: Edelrose Roter Stern, muss das nicht unbedingt die Sorte Roter Stern sein, denn soviel roter Stern kann gar nicht angebaut werden, wie verkauft wird. Es ist eben im besten Fall eine dunkelrote Edelrose. Dafür sind sie billig.  - Beetrosen
Was soll ich tun, um ganz sicher zu gehen, dass ich genau das bekomme, was ich wirklich will? Ganz einfach, sagte er, kaufen Sie Container - Rosen, da können Sie nichts verkehrt machen. Die wachsen sicher an, man sieht die Farbe, kann den Wuchs einschätzen und das als Nebeneffekt, der absolut nicht zu unterschätzen ist: Man pflanzt die Rosen im richtigen Abstand und nicht wie meist zu sehen ist: Viel zu eng. Also, dann will ich mal sehen, ob ich alles richtig verstanden habe:  - Hochstammrosen
Zuerst brauchen wir Edelrosen, damit man mal ein Rose in die Vase stellen kann. Edelrosen oder Teerosen, wie man auch sagt, die haben an einem Trieb meist nur eine grosse, wohlgeformte, edle Blüte. Nun gibt es auch Rosen, die haben an einem Stiel mehrere, ziemlich grosse Blüten, das ist so ein Mittelding zwischen Edelrosen und Beetrosen, die nennt man Floribundarosen.
Dann gibt es die Polyantha- oder Beetrosen, die zeichnen sich durch ganz enorme Vielblütigkeit aus. Da ist auf jedem Stiel ein ganzes Büschel von Einzelblüten zusammengefasst. Die Einzelblüten sind, je nach Sorte, einfach oder auch mehr oder weniger stark gefüllt. Das sind die idealen Sorten für Rabatten und Rosenbeete.  - Kletterrosen
Und dann die Kletterrosen! Da habe ich wieder etwas gelernt. Die Kletterrosen, so dachte ich, sind alle, die so hoch werden, dass man sie anbinden muss. Aber da gibt es feine Unterschiede: Kletterrosen, Strauchrosen, Parkrosen und Wildrosen. Manche haben nur eine Hauptblüte im Jahr, aber die ist überwältigend, andere blühen mehrmals unterschiedlich stark.  - Rosenfeld
Aber es gibt noch mehr: Zwergrosen von bezaubernder Schönheit und eine breite Paletten Bodendeckerrosen. Gerade die Bodendeckerrosen haben einen erstaunlichen Wandel durchgemacht. Richtig tolle Blüten in riesiger Zahl, kurz und gedrungen wachsend, mit schönem, oft glänzend grünem Laub. Kurz gesagt: attraktiv!
 - Rosenfeld
Vergessen darf man auf keinen Fall die Hochstammrosen, die es in vielen Farben und Formen gibt, z.B. die großblumigen Edelrosen, die vielblütigen Floribundarosen, oder die kaskadenförmigen Trauerrosen.
Dieses Thema wurde für Sie von heimwerker.de in Zusammenarbeit mit dem Gärtnermeister Hermann Mendel ausgearbeitet. Damit Gartenliebhaber lange Zeit Freude an ihren Rosen haben, sollten sie widerstandsfähige Sorten mit Gütesiegel pflanzen, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Bei der großen Auswahl von Rosensorten kauft der Hobbygärtner schnell die falsche Rose für seinen Garten und hat dann bereits im Sommer einen Strauch ohne Laub. Die Ursache dafür können Pilzkrankheiten, wie Echter Mehltau, Sternrußtau oder der Rosenrost, sein. Damit Gärtner auch ohne regelmäßigen Pflanzenschutz Freude an üppig blühenden Rosen haben, testen der Bund deutscher Baumschulen und Rosenzüchter gemeinsam mit dem Bundessortenamt neue Sorten auf ihre Widerstandsfähigkeit. An elf Standorten werden zurzeit Rosen bei der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) anhand verschiedener Merkmale getestet und bewertet.
Die Rosen, die den Rosen-TÜV bestanden haben, sind hoch bis sehr hoch widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten und werden regelmäßig auf den Webseiten des ADR unter www.adr-rose.de veröffentlicht. Edelrosen, Beetrosen, Strauchrosen oder Kletterrosen, alle bereichern den Garten. Rosen können den Boden festigen, als Hecke dienen und vor allem in großer Farbenpracht den Garten zum Leuchten bringen. Damit die Blumen diesen Sommer schon blühen, sollte der Gärtner sie am Ende des Winters, also in ein paar Wochen, pflanzen.  - Rose Caroussel
 - Rose Sonrisa
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